Seriatopora ist eine Gattung der Steinkorallen (Scleractinia). Da sie äußerst filigrane Skelette mit spitzen Enden haben, werden sie im deutschen als Dornenkorallen, Nadelkorallen oder Dornenkronenkorallen bezeichnet.
Verbreitung Alle Seriatopora-Arten kommen in den Korallenriffen des Roten Meeres und des Indopazifik von der Küste Ostafrikas bis nach Samoa vor. Daneben gibt es noch einige Populationen im zentralen Pazifik.
Merkmale Der Gattungsname Seriatopora kommt von den in Reihen (Series, lat. = Reihe) angeordneten Polypen. Dies unterscheidet sie von verwandten Korallengattungen wie Pocillopora und Stylophora aus der gleichen Familie. Die Korallen bilden kleine und mittelgroße Kolonien, die filigrane, zerbrechliche, dichtverzweigte, am Ende oft spitze Äste bilden.
Ökologie Alle Seriatopora-Arten leben mit Algen aus der Gruppe der Dinoflagellaten in Symbiose. Die Zooxanthellen versorgen die Koralle mit Nährstoffen. Außerdem leben die kleinen Gallkrabben Hapalocarinus marsupialis in einem kommensalen Verhältnis mit den Korallen. Auf unbekannte Weise bringen die Krabbenweibchen die Korallen dazu, ihre Wuchsform zu ändern und eine Korallengalle ähnlich wie die Pflanzengallen zu bilden. Das Weibchen wird darin eingeschlossen und hat nur noch durch ein kleines Loch Kontakt nach außen. Die Männchen leben, farblich an die Koralle angepasst, zwischen den Ästen.
Arten Das World Register of Marine Species (WoRMS) listet 7 Arten der Gattung Seriatopora.
Seriatopora aculeata Quelch, 1886 Seriatopora caliendrum Ehrenberg, 1834 Seriatopora dentritica Veron, 2000 Seriatopora guttata Dana, 1846 Seriatopora hystrix Dana, 1846 Seriatopora octoptera Ehrenberg, 1834 Seriatopora stellata Quelch, 1886
Literatur S. A. Fosså, & A. J. Nilsen: Korallenriff-Aquarium. Band 4, Birgit Schmettkamp Verlag, Bornheim, 1995, ISBN 3-928819-05-4. Julian Sprung: Korallen, Dähne Verlag, 2000, ISBN 3-921684-87-0
Weblinks
Quellen
Kategorie:Steinkorallen Kategorie:Scleractinia