Hessenreuti, schweizerdeutsch Hesserüti,Hessenreuti Auf ortsnamen.ch (Online-Datenbank), abgerufen am 15. Februar 2020 ist eine Siedlung der Gemeinde Sulgen des Bezirks Weinfelden des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Hessenreuti bildete von 1803 bis 1816 eine Ortsgemeinde der Munizipalgemeinde Birwinken und von 1816 bis 1994 eine Ortsgemeinde der Munizipalgemeinde Bürglen. 1995 war sie der Munizipalgemeinde Sulgen angeschlossen. Am 1. Januar 1996 fusionierte die Ortsgemeinde Hessenreuti im Rahmen der Thurgauer Gemeindereform zur politischen Gemeinde Sulgen.

Geschichte mini|links|280px|Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1996 1282 wurde die Siedlung erstmals als (Hesso de) Ruti urkundlich erwähnt. Als erste bekannte Besitzer der Vogtei Hessenreuti erscheinen im 15. Jahrhundert die Herren von Roggwil. Nach einigen Besitzerwechseln war das Niedergericht Hessenreuti mit Ennetaach, Gutbertshausen, einem Teil von Götighofen und Ruppertsmoos von 1664 bis 1798 Teil der Herrschaft Bürglen. Kirchlich gehörte Hessenreuti stets zur Pfarrei Sulgen.

Acker- und Rebbau wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend von Viehzucht, Milchwirtschaft und Obstbau abgelöst. Neben der Torfgewinnung im Weinmoos wurde eine Ziegel- und Kalkbrennerei betrieben. Im 19. Jahrhundert bot die Heimweberei und um 1900 die Stickerei einen Zusatzerwerb. Trotz des Baus einiger Einfamilienhäuser ist Hessenreuti bis heute ein Bauerndorf geblieben.

Bevölkerung +Bevölkerungsentwicklung von Hessenreuti Jahr 1850 1900 1920 1950 1990 2000 2010 2018Ortsgemeinde 119 126 97 111 78 Siedlungohne Ruppertsmoos 60 61 52 Quelle

Sehenswürdigkeiten mini|Wohnhaus Lindenhof Das Wohnhaus Lindenhof ist in der Liste der Kulturgüter in Sulgen aufgeführt.

Einzelnachweise Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau.

Anmerkungen

Kategorie:Ort im Kanton Thurgau Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Sulgen TG Kategorie:Gemeindeauflösung 1995