Stefan Stoppok (* 21. Februar 1956 in Hamburg) ist ein deutscher Liedermacher, Multiinstrumentalist und Rockmusiker. Er erhielt den Deutschen Kleinkunstpreis 2015 in der Rubrik „Chanson/Lied/Musik“. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Songs Ärger (1990), Dumpfbacke (1993), Tanz (Beweg dein Herz zum Hirn) (2002), Cool durch Zufall (2008) und Learning by Burning (2000).
Biographie Stefan Stoppok wuchs in Essen auf. Eine Bewerbung an der Folkwang Hochschule war erfolglos. Ab seinem 18. Lebensjahr zog er drei Jahre lang als Straßenmusiker durch Europa. Seine musikalischen Wurzeln liegen im Folkrock. So war er mit dem ehemaligen Steeleye-Span-Schlagzeuger Nigel Pegrum um 1980 maßgebliches Mitglied der „Stender Band“. Seit 1982 tritt er solo oder mit der im selben Jahr gegründeten Band „Stoppok“ auf. Sein erstes deutschsprachiges Lied schrieb er 1978. Anfang der 1980er Jahre lebte er in Augsburg.
Von 1990 bis 1999 war er bei Chlodwig Musik und Sony/Epic unter Vertrag, bevor er im Jahr 2000 gemeinsam mit seiner Managerin Ute-Elke Schneider und Christof Stein-Schneider von Fury in the Slaughterhouse die Platten- und Verlagsfirma „La-La-Land“ gründete. Seitdem erscheinen seine Platten unter dem neuen Label „Grundsound“. 1996 lieferte er den Soundtrack zum Sönke-Wortmann-Film Das Superweib. Zum 2002 erschienenen Film Was nicht passt, wird passend gemacht steuerte er erneut den Soundtrack bei. In den Jahren 2011 und 2014 vertonte Stoppok zusammen mit der indischen Band „You & I“ Texte des indischen Literaten Tagore.
Sein im September 2016 erschienenes 17. Studioalbum Operation 17 kam im Februar 2017 auf die Bestenliste 1-2017 des Preis der deutschen Schallplattenkritik., abgerufen am 14. Oktober 2017. 2020 erschien das Album Jubel. Im Dezember 2019 wurde die Vorabsingle Lass sie rein veröffentlicht.
Im Februar 2024 erschien das 20. Album Teufelsküche, das Kollaborationen u. a. mit Fortuna Ehrenfeld, Alin Coen, Olli Schulz und Cäthe enthält.
Am 7. August 2026 erschien mit 26 / 70 - Die Songs von Stoppok ein Tribute-Album zum 70. Geburtstag von Stefan Stoppok. Auf dem Album sind 18 Songs die Weggefährten neu interpretieren.
Darunter befinden sich Niedeckens BAP, Fury in the Slaughterhouse, Brings, Jan Plewka, Pohlmann, Lina Maly, Alin Coen, 17 Hippies, Ringlstetter und Miss Allie. Das macht die Platte gleichzeitig zu einer Art Querschnitt durch mehrere Generationen der deutschen Rock-, Liedermacher- und Singer-Songwriter-Szene.
mini|Stefan Stoppok (2007) mini|Stoppok (2022) mini|Stoppok (2024)
Musik Stoppoks musikalische Ausrichtung lässt sich als eine Mischung aus Folk, Blues und Rock bezeichnen. Die Mixtur wird gelegentlich mit Reggae-, Funk- oder Westcoast-Elementen versehen. Neben seinem Gitarrenspiel sind seine mit „schnoddriger“ Stimme vorgetragenen deutschen Songtexte und Überleitungen charakteristisch. Seine eigenen oder mitunter in Koproduktion mit Bernie Conrads oder Danny Dziuk geschriebenen Texte zeichnen sich sowohl durch alltagsnahe Satire als auch durch Nachdenklichkeit aus. Auf der Bühne zeigt er u. a. ein inniges Zusammenspiel mit seinem Bassisten Reggie Worthy.
Stoppok und Artgenossen Unter dem Titel „Stoppok und Artgenossen“ lädt Stoppok jedes Jahr unterschiedliche Musiker aus verschiedenen Ländern ein, um gemeinsam mit ihnen einen Konzertabend abzuhalten. Die Konzertreihe besteht seit 2008 und findet traditionellerweise im bayerischen Landsberg am Lech, 2014 zum ersten Mal auch in Worpswede statt. Die Anzahl der teilnehmenden Musiker schwankt dabei von zehn bis fünfzig. Bisweilen trat er dabei ausschließlich mit weiblicher Begleitung auf. Mit folgenden Musikern ist Stoppok im Rahmen der jährlichen „Stoppok und Artgenossen“-Konzertreihe bereits aufgetreten (Auswahl): 17 Hippies, Astrid North, Herwig Mitteregger, Reggie Worthy, Transsylvanians, Ron Spielman, Hiss, Niels Frevert, Chris Farlowe, Klaus Voormann, Mike d’Abo, Michael Lutzeier, Danny Dziuk (Konzert in Lahnstein), Katja Werker, Steffi Stephan, Tsaziken, Jenniffer Kae, Ulrich Rode, Anne de Wolff, Toni Mahoni, DaDing.
Diskografie
Filmmusik 1996: Das Superweib 2002: Harte Brötchen 2002: Was nicht passt, wird passend gemacht
Ehrungen 2000: Ehrenantenne des Belgischen Rundfunks 2000: Liederpreis des Südwestrundfunks 2000, 2004, 2011: jeweils Jahrespreis der Liederbestenliste 2013: Deutscher Musikautorenpreis der GEMA im Bereich Text Pop 2015: Deutscher Kleinkunstpreis im Bereich Chanson/Lied/Musik, verliehen 2015 durch das Unterhaus in MainzDeutscher Kleinkunstpreis 2015, Unterhaus Mainz, 2. November 2014. 2016: RUTH – Der deutsche Weltmusikpreis, HauptpreisRUTH 2016 - Der deutsche Weltmusikpreis, weltmusikpreis.de vom 9. Juli 2016, abgerufen am 21. Juli 2019. 2020: Tana-Schanzara-Preis von RuhrHOCHdeutsch und dem Theater Fletch Bizzelruhrhochdeutsch.de: Tana-Schanzara-Preis 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020 Außerdem wurden seine Alben mehrfach auf den Bestenlisten mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Literatur Zepp Oberpichler (Hrsg.): Sounds of Ruhrgebiet. Zepp Oberpichler im Gespräch mit Peter Bursch, Crocker, Tommy Finke, Stefan Josefus, Stefan Kleinkrieg, August Koslowski, Christiane Schaefer-Winkelmann, Wulf Schneider, Stefan Stoppok, Willi Wucher. Verlag Henselowsky Boschmann, Bottrop 2024, ISBN 978-3-948566-20-3.
Weblinks
stoppok.de German Rock Lexikon – Bands: Stoppok
Einzelnachweise
Kategorie:Rockmusiker Kategorie:Bandleader Kategorie:Gitarrist Kategorie:Multiinstrumentalist Kategorie:Liedermacher Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1956 Kategorie:Mann