Friedrich „Fritz“ Riess, vielfach aber auch Rieß geschrieben, (* 11. Juli 1922 in Nürnberg; † 15. Mai 1991 in Samedan, Schweiz) war ein deutscher Autorennfahrer.
Karriere Die Motorsportkarriere von Fritz Riess begann in den Jahren 1936 bis 1939 mit Motorrad-Gelände- und -Zuverlässigkeitsfahrten auf BMW. Nach dem Zweiten Weltkrieg fuhr er zunächst Rennwagen von Veritas und AFM. Am 3. August 1952 beim Großen Preis von Deutschland nahm er mit einem Veritas RS am Rennen teil und erreichte mit zwei Runden Rückstand auf den Sieger Alberto Ascari (Ferrari) den 7. Platz. Es blieb seine einzige Teilnahme an einem Lauf zur Fahrer-Weltmeisterschaft.Michael Behrndt, Jörg-Thomas Födisch, Matthias Behrndt: Deutsche Rennfahrer. Heel Verlag, Königswinter 2008, ISBN 978-3-86852-042-2, S. 72.
Seinen größten Erfolg im Motorsport erzielte er im Sportwagen. 1952 errang er bei der 20. Auflage der 24 Stunden von Le Mans gemeinsam mit Hermann Lang den Gesamtsieg. Es war der erste Auftritt der Daimler-Benz AG in diesem Rennen nach dem Zweiten Weltkrieg. Lang und Riess siegten in ihrem Mercedes-Benz 300 SL mit einem Schnitt von 155,575 km/hRacingsportscars.com. Abgerufen am 23. Mai 2017. und distanzierten dabei ihre beiden Teamkollegen Theo Helfrich und Helmut Niedermayr um eine Runde.
Im gleichen Jahr hatte Riess auf Veritas beim Eifelrennen die Sportwagenklasse bis 2000 cm³ gewonnen, mit 1,3 Sekunden Vorsprung vor Toni Ulmen, ebenfalls auf Veritas.Michael Behrndt, Jörg-Thomas Födisch, Matthias Behrndt: ADAC Eifelrennen. Heel Verlag, Königswinter 2009, ISBN 978-3-86852-070-5.
1953 fuhr er noch einige Sportwagenrennen auf Alfa Romeo, bevor er den Rennsport aus familiären und beruflichen Gründen aufgab.
Statistik
Statistik in der Automobil-Weltmeisterschaft Gesamtübersicht Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.Rennrunden Punkte WM-Pos. 1952 Fritz Riess Veritas RS Veritas 2.0 L6 1 − − − − − − NC Gesamt 1 − − − − − −
Einzelergebnisse Saison 1 2 3 4 5 6 7 81952 7
Le-Mans-Ergebnisse
Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1952 Daimler-Benz AG Mercedes-Benz 300 SL Hermann Lang Gesamtsieg 1953 SPA Alfa Romeo Alfa Romeo 6C 3000 CM Karl Kling Ausfall Antriebswelle
Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft
Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 1953 Alfa Romeo Alfa Romeo 6C 3000 CM DNF 1956 Fritz Riess Mercedes-Benz 300 SL 10 DNF 1957 Fritz Riess Mercedes-Benz 300 SL 20
Literatur Steve Small: Grand Prix Who’s who. 3rd Edition. Travel Publishing, Reading 2000, ISBN 1-902007-46-8.
Weblinks
Bild: Hermann Lang und Fritz Riess (rechts)
Einzelnachweise
Kategorie:Formel-1-Rennfahrer (Deutschland) Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Kategorie:Sieger des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Kategorie:Geboren 1922 Kategorie:Gestorben 1991 Kategorie:Mann Kategorie:Sportwagen-WM-Rennfahrer Kategorie:Deutscher