mini|hochkant|Mello, das Maskottchen des Turnieres Der ICC Cricket World Cup 2007 wurde vom 13. März bis zum 28. April 2007 auf den Inseln der British West Indies ausgetragen. Es war der neunte Cricket World Cup im vierjährlichen Turnierzyklus im One-Day-International-Format, der vom Weltverband International Cricket Council (ICC) organisiert wird, und der erste in Amerika. Die sieben karibischen Inselstaaten Antigua und Barbuda, Barbados, Grenada, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia und Trinidad und Tobago sowie Guyana waren gemeinsam Gastgeber dieses Turnieres, mehr als bei jedem anderen Cricket World Cup. Zusammen mit der ICC World Twenty20 2007 in Südafrika im September war es eines von zwei großen Cricketturnieren im Jahr 2007.
16 Cricket-Nationalmannschaften nahmen am Cricket World Cup 2007 teil: Die damals zehn Test-Cricket-Länder (Australien, Bangladesch, England, Indien, Neuseeland, Pakistan, Simbabwe, Sri Lanka, Südafrika und die West Indies), sowie die sechs besten Mannschaften der ICC Trophy 2005 (Bermuda, Irland, Kanada, Kenia, die Niederlande und Schottland), die meisten Teilnehmer bei einem Cricket World Cup bisher. Bermuda und Irland nahmen erstmals an einem Cricket World Cup teil, womit dies das erste Turnier mit drei Teilnehmern aus Amerika und vier aus Europa ist.
Während des Cricket World Cup 2007 wurden 51 Spiele absolviert, drei weniger als beim vorhergehenden Cricket World Cup 2003 (trotz zwei weiterer teilnehmender Mannschaften). Die Mannschaften wurden in vier Gruppen zu je vier Teams eingeteilt, wobei jedes einmal gegen die anderen der Gruppe antrat. Die zwei besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für die Super Eight, wonach die vier besten Mannschaften das Halbfinale erreichten, dessen Gewinner im Finale aufeinandertrafen. Dieser World Cup wurde im One-Day International-Format ausgetragen, wobei jedes Team jeweils ein Innings über maximal 50 Over bestritten hat.
Australien, Neuseeland, Sri Lanka und Südafrika erreichten das Halbfinale. Australien besiegte Südafrika und Sri Lanka Neuseeland, wonach der Titelverteidiger Australien das Finale im Kensington Oval in Barbados gegen Sri Lanka mit 53 Runs (Duckworth-Lewis Method) und somit seinen vierten Titel gewann und als erstes Land einen Hattrick erreichte.
Australiens Siegesserie erhöhte sich mit dem Turnier auf 29 aufeinander folgende Cricket-World-Cup-Spiele ohne Niederlage, eine Serie, die am 23. Mai 1999, in der Vorrunde des Cricket World Cup 1999, begann. Das Turnier erlebte auch mehrere große Überraschungen in der Vorrunde, als die Mitfavoriten Indien und Pakistan nicht die Super Eight erreichten, während Bangladesch, damals das vorletzte Vollmitglied auf der ICC ODI-Rangliste, und der Debütant Irland, damals ein assoziiertes Mitglied, die Super Eight erreichten und dabei Indien bzw. Pakistan hinter sich ließen. Irland wurde damit nach Kenia 2003 das erste assoziierte Mitglied das die zweite Runde bei einem Cricket World Cup erreichte. Pakistans damaliger Trainer Bob Woolmer starb einen Tag nach dem Ausscheiden seiner Mannschaft. Am nächsten Tag erklärte die jamaikanische Polizei, dass sein Tod verdächtig sei und leitete eine Untersuchung ein. Acht Monate später beendete die Polizei ihre Ermittlungen nach der Annahme eines öffentlichen Urteils durch eine elfköpfige Jury.
Nach dem Turnier verteilte der ICC Turniergewinne in Höhe von 239 Millionen US-Dollar unter seinen Mitgliedern.Konsolidierter ICC-Jahresabschluss für die 9 Monate zum 31. Dezember 2007, Buchhaltungsanmerkung 12. Der Cricket World Cup 2007 wurde in den ersten Nachbetrachtungen als Enttäuschung gewertet, angeführt wurden die relativ lange Dauer mit 51 Spielen (die meisten überhaupt) in vier Phasen über 47 Tagen, die längeren Reisezeiten zwischen den Inseln, der Tod des pakistanischen Trainers und die langwierigen Untersuchungen, das frühe Ausscheiden Indiens und Pakistans, sowie die umstrittene Handhabungen der schlechten Wetterverhältnisse während des Finales durch die Umpire. Das Turnier war jedoch auch das inklusivste aller Cricket World Cups, da zum einzigen Mal 16 Mannschaften teilnehmen durften und sie in der Vorrunde mit kleineren Gruppen eine faire Chance auf die nächste Runde hatten.
Vergabe mini|Die Mannschaftskapitäne 2007 mit der Trophäe Der Cricket World Cup 2007 wurde nach dem Rotationsprinzip des International Cricket Council an die West Indies vergeben. Dies war der erste Cricket World Cup in den karibischen Inseln, obwohl die West Indies damals die zweiterfolgreichste Mannschaft in der Geschichte des Turnieres waren.Nach Anzahl der Siege, der Gewinnquote und der Anzahl der gewonnenen Titel. Tatsächlich waren sie von 1975 bis 1987 in all diesen Kriterien führend; erst 2003 übertraf sie Australien nach Anzahl gewonnener Pokale. Ursprünglich waren die Bahamas, Bermuda und die Vereinigten Staaten Teil der Bewerbung der westindischen Inseln für den Cricket World Cup 2007. Das Turnier wurde jedoch an die sieben westindischen Inselstaaten Antigua und Barbuda, Barbados, Grenada, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia und Trinidad und Tobago sowie Guyana vergeben.
Teilnehmer Die folgenden 16 Mannschaften qualifizierten sich für den Cricket World Cup 2007: Australien, Bangladesch, England, Indien, Neuseeland, Pakistan, Simbabwe, Sri Lanka, Südafrika und die West Indies (Gastgeber) qualifizierten sich als Vollmitglieder des International Cricket Council mit Test-Cricket-Status automatisch für den Cricket World Cup 2007. Bermuda, Irland, Kanada, Kenia, die Niederlande und Schottland waren Mannschaften ohne Test-Cricket-Status und qualifizierten sich während der ICC Trophy 2005. Bermuda und Irland qualifizierten sich erstmals für einen Cricket World Cup, womit es das erste internationale Cricketturnier mit drei Mannschaften aus Amerika und vier aus Europa ist. Bermuda war sowohl nach Fläche als auch Einwohnerzahl das kleinste Land, dem dies gelang.
mini|400px|Teilnehmende Länder des Cricket World Cups 2007; insgesamt 38 Teams nahmen teil. LandQualifikationsgrundlageTurnierteilnahmeLetztmalige TeilnahmeBestes ErgebnisGruppeGastgeberNeunte2003Weltmeister (1975, 1979)DVollmitgliederNeunte2003Weltmeister (1987, 1999, 2003)ADritte2003Vorrunde (1999, 2003)BNeunte2003Finalist (1979, 1987, 1992)CNeunte2003Weltmeister (1983)BNeunte2003Halbfinale (1975, 1979, 1992, 1999)CNeunte2003Weltmeister (1992)DSiebente2003Super Six (1999, 2003)DNeunte2003Weltmeister (1996)BFünfte2003Halbfinale (1992, 1999)AICC Trophy 2005Erste–DebütBErste–DebütDDritte2003Vorrunde (1979, 2003)CVierte2003Halbfinale (2003)CDritte2003Vorrunde (1996, 2003)AZweite1999Vorrunde (1999)A
Austragungsorte Als Austragungsorte wurden acht Stadien in den Staaten, die durch das West Indies Cricket Team vertreten werden ausgewählt. In allen Gastgeberländern fanden jeweils sechs Spiele statt mit Ausnahme von St. Lucia, Jamaika und Barbados (Spielort des Finales), wo jeweils sieben Spiele stattfanden.
Die jamaikanische Regierung investierte $81 Millionen in die Stadionrenovierung. Darunter waren die Renovierung des Sabina Park und der Bau der vielseitigen Einrichtung in Trelawny mithilfe eines Kredits aus der Volksrepublik China. Weitere $20 Millionen wurde für andere Infrastruktur ausgegeben, wodurch sich die Ausgaben auf insgesamt $100 miljioen bzw. JM$7 Milliarden beliefen. Die Renovierungskosten des Sabina Park beliefen sich auf $46 Millionen, während die Kosten des Trelawny Stadium auf etwa $35 Millionen geschätzt wurden. Die gesamten Ausgaben für Stadien beliefen sich damit auf $301 Millionen. Das Brian Lara Stadium verlor seinen Platz als Austragungsort am 21. September 2006.
Die Vereinigten Staaten schlugen vor, Spiele im neu errichten Central Broward Regional Park in Lauderhill, Florida, auszutragen, das ICC lehnte das Angebot jedoch ab und vergab alle Spiele an karibische Länder. Das Cricketstadion wurde 2007 errichtet und war damals das einzige mit internationalem Status in den Vereinigten Staaten.
North Sound, Bridgetown, St. George’s, Georgetown, Sir Vivian Richards Stadium Kensington Oval Queen’s Park Providence-Stadion Kapazität: 20.000 Kapazität: 27.000 Kapazität: 20.000 Kapazität: 15.000 150px 150px 150px 150px420px Kingston, Basseterre, Gros Islet, Port of Spain, Sabina Park Warner Park Stadium Beausejour Stadium Queen’s Park Oval Kapazität: 16.000 Kapazität: 10.000 Kapazität: 20.000 Kapazität: 25.000 150px 150px 150px 150px
Format Der Cricket World Cup 2007 wurde über 49 Tage zwischen 16 verschiedenen Mannschaften über 51 Spiele ausgetragen. Er begann am 13. März 2007 im Sabina Park in Kingston, Jamaika, mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem Gastgeber West Indies und Pakistan. Das Turnier endete am 28. April im Kensington Oval in Bridgetown, Barbados mit dem Finale zwischen Australien und Sri Lanka, wobei Australien die ICC Cricket World Cup Trophy verteidigte.
Spielplan Die nachfolgende Tabelle zeigt das tägliche Programm des Cricket World Cup 2007. Dabei steht ein rotes Kästchen für die Eröffnungs- und Schlusszeremonie, ein violettes Kästchen für Vorrundenspiele, ein zyanblaues Kästchen für die Super Six, ein grünes Kästchen für Finalrundenspiele und ein gelbes Kästchen für das Finale.
+ Anzahl täglicher Spiele während des TurnieresVorrundeMärzSo.11.Mo.12.Di.13.Mi.14.Do.15.Fr.16.Sa.17.So.18.Mo.19.Di.20.Mi.21.Do.22.Fr.23.Sa.24.So.25.Mo.26.Zeremonien | bgcolor=#d6325b |
|Gruppe A
| bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | Gruppe B
| bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 |Gruppe C
| bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | |Gruppe D
| bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1 | | bgcolor=#c364f3| 1
|Super 8März/AprilDi.27.Mi.28.Do.29.Fr.30.Sa.31.So.1.Mo.2.Di.3.Mi.4.Do.5.Fr.6.Sa.7.So.8.Mo.9.Di.10.Mi.11.Do.12.Fr.13.Sa.14.So.15.Mo.16.Di.17.Mi.18.Do.19.Fr.20.Sa.21.Super 8 |colspan="2" bgcolor=#7DF9FF| 2 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1
| bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1 | bgcolor=#7DF9FF| 1FinalrundeAprilSo.22.Mo.23.Di.24.Mi.25.Do.26.Fr.27.Sa.28.Zeremonien
| bgcolor=#d6325b |Finalrunde
| bgcolor=#00cc33| 1 | bgcolor=#00cc33| 1
| bgcolor=#ffcc00| 1 Farblegende
Gruppen Australien, Indien, England und die West Indies wurden aus logistischen Gründen verschiedenen Gruppen zugeordnet, da sie nach den Erwartungen die meisten Fans anzögen und die Transport- sowie Hotelkapazitäten in den West Indies beschränkt sind.
Gruppe AGruppe BGruppe CGruppe D
Jedes Team konnte 15 Spieler für das Turnier nominieren. Die Mannschaftslisten mussten bis zum 13. Februar 2007 dem International Cricket Council vorgelegt werden. Ein verletzter Spieler konnte jederzeit bis zum Turnierende ersetzt werden.
Vorrunde und Super Eight