mini|Ortseingang Gopplasgrün (2019)
Gopplasgrün ist ein Ortsteil der Stadt Markneukirchen im sächsischen Vogtlandkreis. Er gehört zur Markneukirchener Ortschaft Erlbach. Er wurde am 1. Januar 1936 nach Erlbach eingemeindet und kam mit dieser Gemeinde am 1. Januar 2014 zur Stadt Markneukirchen.
Geografie Geografische Lage Gopplasgrün liegt im Süden des sächsischen Teils des historischen Vogtlands bzw. Oberen Vogtlands, gehört jedoch bezüglich des Naturraums zum äußersten Westen des Westerzgebirges, am Übergang zum Elstergebirge. Nordöstlich des Orts liegt der Gipfel Hoher Brand (). Gopplasgrün liegt im Tal des „Gopplasgrüner Bachs“, der im Süden in den Schwarzbach, einem Zufluss der Weißen Elster, entwässert. Gopplasgrün liegt im Naturpark Erzgebirge/Vogtland. Im Bereich der „Gopplasgrüner Höhe“ wird die nördliche Ortsflur von der Bundesstraße 283 tangiert.
Nachbarorte
Geschichte mini|Gefallenendenkmal Gopplasgrün
Gopplasgrün wurde im Jahr 1310 als „Gopoldsgrun“ erwähnt. Bezüglich der Grundherrschaft war der Ort bis ins 19. Jahrhundert geteilt. Ein Teil gehörte zum Rittergut Erlbach oberen Teils, der andere Anteil unterstand als Amtsdorf bis 1856 direkt dem kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Voigtsberg.Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 74 f. Zu dieser Zeit zählte auch die im Nordwesten gelegene Siedlung Friebus zu Gopplasgrün.Friebus im „Handbuch der Geographie“, S. 428 Um 1875 gehörte diese zu Wohlhausen.Friebus im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen Nach 1856 gehörte Gopplasgrün zum Gerichtsamt Markneukirchen und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Oelsnitz.
Am 1. Juni 1936 wurde Gopplasgrün nach Erlbach eingemeindet.Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943 Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Gopplasgrün als Ortsteil der Gemeinde Erlbach im Jahr 1952 zum Kreis Klingenthal im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der im Jahr 1990 als sächsischer Landkreis Klingenthal fortgeführt wurde und 1996 im Vogtlandkreis aufging. Mit der Eingliederung der Gemeinde Erlbach in die Stadt Markneukirchen wurde Gopplasgrün am 1. Januar 2014 ein Ortsteil von Markneukirchen.
Bis 2011 war Gopplasgrün staatlich anerkannter Erholungsort, von 2015 bis 2021 „staatlich anerkannter Kurort“ (Luftkurort).2006 Erholungsort, siehe Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit über die Änderung der Liste der Sächsischen Kur- und Erholungsorte gemäß § 3 Abs. 5 Sächsisches Kurortegesetz (SächsKurG) vom 25. Oktober 2006 (SächsABl. S. 1012) auf: revosax.sachsen.de2011 kein Erholungsort mehr, siehe Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Änderung der Liste der Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen gemäß § 3 Abs. 5 SächsKurG vom 4. Oktober 2011 (SächsABl. S. 1447) auf: revosax.sachsen.de2015 Kurort, siehe Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Änderung der Liste der Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen gemäß § 3 Absatz 5 des Sächsischen Kurortegesetzes vom 25. November 2015 (SächsABl. S. 1708) auf: revosax.sachsen.de2021 kein Kurort mehr, siehe Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus über die Änderung der Liste der Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen gemäß § 3 Absatz 5 des Sächsischen Kurortegesetzes (SächsKurG) vom 14. Dezember 2021 (SächsABl. S. 1720) auf: revosax.sachsen.de.
Entwicklung der Einwohnerzahl Jahr EinwohnerzahlVgl. 1583 7 besessene Mann, 1 Häusler1764 11 besessene Mann, 4 Häusler, 1 2/3 Hufen1834 1321871 163 Jahr Einwohnerzahl1890 1641910 1761925 161
Sehenswürdigkeiten mini|Berghang mit Streuobstwiese am Rande des Dorfes (Frühjahr)
Bei Schnee führt die 9 km lange „Hohe-Brand-Loipe“ über den nordöstlich von Gopplasgrün gelegenen Berg „Hoher Brand“. Die Loipe beginnt am Parkplatz „Gopplasgrüner Höhe“ an der Bundesstraße 283 und endet im Ort Landesgemeinde.
Literatur Bodendenkmal Burgstall Niederungsburg/Wasserburg „Wohlhübel“ in Gopplasgrün (S. 36), in: Volkmar Geupel: Die geschützten Bodendenkmale im Bezirk Karl-Marx-Stadt. Hrsg. Heinz-Joachim Vogt, Kleine Schriften des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden, Heft 3, Dresden 1983, ISSN 0232-5446.
Weblinks
Website der Stadt Markneukirchen
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Markneukirchen) Kategorie:Ort im Vogtlandkreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Vogtlandkreis) Kategorie:Ehemaliger Kurort in Sachsen Kategorie:Ehemaliger staatlich anerkannter Erholungsort in Sachsen