mini|alt=Claus Dieter Clausnitzer mit hellem Haar und Halbglatze. Er trägt ein dunkles Oberteil über einem weißen T-Shirt und eine Halskette mit einem runden Anhänger. Im Hintergrund sind eine Metallstange mit einem Haken daran sowie ein weißes Tuch oder Vorhang sichtbar, das von der Stange hängt. Die Umgebung ist schlicht gehalten, ohne auffällige Dekorationen oder Farbakzente.|Claus Dieter Clausnitzer (2013)

Claus Dieter Clausnitzer (* 15. Januar 1939 in Saarbrücken) ist ein deutscher Schauspieler, Musiker und Synchronsprecher.

Leben und Wirken Ausbildung und Theaterarbeit Clausnitzer absolvierte sein Schauspielstudium an der Neuen Münchner Schauspielschule. Seine Engagements und Gastspiele führten ihn unter anderem an das Residenztheater München, das Theater St. Gallen, das Deutsche Theater Göttingen, das Theater Bremen, das Schauspielhaus Bochum und das Theaterlabor George Tabori. Er trat bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, den Kreuzgangspielen Feuchtwangen, den Burgfestspielen Würzburg und den Sommerspielen Innsbruck auf. Von 1976 bis 2010 gehörte Clausnitzer zum Ensemble des Schauspiels Dortmund. Das Theater Dortmund ehrte ihn im Jahr 2007 mit dem Titel Kammerschauspieler.

Im Jahr 1988 spielte er die Rolle des Schlomo Herzl in der deutschen Erstaufführung des Dramas Mein Kampf am Schauspiel Dortmund.

Clausnitzer leitete zwei Jahre lang die Studiobühne der Neuen Münchner Schauspielschule.

Fernseharbeit 1976/77 trat Clausnitzer in drei Sketchen von Loriots Sendereihe Loriot auf. In Der Lottogewinner und Die Sahnetorte spielte er jeweils einen genervten Regisseur, in Herrenmoden war er als Kunde eines Herrenbekleidungsgeschäfts zu sehen. 1997 hatte er eine kleine Nebenrolle in der zweiten Ballauf-und-Schenk-Tatort-Folge Bombenstimmung. Seit Oktober 2002 ist er regelmäßig als Vater des Hauptkommissars Frank Thiel (Axel Prahl) im WDR-Tatort Münster zu sehen. Von Dezember 2012 (Folge 1401) bis Mai 2025 (Folge 4160) spielte er mit teils längeren Unterbrechungen in der täglich ausgestrahlten ARD-Telenovela Rote Rosen den Ex-Schuhmacher und Ex-Rockgitarristen Hannes Lüder.

Daneben ist Clausnitzer auch als Synchronsprecher tätig.

Privates Clausnitzer wohnt in Dortmund und ist Anhänger von Borussia Dortmund.GIG: Gala (Münster), In-Side, Alexandra Mai, Februar 2019, Nr. 393, S. 46

Im Herbst 2020 unterstützte er die Aufklärungskampagne des Deutschen Hanfverbandes Promis für LegalisierungPromis für Legalisierung, auf hanfverband.de und wird dort zitiert mit „Ne fette Cannabis-Steuer und alle sind glücklich“.

Filmografie 1968: Antigone 1975: Berlinger 1976–1977: Loriot I–III (Comedy-Serie) 1982: Hambacher Frühling 1987: Ein Fall für TKKG (Fernsehserie, Folge: Gangster auf der Gartenparty) 1987: Der Unsichtbare 1989: Schwarzenberg 1993: Maus und Katz 1995: Der Sandmann 1995: Balko (Fernsehserie, 1 Folge) 1996: Tödliche Wende 1997: Tatort: Bombenstimmung (Fernsehreihe) 1998–2001: Die Wache (Fernsehserie, 3 Folgen, verschiedene Rollen) 1998: Freundinnen & andere Monster 1998: Die Mädchenfalle – Der Tod kommt online 1999: SK Kölsch (Fernsehserie, Folge: Eine brandheiße Frau) 1999: Die Todesgrippe von Köln 2000: Die Rettungsflieger (Fernsehserie, Folge: Nachwuchs im Team) 2000: Die Motorrad-Cops – Hart am Limit (Fernsehserie, 1 Folge) 2000: Oi! Warning 2001: Lindenstraße (Fernsehserie, 2 Folgen) 2002: Im Namen des Gesetzes (Fernsehserie, 1 Folge) 2002: Der kleine Mönch (Miniserie) seit 2002: Tatort (Fernsehreihe, siehe Thiel und Boerne) 2003: Doppelter Einsatz (Fernsehserie, Folge: Heiße Fracht) 2003: Das Wunder von Lengede 2003–2015: SOKO Köln (Fernsehserie, 3 Folgen, verschiedene Rollen) 2004: Alphateam – Die Lebensretter im OP (Fernsehserie, 1 Folge) 2004: Drechslers zweite Chance 2004: Mit Herz und Handschellen (Fernsehserie, 1 Folge) 2005: Leben mit Hannah 2005: Sonntag (Kurzfilm) 2006: Alles was zählt (Fernsehserie, 2 Folgen) 2007: Contergan 2007–2023: In aller Freundschaft (Fernsehserie, 3 Folgen, verschiedene Rollen) 2007: Gegenüber 2008: Das Kabinett (Kurzfilm) 2009: Vulkan 2010: SOKO Leipzig (Fernsehserie, Folge: Das Geisterhaus) 2010: Schenk mir dein Herz 2011–2015: Knallerfrauen (Comedy-Serie) 2012–2025: Rote Rosen (Fernsehserie) 2013: SOKO Wismar (Fernsehserie, Folge: Als der Fremde kam) 2015: Küstenwache (Fernsehserie, Folge: Euphorin) 2015–2019: Meuchelbeck (Fernsehserie, alle Folgen) 2016: Die Rosenheim-Cops (Fernsehserie, Folge: Tödliche Laster) 2018: Die Martina Hill Show (Comedy-Serie) 2023: Bus (Kurzfilm)

Hörspiele 1992: Werner Schmitz: Schön war die Zeit – Regie: Hein Bruchl (Kriminalhörspiel – WDR) 2005: Karlheinz Koinegg: Ritter Artus und die Ritter der Tafelrunde (Kranker Ritter) – Regie: Angeli Backhausen (Kinderhörspiel (6 Teile) – WDR) 2009: Hundert Kilometer Emschergeschichten, Musik & Regie: Frank Fröhlich, Goldmund Hörbücher ISBN 978-3-939669-14-2 2009: Robert Erskine Childers: Das Rätsel der Sandbank – Regie: Boris Heinrich (WDR) 2012: Point Whitmark (Hörspielreihe), Folge 35 Verirrt im Spinnenwald; Rolle: Restauranttester „Basil Cricket“

Auszeichnungen 1990: NRW-Schauspielerpreis für die Titelrolle in Tankred Dorsts Drama Korbes

Weblinks

Informationen bei der Agentur Lux

Einzelnachweise

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