mini|hochkant|Jean Degottex Jean Degottex (* 25. Februar 1918 in Sathonay-Camp (Rhone), Frankreich; † 9. Dezember 1988 in Paris, Frankreich) war ein französischer Maler. Er gehört zu den bedeutenden Vertretern der Abstrakten Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg.

Jean Degottex war als Künstler ein Autodidakt. Er begann, im Alter von 21 Jahren (1939) bei einem längeren Aufenthalt in Nordafrika zu malen. Er wohnte von 1938 bis 1941 in Tunis. Seine ersten Bilder sind fahlrote Landschaften im Stil des Fauvismus. Er gab diese Richtung relativ schnell auf und widmete sich ganz der abstrakten Malerei.

Im Jahr 1951 wurde er mit dem Prix Kandinsky ausgezeichnet. Im Jahre 1952 stellte er in der Galerie Maeght in Paris aus. Bereits seine zweite Einzelausstellung wurde öffentlich sehr beachtet, sie wurde von André Breton eröffnet. Jean Degottex gilt als einer der Pioniere der Lyrischen Abstraktion und des Action Painting. Ab 1953 stellte er in der Ausstellung: „Younger European Painters“ des Solomon R. Guggenheim Museums aus, seine Kunst hatte in New York City enorme Ausstrahlung und Einfluss auf die jungen Maler der New York School. Im Jahr 1959 ist Degottex Teilnehmer der documenta 2 in Kassel.

In seiner Kunst verwendete Degottex oft asiatische Materialien, wie chinesische Tusche und Chinapapier bzw. Xuan-Papier sowie moderne neben traditionellen Materialien wie Klebstoff und Acryl zusammen. Er kombinierte westlichen Stilrichtungen mit den Gesten und dem Pinselstrich der Kalligrafie. Ende der 1960er Jahre malte er seine berühmten „Métasphères“, wo er auf monochromen Malereien einen vollkommenen Kreis als Symbol von Universalität zog.

Jean Degottex lebte und arbeitete über dreißig Jahre in Gordes in der Provence, weil, wie er sagte „das dortige blaue Licht“ so sehr zu seiner Kunst passe.

Werke in Museen und Sammlungen The Solomon R. Guggenheim Museum, New York, USA The Minneapolis Institute of Arts, USA Königliche Museen der Schönen Künste, Brüssel Musée des Beaux-Arts de Liège, Lüttich Museum des 20. Jahrhunderts, Wien Pinacothàque de GutaÔ, Osaka, Japan Musée National de Bezalel, Jerusalem, Israel Collection Peter Stuyvesant, Amsterdam Musée National d’Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris Musée de Peinture et de Sculpture de Grenoble Musée Cantini, Marseille Malmö Konsthall, Schweden Musée d’Art Moderne de la ville de Paris Musée de Dijon Cabinet d’Art Graphique, Centre Georges Pompidou, Paris Régie Renault, Recherches Art et Industrie Fonds National d’Art Contemporain, Paris Musée de Toulon The Ohara Museum of Art, Tokio Fondation A. Maeght, Saint-Paul-de-Vence Musée d’Évreux Fonds Régional d’Art Contemporain de Bretagne Musée de Dunkerque Fonds Régional d’Art Contemporain, Provence-Alpes-Côte d’Azur Fonds Régional d’Art Contemporain, Languedoc-Roussillon Fonds Régional d’Art Contemporain, Haute-Normandie

Literatur

Ausstellungskatalog zur documenta II (1959) in Kassel: II.documenta’59. Kunst nach 1945. Katalog: Band 1: Malerei; Band 2: Skulptur; Band 3: Druckgrafik; Textband. Kassel/Köln 1959

Weblinks

Beispiele seiner Arbeiten

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