mini|Logo Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern (Eigenschreibweise seit 2016: FILMKUNSTFEST MV; zuvor: filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern oder filmkunstfest M-V) ist ein seit 1991 jährlich Anfang Mai stattfindendes Filmfestival in Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern (bis 2007 als Filmkunstfest Schwerin). Es gilt mit bis zu 19.000 ausgegebenen Tickets als eines der großen Publikumsfestivals in den Neuen Bundesländern. Veranstalter des Filmkunstfest MV ist die in Schwerin ansässige FILMLAND MV gGmbH,Filmkunstfest MV 2021 erstmals im Spätsommer, auf ndr.de, abgerufen am 17. Januar 2021 die auch für die Organisation der „Schulkinowochen MV“ und die seit zwei Jahren stattfindende Verleihung des Kinokulturpreises MV für Filmtheater mit einer besonderen Programmgestaltung verantwortlich zeichnet.

Veranstalter und Veranstaltungsorte miniatur|Capitol Schwerin mit Veranstaltungshinweis für das Filmkunstfest 2025 Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist seit 2007 der Nachfolger vom FilmKunstFest Schwerin, das im Wendejahr 1991 von norddeutschen Filmemachern ins Leben gerufen wurde. Das Festival umfasst bis zu einhundert längere und kurze Filme in zehn verschiedenen Sektionen und findet traditionell in der ersten Maiwoche des Jahres in der Landeshauptstadt Schwerin statt. Hauptspielstätte ist das Schweriner Kino Capitol. Weitere Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen finden u. a. an weiteren Schauplätzen der Landeshauptstadt statt, z. B. in den Schweriner Höfen, im Schleswig-Holstein-Haus, dem Schweriner Dom, dem E-Werk, dem „Speicher“ und im Ruderhaus am Schweriner See statt. Aufgrund der Corona-Viruspandemie fand das Filmkunstfest MV als eines der ersten Filmfestivals überhaupt unter dem Motto #FilmkunstzuHause als reine Online-Ausgabe statt, wobei 29 Filmprogramme mit 50 langen und kurzen Filmen zwischen dem 5.–10. Mai 2020 als Streams abrufbar waren. Alle Filmsektionen, die Teil des Filmkunstfests MV sind, waren auch im Online-Angebot enthalten: Das Filmkunstfest MV richtet vier Wettbewerbsprogramme in den Bereichen Spielfilm, Dokumentarfilm, Kinder- und Jugendfilm und Kurzfilm aus. Zugelassen sind Kinoproduktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Koproduktionen mit diesen Ländern. Filme, die nicht in einer deutschen Fassung vorliegen, müssen mit deutschen Untertiteln versehen sein.

Die Preise werden von professionellen Fachjurys bzw. einer Jugendjury vergeben. Bestandteile des Festivalprogramms sind außerdem die Hommage für den Ehrenpreisträger, aktuelle Filme eines Gastlandes, das jährlich wechselt, der Focus Baltic Sea mit Produktionen aus den Ländern der Ostseeregion, die Filmreihe mit DEFA-Produktionen und die Reihe ‚Gedreht in MV‘. Beim Festival werden 13 Preise von verschiedenen Stiftern, zum Beispiel der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, den Landeshauptstadt Schwerin, den Stadtwerken Schwerin oder dem NDR in einer Gesamthöhe von 40.000 Euro vergeben. Zuletzt ist der Preis für die beste Bildgestaltung in einem Dokumentarfilm – gestiftet von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin – hinzugekommen, außerdem werden während des Festivals auch Stipendien für Drehbuchautoren und Drehbuchautorinnen vergeben, die einen einmonatigen Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop an der Ostseeküste beinhalten.

Ehrenpreis des Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern Der Goldene Ochse (Anspielung auf das Landeswappen von Mecklenburg) ist der Ehrenpreis des FILMKUNSTFEST MV, vergeben für herausragende Beiträge zur nationalen Filmkultur. Bisherige Preisträger:

2002: Frank Beyer 2003: Mario Adorf 2004: Götz George 2005: Senta Berger und Michael Verhoeven 2006: Bruno Ganz 2007: Hannelore Elsner 2008: Klaus Maria Brandauer 2009: Michael Ballhaus 2010: Manfred Krug 2011: Katrin Sass 2012: Otto Sander 2013: Michael Gwisdek 2014: Hanna Schygulla 2015: Wolfgang Kohlhaase 2016: Christine Schorn 2017: Iris Berben 2018: Henry Hübchen 2019: Katharina Thalbach 2021: (verschoben von 2020) Ulrich Tukur 2022: Matthias Habich 2023: Corinna Harfouch 2024: Volker Schlöndorff 2025: Barbara Sukowa 2026: Armin Mueller-Stahl

Jurys

Spielfilmjury

2010: Michael Ballhaus, Wolfgang Kohlhaase, Christoph Hein, Helke Misselwitz, Hannelore Elsner 2011: Thomas Koebner, Linda Söffker, Franz Müller, Gerhard Midding, Jan Henrik Stahlberg 2012: Renate Krößner, Maria Schrader, Ulrich Matthes, Jan Schomburg, Rudolf Worschech 2013: Sheri Hagen, Sarah-Judith Mettke, Hinnerk Schönemann, Ludwig Trepte, Patrick Seyboth 2014: Maria Dragus, Michael Kind, Claudia Lenssen, Heide Schwochow, Björn Vosgerau, Jörg Höhne 2015: Ulrike Krumbiegel, Heike Makatsch, Peter Rommel, Hans-Christian Schmid, Rainer Simon 2016: Sabine Boss, Inka Friedrich, Christine Haupt, Wolfgang Kohlhaase, Julia Jäger 2017: Annett Renneberg, Heike Parplies, Wolfgang Winkler, Lutz Seiler, Christian Schwochow 2018: Mascha Schilinski, Monika Schindler, Marie-Lou Sellem, Victoria Trauttmansdorff, Dito Tsintsadze 2019: Anna Thalbach, Susanne Hopf, Wolfgang Fischer, Jutta Hoffmann, Hansjörg Weißbrich. Pressemitteilung vom 5. Mai 2019:, abgerufen am 10. Mai 2019. 2021: Bernd Böhlich, Silke Buhr, Lana Cooper, Jörg Hauschild, Bernd Michael Lade 2022: Peter R. Adam, Lucia Chiarla, Florian Koerner von Gustorf, Gregor Sander, Franziska Troegner 2023: Dieter Kosslick, Rick Okon, Julia Richter 2024: Anne Ratte-Polle, Milan Peschel, Georg Maas 2025: Andreas Dresen, Henriette Confurius, Sebastian Urzendowsky 2026: Henk Handloegten, Barbara Philipp, Aelrun Goette

Dokumentarfilmjury

2014: Malou Berlin, Leopold Grün, Ralf Schenk 2015: Simon Baumann, Martin Blaney, Volker Koepp 2016: Tatiana Brandrup, Winfried Junge, Thomas Plenert 2017: Grit Lemke, Helke Misselwitz, Britta Wauer 2018: Voxi Bärenklau, Pepe Danquart, Luise Makarov 2019: Sophie Maintigneux, Marita Stocker, Arman T. Riahi 2021: Frank Amann, Christin Freitag, Thomas Heise 2022: Susanna Salonen, Judith Keil, Andreas Voigt 2023: Thomas Fürhapter, Annekatrin Hendel, Susanne Regina Meures 2024: Fabiana Fragale, Christoph Eder, Carsten Rau 2025: Lilith Kugler, Britt Beyer, Börres Weifenbach 2026: Alina Cyranek, Meike Martens, Volker Langhoff

Kurzfilmjury

2011: Stefan Kurt, Alice Dwyer, Jeanette Würl, Dirk Lütter, Ulrike Vahl 2012: Jule Böwe, Winfried Glatzeder, André Hennicke, Sven Taddicken, Christian Granderath 2013: Luisa Sappelt, Charly Hübner, Heinz Herrmanns, Wolfgang Winkler, Thorsten Merten 2014: Mo Asumang, Bettina Blümner, Jutta Wille 2015: Thomas Bartels, Philipp Döring, Stephanie Stremler 2016: Sung-Hyung Cho, Bernd-Günther Nahm, Karsten Wiese 2017: Odine Johne, Susanne Bormann, Alexander Lahl 2018: Juliane Ebner, Gisa Flake, Simon Ostermann 2019: Thelma Buabeng, Britta Strampe, Matthias Sahli 2021: Xaver Böhm, Hannah Dörr, Anatol Schuster 2022: Bernhard Conrad, Rolf Hellat, Clara Winter 2023: Sebastian Brauneis, Susann Maria Hempel, Jochen Kuhn 2024: Francy Fabritz, Maria Trigo Teixeira, Aleksey Lapin 2025: Sophia Moccorea, David Graudenz, Frédéric Schuld 2026: Afsun Moshiry, Sylke Gottlebe, Victor Orozco Ramirez

Jury der deutschsprachigen Filmkritik in der FIPRESCI (Spielfilmwettbewerb)

2011: Irene Genhart, Frank-Burkhard Habel, Gunnar Landsgesell 2012: Beat Glur, Hans Christian Leitich, Ingrid Beerbaum 2013: Sonia Lazslo, Wilfried Hippen, Rolf Breiner 2014: Carola Fischer, Erika Richter, Thomas Taborsky 2015: Rolf-Ruediger Hamacher, Christine Deriaz, Achim Hättich 2016: Reinhard Kleber, Hans Christian Leitich, Georges Wyrsch 2017: Peter Holdener, Sabina Zeithammer, Andreas Wirwalski 2018: Dinara Maglakelidze, Frank-Burkhard Habel, Marian Wilhelm 2019: Teresa Vena, Susanne Gottlieb, Radovan Holub 2021: Barbara Gasser, Frank-Burkhard Habel, Peter Holdener 2022: Beat Glur, Marc Hairapetian, Maximilian Schäffer 2023: Rolf Breiner, Bettina Hirsch, Sandy Kolbuch 2024: Kira Taszman, Geri Krebs, Wilfried Hippen 2025: Sarah Stutte, Hadwiga Fertsch-Röver, Roman Scheiber 2026: Walter Gasperi, Madeleine Hirsiger, Ingrid Beerbaum

Spielfilmwettbewerb Im Spielfilmwettbewerb treten zehn Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz um den Hauptpreis Fliegender Ochse und sieben weitere Auszeichnungen an. Verliehen werden die Preise:

Hauptpreis „Der Fliegende Ochse“ Der Fliegende Ochse ist der Hauptpreis beim Spielfilmwettbewerb des FILMKUNSTFEST MV. Er wurde bis 2016 vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Mecklenburg-Vorpommern gestiftet. Seit 2017 wird der Preis durch die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern gestiftet. Seit 2012 ist die Auszeichnung mit 10.000 Euro dotiert. Der Spielfilmwettbewerb mit aktuellen Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz steht gemeinsam mit den Wettbewerben für Dokumentarfilme und Kurzfilme im Zentrum des Festivals.

Preisträger seit 1997: 1997: Helke Misselwitz für Engelchen 1998: Andreas Dresen für Raus aus der Haut 1999: Andreas Dresen für Nachtgestalten 2000: Franziska Buch für Verschwinde von hier 2001: Esther Gronenborn für 99 Euro Balkan Rhapsody 2002: Ulrich Köhler für Bungalow 2003: Anne Wild für Mein erstes Wunder 2004: Michael Sturminger für Hurensohn 2005: Esther Gronenborn für Adil geht 2006: Benjamin Heisenberg für Schläfer 2007: Barbara Albert für Fallen 2008: Götz Spielmann für Revanche 2009: Arash T. Riahi für Ein Augenblick Freiheit 2010: Franz Müller für Die Liebe der Kinder 2011: Jan Schomburg für Über uns das All 2012: Hans-Christian Schmid für Was bleibt 2013: Friederike Jehn für Draussen ist Sommer 2014: Umut Dağ für Risse im Beton 2015: Sabine Boss für Der Goalie bin ig 2016: Barbara Eder für Thank You for Bombing 2017: Mascha Schilinski für Die Tochter 2018: Wolfgang Fischer für Styx 2019: Nora Fingscheidt für Systemsprenger. Artikel vom 4. Mai 2019, abgerufen am 10. Mai 2019. 2021: David Clay Diaz für Me, We 2022: Kurdwin Ayub für Sonne 2023: Chris Raiber für Sterne unter der Stadt 2024: Andreas Dresen für In Liebe, Eure Hilde 2025: Lauro Cress für Ungeduld des Herzens 2026: Mike van Diem für Our Girls

NDR-Regiepreis Gestiftet vom Norddeutschen Rundfunk. Preisträger seit 2007: 2007: Oliver Rihs für Schwarze Schafe 2008: Stefan Jäger für Hello Goodbye 2009: Arash T. Riahi für Ein Augenblick Freiheit 2010: Jasmila Žbanić für Zwischen uns das Paradies (Na Putu) 2011: Christine Repond für Silberwald 2012: Sarah-Judith Mettke für Transpapa 2013: Stephan Lacant für Freier Fall 2014: Men Lareida für Viktoria – A Tale of Grace and Greed 2015: Karim Patwa für Driften 2016: Anne Zohra Berrached für 24 Wochen 2017: Adrian Goiginger für Die beste aller Welten 2018: Milko Lasarow für Nanouk 2019: Marie Kreutzer für Der Boden unter den Füßen 2021: Florian Dietrich für Toubab 2022: Emily Atef für Mehr denn je 2023: Helmut Köpping und Michael Ostrowski für Der Onkel – The Hawk; und zu gleichen Teilen Max Gleschinski für Alaska 2024: Julia von Heinz für Treasure – Familie ist ein fremdes Land und Elisabeth Scharang für Wald 2025: Pia Hierzegger für Altweibersommer 2026: Abu Bakr Shawky für The Stories

Nachwuchsförderpreis Gestiftet von der DEFA-Stiftung. Preisträger seit 2007: 2007: Ann-Kristin Reyels für Jagdhunde 2008: Brigitte Maria Bertele für Nacht vor Augen 2009: Almut Getto für Ganz nah bei Dir 2010: Dietrich Brüggemann für Renn, wenn du kannst 2011: Andreas Kannengießer für Vergiss dein Ende 2012: Wurde im Dokumentarfilmwettbewerb vergeben 2013: Aron Lehmann für Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel 2014: Anna Hofmann für Poka – heißt Tschüss auf Russisch 2015: Andreas Pieper für Nachspielzeit 2016: Carl Gerber, Anne Zohra Berrached für das Drehbuch von 24 Wochen 2017: Mia Spengler für Back for Good 2018: Julian Pörksen für Whatever Happens Next 2019: Nora Fingscheidt für Systemsprenger