Oberbussnang, schweizerdeutsch Oberbusslig,Oberbussnang Auf ortsnamen.ch (Online-Datenbank), abgerufen am 15. Februar 2020 ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Ortschaft der Gemeinde Bussnang im Bezirk Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Die Ortsgemeinde Oberbussnang gehörte von 1803 bis 1995 zur ehemaligen Munizipalgemeinde Bussnang. Am 1. Januar 1996 fusionierte die Ortsgemeinde Oberbussnang im Rahmen der Thurgauer Gemeindereform zur politischen Gemeinde Bussnang.

Geographie Die Gemeinde umfasste das am Furtbach und an der Landstrasse Weinfelden–Wil (SG) gelegene Bauerndorf Oberbussnang sowie die Weiler Margenmühle und Neuberg.

Geschichte mini|280px|links|Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1996 Oberbussnang wurde 857 als duobus Bussenanc erstmals urkundlich erwähnt. Im Frühmittelalter war das Kloster St. Gallen in Oberbussnang begütert. Die Zehntrechte gingen von St. Gallen 1293 an das Kloster Feldbach bzw. Konrad von Öhningen über und gelangten teilweise 1339 und ganz 1677 an die Komturei Tobel. Oberbussnang gehörte stets zur Herrschaft Bürglen und zum Niedergericht Mettlen. Kirchlich teilt es seit dem Frühmittelalter das Schicksal Bussnangs.

Die Bewohner betrieben Kornbau in drei Zelgen und Weinbau und besassen keine Allmend. Ab 1620 regelte der Einzugsbrief die Niederlassung, ab 1622 die Offnung das innerdörfliche Zusammenleben. 1915 wurden in der Margenmühle die Gastwirtschaft, 1920 die Mühle und 1928 die Sägerei aufgegeben.

Wappen links|60px Blasonierung: Dreimal gesparrt von Weiss und Schwarz.Bussnang – die Gemeinde mit Zug Auf der Webseite der Gemeinde Bussnang, 2009, S. 15 (PDF; 5,0 MB)

Die Gestalt des Wappens geht auf die Freiherren von Bussnang zurück, die Farben stammen von der Stadt St. Gallen, der Besitzerin der Herrschaft Bürglen.

Bevölkerung +Bevölkerungsentwicklung von Oberbussnang Jahr 1850 1900 1950 1990 2000 2010 20182023Ortsgemeinde 366 390 359 264 Ortschaft 91 102 105mit Aussenhöfen109 Quelle Von den insgesamt 109 Einwohnern der Ortschaft Oberbussnang am 31. Dezember 2023 waren 12 bzw. 11,0 % ausländische Staatsbürger. 38 (34,9 %) waren evangelisch-reformiert und 26 (23,9 %) römisch-katholisch.

Bilder

Einzelnachweise Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau.

Anmerkungen

Kategorie:Ort im Kanton Thurgau Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Bussnang Kategorie:Gemeindeauflösung 1995