mini|hochkant|Ehrenpreis von Adolf Hitler für den Sieger,Bronzeplastik des Berliner Bildhauers Otto Schnitzer Die 1. Feldhandball-Weltmeisterschaft der Männer fand vom 7. bis 10. Juli 1938 im Deutschen Reich unter Federführung der International Amateur Handball Federation (IAHF) statt. Weltmeister wurde die Mannschaft des Deutschen Reichs, die alle ihre Spiele gewinnen konnte.
Es nahmen zehn Mannschaften teil, die alle aus Europa stammten: Dänemark, Deutschland, Luxemburg, die Niederlande, Polen, Rumänien, Schweden, die Schweiz, die Tschechoslowakei und Ungarn. Es war die einzige WM ohne Österreich, da es seit dem „Anschluss“ im März des Jahres Teil des Deutschen Reichs war. Österreich war auch ursprünglich als Austragungsort vorgesehen. Letztendlich wurde die Weltmeisterschaft aber in der Berliner Umgebung ausgetragen. Das Finale fand im Berliner Olympiastadion statt. , abgerufen am 3. Januar 2014 Gespielt wurde im K.-o.-System. Deutschland trat de facto mit zwei Mannschaften an. Aus der Mannschaft, die in Leipzig das Viertelfinale bestritt, wurde niemand im Halbfinale und mit Eifler, Klingler und Zimmermann nur drei Spieler im Finale in Berlin eingesetzt, dafür bestritten aus dem Berliner Kader mit Braselmann, Hansen und Hübner drei Spieler nur das Halbfinale. Keiner der 22 deutschen Spieler bestritt alle drei WM-Spiele.
Bester Torschütze wurde Günter Ortmann (Deutschland) mit 13 Treffern.
Spielplan Quelle:
Vorrunde und Zwischenrunde Vorrunde In der Vorrunde gab es fünf Spielpaarungen, aus denen drei Sieger direkt ins Halbfinale einzogen (Deutschland, die Schweiz, Ungarn), während zwei weitere Sieger (Rumänien und Schweden) ein Zwischenrundenspiel austragen mussten:
DatumHeute beginnt die Weltmeisterschaft der Handballer. In: Sport-Tagblatt vom 7. Juli 1938, S. 1 (). Ort Ergebnis (PDF). In: Sport-Tagblatt vom 8. Juli 1938, S. 3. Schiedsrichter Zuschauer Leipzig 19:6 (12:3) Schuschnig (Rumänien) 10.000 Weißenfels 9:2 (6:0) Müller (Deutsches Reich) 4.000 Dessau 10:6 (4:2) Schwinitzky (Deutsches Reich) 5.000 Magdeburg 12:6 (7:2) Lanz (Deutsches Reich) 4.0005.000 Magdeburg 8:4 (4:2) Stühmer (Deutsches Reich)
Zwischenrunde Datum Ort Ergebnis (PDF). In: Sport-Tagblatt vom 9. Juli 1938, S. 4. (Anmerkungen) Zuschauer Magdeburg, Polizeisportplatz 6:7 (3:3) 4.000
Sieger Schweden kam ebenfalls ins Halbfinale. Verlierer Rumänien erhielt Platz 5.
Trostrunde
Die fünf Verlierer der Vorrunde spielten in einer Trostrunde um die Plätze 6 bis 10. Hier gab es zunächst ein Ausscheidungsspiel zwischen den Niederlanden und Luxemburg, das als Verlierer Platz 10 erhielt.
Datum Ort ErgebnisDeutschland ist Handball-Weltmeister. In: Sport-Tagblatt vom 11. Juli 1938, S. 2 (). (Anmerkungen) Zuschauer Ausscheidungsspiel Magdeburg, Polizeisportplatz 3:9 (0:5) 4.000 Halbfinale Berlin 6:5 (2:2) Berlin 12:5 (5:1) Deutschland in der Schlußrunde. In: Reichspost vom 10. Juli 1938, S. 15 (). Platzierungsspiele Berlin, Tiergartensportplatz 6:12 (3:5) (Spiel um Platz 5 und 10) Berlin, Tiergartensportplatz 12:10 (5:7) (Spiel um Platz 6 und 7) Berlin, Tiergartensportplatz 9:3 (3:3) (Spiel um Platz 8 und 9)
Die anderen vier Mannschaften spielten in zwei Halbfinals, Kleinem und Großem Finale um die Plätze 6 bis 9.
Hauptrunde Halbfinale Datum Ort Ergebnis (Anmerkungen) Zuschauer Berlin 14:3 (5:3) Tore: Theilig (7), Ortmann (5), Brüntgens, Hübner 9.000 Berlin 5:2 (2:1)
Finale Datum Ort Ergebnis (Anmerkungen) Zuschauer Spiel um den dritten Platz Berlin, Olympiastadion 10:2 (4:2) Finale Berlin, Olympiastadion 23:0 (12:0) Tore: Ortmann (8), Theilig (5), Klingler (4), Brüntgens (3), Zimmermann (2), Hammerich 30.000
Abschlussplatzierungen Rang Team Sp. S U N Tore Diff. 20px|Gold 3 3 0 0 56:9 + 47 20px|Silber 3 2 0 1 14:27 − 13 20px|Bronze 3 2 0 1 23:22 + 1 4. 4 2 0 2 19:25 − 6 5. 3 2 0 1 30:19 + 11 6. 3 2 0 1 24:34 − 10 7. 3 1 0 2 24:26 − 2 8. 3 1 0 2 20:19 + 1 9. 4 1 0 3 21:32 − 11 10. 3 0 0 3 15:33 − 18
Kader Die Weltmeistermannschaft 1938: Deutschland Kader Leipzig (Viertelfinale): Franz Paar (Polizei SV Wien) 1/0 – Werner Badstübner (MTSA Leipzig) 1/4, Erich Herrmann (SC Charlottenburg) 1/5, Hans Keiter (Polizei SV Berlin) 1/0, Robert Müller (MSV Glogau) 1/0, Wilhelm Müller (SV 07 Waldhof) 1/0, Fritz Prosser (MTSA Leipzig) 1/1, Leo Wiese (CT Hessen-Preußen Kassel) 1/0. Kader Berlin (Halbfinale und Endspiel): Otto Lüdicke (SG 1898 Junkers Dessau) 2/0 – Helmut Braselmann (TuRa Wuppertal) 1/0, Gerd Brüntgens (Lintforter SpV) 2/4, Gerhard Hammerich (MTSA Leipzig) 2/1, Hermann Hansen (VfL Königsberg) 1/0, Werner Hübner (MSV Weißenfels) 1/1, Günter Ortmann (MSV Borussia Carlowitz) 2/13, Heinz Pfeiffer (Polizei SV Berlin) 2/0, Kurt Pfennig (SS-SG Leibstandarte Berlin) 2/0, Hans Theilig (Oberalster VfW Hamburg) 2/12, Leopold Wohlrab (1. Wiener HC Alt-Turm) 2/0. In Leipzig und Berlin (nur Endspiel) eingesetzt: Paul Eifler (TuRa Wuppertal) 2/0, Alfred Klingler (MSV Weißenfels) 2/10, Philipp Zimmermann (SV 07 Waldhof) 2/5. Trainer: Otto Günther Kaundinya.
Die Vizeweltmeistermannschaft 1938: Schweiz Kader Weißenfels (Vorrunde): : Hugo Burkhardt, Werner Meyer, Max Streib, Rudolf Wirz : Max Haupt : Eduard Schmid, : Rolf Fäs, Georges Höfflin : Willy Schäfer, Robert Studer : Gottfried Eymann Weitere Spieler: :Willy Gysi : Erland Herkenrath : Maurer : Adolf Beck Trainer: Paul Gerber
Luxemburg : Fiorentin, Schmit, R. Halsdorf, Diederich Schifflingen: Fleschen, Marth, Hoferlin Bert : Mey, Meyer, Leger : Bichel, Lutzi, Koster : Loch Quelle:
Quellen IHF-Archiv (Der Name des Reichstrainers ist dort falsch geschrieben). (PDF-Datei; 89 kB)
Einzelnachweise
#1938 Kategorie:Austragung einer Handball-Weltmeisterschaft Kategorie:Handballveranstaltung 1938 Weltmeisterschaft der Manner 1938 Kategorie:Handballwettbewerb in Berlin Kategorie:Handballwettbewerb in Leipzig Kategorie:Handballwettbewerb in Magdeburg Kategorie:Sportveranstaltung in Dessau-Roßlau Kategorie:Sportveranstaltung in Weißenfels