Frederiksberg Kommune () ist eine dänische Kommune im Großraum Kopenhagen auf der Insel Sjælland, westlich der Kopenhagener Innenstadt. Sie umfasst die Stadt Frederiksberg und ist Bestandteil der Hauptstadtregion Hovedstadsområdet. Als Enklave ist Frederiksberg vollständig von Kopenhagener Stadtgebiet umgeben. Zusammen mit den Kommunen Kopenhagen und Gentofte bildet die Frederiksberg Kommune die Hauptstadt Dänemarks (Hovedstaden) im engeren Sinne.Danmarks Statistik: Statistisk Årbog 1990, Kap. 1: Befolkning og Valg S. 1 f.: Definitioner og ordforklaringer, Stichwort: Hovedstaden, dänisch, abgerufen am 24. Juni 2020
Frederiksberg ist eine von 29 Kommunen in der Verwaltungsregion Region Hovedstaden. Bis zum 1. Januar 2007 besaß sie den Status einer Amtskommune.
Auf einer Fläche von km² leben (Stand ) Einwohner. Damit ist Frederiksberg – nach Einwohnern – die fünftgrößte Stadt Dänemarks.
Die Kommune verfügt über ein Krankenhaus (Frederiksberg Hospital, Teil von Hovedstadens Sygehusfællesskab H:S) und eine Feuerwehr (Frederiksberg Brandvæsen).
In Frederiksberg liegt eine Produktionsstätte der 1775 gegründeten Porzellanmanufaktur Königlich Kopenhagen und eine Kontaktstelle des BGI zur Archivierung sequenzierter Genome.
Stadtwappen Das Stadtwappen zeigt drei Falken, dieses Motiv wurde auch zur Namensgebung einiger Gebäude benutzt.
Geschichte mini|Typische innerstädtische Wohngegend in Frederiksberg (2018)
Ursprünglich lag Frederiksberg außerhalb der Stadtmauer Kopenhagens, westlich der Kopenhagener Seen. Durch die Eingemeindung einiger anderer Nachbargemeinden in die Stadt Kopenhagen bildet Frederiksberg seit 1901 eine Enklave.
Die Siedlung Frederiksberg geht auf König Friedrich III. zurück, der am 2. Juni 1651 zwanzig Bauern aus der südöstlich von Kopenhagen gelegenen Insel Amager die Erlaubnis erteilte, sich in Ny Hollænderby (Neue Holländerstadt) niederzulassen; Amager war von niederländischen Bauern urbar gemacht worden.
1700 bis 1703 ließ Friedrich IV. ein Lustschloss auf dem Valby Bakke (Valby-Hügel) errichten, Solbjerg genannt. Es war inspiriert von Reisen des Königs in Frankreich und Italien. Nach ihm erhielten das Schloss Frederiksberg und die Siedlung Ny Hollænderby unterhalb des Schlosshügels ihre Namen.
Die Stadt wuchs eher langsam, um 1800 gab es nur 1.200 Einwohner. Nach 1822, als die so genannte militärische Demarkationslinie um Kopenhagen verschoben und zuletzt aufgehoben worden war, begann das eigentliche Wachstum Frederiksbergs. 1857 wurde der Ort zu einer eigenständigen Gemeinde erhoben, 1860 folgte das Marktrecht, 1864 die Anbindung an die Eisenbahn.
1969 wurde mit dem Domus Vista das damals höchste Haus in Dänemark und höchste Wohnhaus Skandinaviens in Frederiksberg errichtet. Seit 1976 ist es das zweithöchste Hochhaus in Dänemark und seit der Eröffnung des Turning Torso das zweithöchste Wohngebäude Skandinaviens.
Politik Stadtrat
Kirchspiele in der Kommune Die Stadt Frederiksberg besteht aus folgenden Kirchspielen (dän.: Sogn):
Nr.KirchspielEinwohner Karte 1 Mariendals Sogn 250px 2 Godthaabs Sogn 3 Sankt Lukas Sogn 4 Sankt Thomas Sogn 5 Flintholm Sogn 6 Lindevang Sogn 7 Solbjerg Sogn 8 Sankt Markus Sogn 9 Frederiksberg Sogn Frederiksberg Slotssogn war von 1982 bis 2013 von Frederiksberg Sogn ausgegliedert.
Entwicklung der Einwohnerzahl
Ab 1975 zum 1. Januar.
Verkehr mini|links|Fahrradweg als Teil des Grønne Sti
Frederiksberg ist an die Linien M1, M2 (Metro Kopenhagen) und M3 (Cityringen) der Metro Kopenhagen angeschlossen. Zudem liegen mehrere Stationen des S-togs auf Frederiksberger Stadtgebiet. Wie der gesamte Großraum Kopenhagen verfügt auch Frederiksberg über ein ausgezeichnetes Fahrradwegesystem; davon zeugt u. a. der Grønne Sti.
Die in Frederiksberg ringförmig verkehrenden Buslinien 71, 72 und 74 sind seit dem 28. Juni 2026 kostenlos nutzbar.
Söhne und Töchter der Stadt Bis 1900 Johan Lorentz Mørch (1783–1834), Inspektor von Grönland Regine Olsen (1822–1904), Liebe von Sören Kierkegaard Asger Hamerik (1843–1923), Komponist und Dirigent Augusta Dohlmann (1847–1914), Malerin Peter Erasmus Lange-Müller (1850–1926), Komponist Conrad Poul Emil Brummerstedt (1857–1939), Inspektor von Grönland Elise Konstantin-Hansen (1858–1946), Malerin, Textilkünstlerin und Keramikerin Verner Dahlerup (1859–1938), Professor für nordische Sprachen Charles Winckler (1867–1932), Leichtathlet, Tauzieher, Olympiasieger Svend Hammershøi (1873–1948), Maler und Keramiker Ejnar Hertzsprung (1873–1967), Astronom Eiler Theodor Lehn Schiøler (1874–1929), Bankier Elisabeth Drewes Kofoed (1877–1948), Porzellanmalerin Vigo Andersen (1884–1949), Fußballspieler Knud Jessen (1884–1971), Botaniker, Geologe, Hochschullehrer Niels Turin Nielsen (1887–1964), Turner Tyge William Mollerup (1888–1953), funktionalistischer Architekt Einar Utzon-Frank (1888–1955), Maler, Bildhauer und Professor Georg Albertsen (1889–1961), Turner Johannes Christensen (1889–1957), Marathonläufer und Ingenieur (ab 1914 Johannes Granholm) Ejgil Clemmensen (1890–1932), Ruderer Gerda Henning (1891–1951), Weberin, Textilkünstlerin und Lehrerin Peter Schindler (1892–1967), römisch-katholischer Pfarrer und Schriftsteller Carl August Lorentzen (1896–1958), Einbrecher und Ausbrecherkönig Frands Faber (1897–1933), Hockeyspieler Niels Otto Møller (1897–1966), Segler, Silbermedaillen-Gewinner bei Olympia Viggo Dibbern (1900–1982), Turner
1901 bis 1930 Elna Hiort-Lorenzen (1902–1997), Krankenschwester, Gesundheitspflegerin für Familien, Pflegedirektorin und langjähriges Mitglied der Leitung des dänischen Rates der Krankenpflegerinnen Franz Blatt (1903–1979), mittellateinischer Philologe Arne Munch-Petersen (1904–1940), kommunistischer Politiker Willy Sørensen (1904–1981), Ruderer Pauli Jørgensen (1905–1993), Fußballspieler Preben Knuth (1906–1996), Maler Mogens Pihl (1907–1986), Physiker, Hochschullehrer Olaf Ussing (1907–1990), Schauspieler Bjarne Henning-Jensen (1908–1995), Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Kjeld Gustav Knuth-Winterfeldt (1908–1992), Kammerherr und Diplomat Ebbe Rode (1910–1998), Schauspieler Bjørn Hjelmborg (1911–1994), Komponist, Organist und Musikhistoriker Emil Balslev (1913–1944), Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg Claus Achton Friis (1917–1999), Architekt und Grafiker Elsa Gress (1919–1988), Schriftstellerin Erling Jensen (1919–2000), Politiker Jørn Jeppesen (1919–1964), Schauspieler Poul Møller (1919–1997), Jurist, Journalist und Politiker, Finanzminister Kirsten Jessen (1922–2000), Schauspielerin und Tänzerin Herbert Krenchel (1922–2014), Designer Jeanne Darville (1923–1995), Schauspielerin Leif Panduro (1923–1977), Zahnarzt und Schriftsteller Bent Fabricius-Bjerre (1924–2020), Pianist und Komponist John Hansen (1924–1990), Fußballspieler Kristian Jeppesen (1924–2014), Archäologe Jytte Enselmann (1925–2008), Schauspielerin Frank Jæger (1926–1977), Schriftsteller Jane Jeppesen (1927–2017), Theaterschauspielerin Holger Friis Johansen (1927–1996), Klassischer Philologe, Hochschullehrer Hannah Bjarnhof (1928–2002), Schauspielerin Peter Naur (1928–2016), Astronom und Informatiker Axel Strøbye (1928–2005), Schauspieler Torben Ulrich (1928–2023), Tennisspieler, Musiker und Autor John Hahn-Petersen (1930–2006), Schauspieler
1931 bis 1950 Jørgen Teytaud (1933–2020), Schauspieler Ole Gunnar Petersen (* 1934), Segler, Silbermedaillengewinner bei Olympia Hanne Smyrner (1934–2016), Schauspielerin Preben Harris (* 1935), Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant Søren Rode (1935–2023), Schauspieler Ole Feldbæk (1936–2015), Historiker und Hochschullehrer Malene Schwartz (* 1936), Schauspielerin Anders Bodelsen (1937–2021), Schriftsteller Bo Christensen (1937–2020), Filmproduzent Jens Kampmann (1937–2026), Politiker der Socialdemokraterne Hans Rostrup (1937–2005), Schauspieler Claus Christian Ahnfeldt-Mollerup (1938–2009), Offizier Dorte Bennedsen (1938–2016), Politikerin Svend Carlsen (* 1938), Skilangläufer Inge Genefke (* 1938), Neurologin Per Brinch Hansen (1938–2007), Informatiker, Hochschullehrer Ole Andreasen (1939–2026), Politiker und Journalist Jesper Neergaard (* 1939), Bildhauer Eva Helle Stangerup (1939–2015), Schriftstellerin Lone Dybkjær (1940–2020), Politikerin, Ministerin, Mitglied des Europäischen Parlaments Mogens Herman Hansen (1940–2024), Althistoriker Jesper Langberg (1940–2019), Schauspieler Per Lyngemark (1941–2010), Radrennfahrer Birte Weiss (1941–2026), Journalistin und Politikerin, Ministerin Erik Holmey (* 1942), Schauspieler Per Stig Møller (* 1942), Politiker Helle Hertz (* 1943), Schauspielerin Søren Strømberg (1944–2001), Schauspieler Henrik Nordbrandt (1945–2023), Schriftsteller und Dichter Ole Ramlau-Hansen (* 1945), Manager Claus Ryskjær (1945–2016), Schauspieler Klaus Ebbesen (1946–2022), Prähistoriker und Politiker Leif Mortensen (* 1946), Radrennfahrer Per Røntved (1949–2023), Fußballspieler Per Kjeld Sørensen (* 1950), Tibetologe
1951 bis 1970 Janus Billeskov Jansen (* 1951), Filmeditor Lars-Erik Nielsen (* 1951), Unternehmer und Autorennfahrer Søren Spanning (1951–2020), Schauspieler Kurt Stendal (1951–2019), Fußballspieler und -trainer Stig Dalager (* 1952), Schriftsteller Louise Frevert (* 1953), Politikerin und ehemalige Pornodarstellerin Ivar Jakobsen (* 1954), Radrennfahrer Birgitte Raaberg (* 1954), Schauspielerin Lars Bock (* 1955), Handballspieler Henrik Agerbeck (* 1956), Fußballspieler Carsten Haurum (* 1956), Handballspieler Ivan Nielsen (* 1956), Fußballspieler Peter Asmussen (1957–2016), Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor Susanne Staun (* 1957), Autorin Jesper Worre (* 1959), Radrennfahrer Michael Jessen (* 1960), Ruderer Kent Nielsen (* 1961), Fußballspieler und -trainer Jan Bartram (* 1962), Fußballspieler Lars Kaalund (* 1964), Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor Michael Laudrup (* 1964), Fußballspieler und -trainer Cæcilie Norby (* 1964), (Jazz-)Sängerin Paprika Steen (* 1964), Schauspielerin und Filmregisseurin Max Ulrich Klinker (* 1965), Autor, Jurist und Pilot Monique Spartalis (* 1966), Sängerin Sofie Gråbøl (* 1968), Schauspielerin Katja Kean (* 1968), bürgerlich Sussi La Cour Jakobsen, Pornodarstellerin Timm Vladimir (* 1968), Schauspieler und Moderator Bo Hamburger (* 1970), Radrennfahrer Jason Watt (* 1970), Autorennfahrer
Ab 1971 Lars Weiss (* 1971), Politiker, Oberbürgermeister Kopenhagens Søren Colding (* 1972), Fußballspieler Brian Hansen (* 1972), Curler Camilla Ottesen (* 1972), Fernsehmoderatorin Dion Åkerstrøm (* 1973), Bahnradsportler und Trainer Remee (* 1974), Musikproduzent Julie Arnth Jørgensen (* 1976), Juristin Thomas Rasmussen (* 1977), Fußballspieler Ida Auken (* 1978), Theologin und Politikerin, Ministerin Rikke Lylloff (* 1978), Schauspielerin Mira Wanting (1978–2012), Schauspielerin Rasmus Seebach (* 1980), Musiker Christina Krogshede (* 1981), Handballspielerin Esben Holmboe Bang (* 1982), Küchenchef und Gastronom Jasper Spanning (* 1987), Kameramann und Fotograf Anna Stokholm (* 1988), Schauspielerin Christina Haurum (* 1989), Handballspielerin Thomas Delaney (* 1991), Fußballspieler Cecilie Uttrup Ludwig (* 1995), Radrennfahrerin Johannes Ingildsen (* 1997), Tennisspieler Andreas Madsen (* 1997), Poolbillardspieler Joel Eipe (* 1997), Badmintonspieler Kira Marie Peter-Hansen (* 1998), Politikerin Johan Price-Pejtersen (* 1999), Radrennfahrer Andrea Hansen (* 2000), Handballspielerin Rigmor Ranthe (* 2003), Schauspielerin Sami Jalal (* 2004), Fußballspieler
Städtepartnerschaften mini|hochkant=1.5|Schloss Frederiksberg (1699/1703)
in Schweden seit 1947 in Grönlandforeningennordenfrederiksberg.dk , (dänisch), abgerufen am 14. April 2020 auf den Färöern in Norwegen auf Island in Finnland in Estland Weblinks
Einzelnachweise