Die HMAS Dechaineux (SSG 76) ist das vierte gebaute U-Boot der australischen Collins-Klasse, die aktuell die modernsten und momentan einzigen im Einsatz befindliche U-Boot-Klasse der Royal Australian Navy darstellen.
Das Schiff trägt den Namen des australischen Kapitäns Emile Dechaineux. Dechaineux fiel 1944 in der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte infolge des ersten verzeichneten japanischen Kamikaze-Angriffes.
Das U-Boot wurde am 4. März 1993 in Osborne bei Adelaide von der Australian Submarine Corporation auf Kiel gelegt, am 12. März 1998 vom Stapel gelassen und am 23. Februar 2001 in die Royal Australian Navy (RAN) in Dienst gestellt. Die Dechaineux wurde nach Kapitän Emile Dechaineux benannt, der am 21. Oktober 1944 als Kommandant der HMAS Australia bei einem Kamikazeangriff getötet wurde. Am Stapellauf 1998 nahmen Dechaineuxs Witwe und sein Sohn Commodore Peter Dechaineux teil. Das Kriegsschiff wurde 2001 in Dienst gestellt.
Am 12. Februar 2003 befand sich die Dechaineux vor der Küste Westaustraliens in der Nähe ihrer maximal zulässigen Tauchtiefe, als ein Seewasserschlauch platzte.Australian Associated Press, Navy forced to reduce subs' diving depth Das unter hohem Druck stehende Seewasser flutete den unteren Maschinenraum, bevor der Schlauch abgedichtet werden konnte. Schätzungen zufolge hätte das Gewicht des Wassers die Dechaineux daran gehindert, wieder aufzutauchen, wenn der Wassereinbruch weitere zwanzig Sekunden angedauert hätte. Die Royal Australian Navy (RAN) beorderte die U-Boote der Collins-Klasse nach dem Vorfall zurück in den Stützpunkt. Da die Ingenieure den Fehler in den Leitungen, der den Vorfall verursacht hatte, nicht feststellen konnten, ordnete die RAN an, die maximal zulässige Tauchtiefe für alle Boote dieser Klasse zu reduzieren.
Weblinks
Seite der Australischen Marine über die Dechaineux (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Collins-Klasse