Dieser Artikel behandelt die ungarische Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938.
Qualifikation Ungarn - Griechenland 11:1 Zsengellér (15., 23., 25., 65., 81.), Titkos (18., 75.), Vincze (26.), Nemes (34., 40., 52.) / Makris (89.)
Aufgebot Name Verein zu WM-Beginn Geburtstag Torhüter József Háda 02.03.1911 József Pálinkás 10.03.1912 Antal Szabó 04.09.1910 Abwehr Sándor Bíró 19.08.1911 Lajos Korányi 15.05.1907 Mittelfeld István Balogh 21.09.1912 János Dudás 11.01.1911 Gyula Lázár 24.01.1911 Gyula Polgár 08.02.1912 Béla Sárosi 15.08.1919 Antal Szalay 12.03.1912 György Szűcs 23.04.1912 József Turay 01.03.1905 Angriff Mihály Bíró 27.09.1919 László Cseh 04.04.1910 Vilmos Kohut 17.07.1906 György Sárosi 16.09.1912 Ferenc Sas 16.08.1915 Pál Titkos 08.01.1908 Géza Toldi 11.02.1909 Jenő Vincze 20.11.1908 Gyula Zsengellér 27.12.1915 Trainer 13.02.1893
Spiele der ungarischen Mannschaft Achtelfinale ca. 8.000 Vélodrome Municipal (Reims) Ungarn Niederländisch-Indien Conrié (Frankreich) 6:0 (4:0) 1:0 Kohut (13.)2:0 Toldi (15.)3:0 Sárosi (28.)4:0 Zsengellér (35.)5:0 Zsengellér (78.)6:0 Sárosi (89.)
Der spätere Finalist hatte mit dem klaren Außenseiter-Team aus Niederländisch-Indien keinerlei Probleme.
Viertelfinale 14.000 Stade Victor Boucquey (Lille) Schweiz Ungarn Barlassina (Italien) 0:2 (0:1) 0:1 Sárosi (40.)0:2 Zsengellér (89.)
Die Schweizer mussten sich den Ungarn mit 0:2 beugen.
Halbfinale 22.000 Parc des Princes (Paris) Ungarn Schweden Leclerq (Frankreich) 5:1 (3:1) 0:1 Nyberg (1.)1:1 Zsengellér (19.)2:1 Sas (37.)3:1 Zsengellér (39.)4:1 Sárosi (65.)5:1 Zsengellér (85.)
Schweden wollte im Halbfinale gegen die Ungarn da weitermachen, wo es gegen Kuba aufgehört hatte und führte bereits nach einer Minute durch Nyberg mit 1:0. Zsengellér mit einem Dreierpack (19., 39. und 85.), Sas (37.) und Sárosi (65.) machten jedoch jede schwedische Hoffnung zunichte. Es wird überliefert, dass sich die Magyaren gegen die Skandinavier sogar schon fürs Finale schonten und in der letzten halben Stunde nur noch das Nötigste taten...
Finale 60.000 Stade Olympique de Colombes (Paris) Ungarn Italien Capdeville (Frankreich) 2:4 (1:3) 0:1 Colaussi (6.)1:1 Titkos (8.)1:2 Piola (16.)1:3 Colaussi (35.)2:3 Sárosi (70.)2:4 Piola (82.)
Im Finale trafen Italien (Stärken: Kampf, Erfolgsbessenheit, Cleverness) und Ungarn (Stärken: Technik, Eleganz, Angriff) aufeinander. Die favorisierten Italiener gingen schon nach sechs Minuten durch ihren Linksaußen Colaussi in Front. Ungarn glich umgehend durch seinen Linksaußen Titkos (8.) aus. Ein toller Spielzug über vier Stationen landete in der 16. Minute vor den Füßen des wohl besten Italieners, Silvio Piola. Seine ‚Bombe‘ aus ca. 10 Metern schlug unhaltbar für Keeper Szabó ein. Auch beim vorentscheidenden 3:1 war Piola involviert. Sein Zuckerpass auf Colaussi nutzte dieser kaltblütig aus (35.). Dank seiner stabilen Abwehr überstand die Pozzo-Truppe auch die wütenden Angriffsversuche der Ungarn nach dem Seitenwechsel. Nicht verhindern konnten die Italiener jedoch das Anschlusstor zum 2:3 durch Ungarns Mannschaftskapitän Dr. Sárosi (70.). Wieder war es Piola, dessen kraftvoller Linksschuss zum 4:2 (80.) auch die letzten Hoffnungen der Magyaren zerstörte. 55.000 Zuschauer, die mehrheitlich den vermeintlich Schwächeren, das Team Ungarns, anfeuerten, mussten neidlos anerkennen, dass die bessere Mannschaft ihren Titel verteidigen konnte.
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#1938 Ungarn