Felben [] (im einheimischen Dialekt: []) ist ein Ortsteil der politischen Gemeinde Felben-Wellhausen im Schweizer Kanton Thurgau.
Die 1803 gebildete Munizipalgemeinde Felben vereinigte sich 1983 mit ihren Ortsgemeinden Felben und Wellhausen zur Einheitsgemeinde Felben-Wellhausen.
Geographie Das Dorf Felben liegt in der Thurebene an der Kantonsstrasse Frauenfeld–Kreuzlingen und wurde bis zur Thurkorrektion um 1880 regelmässig von Überschwemmungen betroffen. Der alte Dorfkern bildet mit den Reihen westostgerichteter Häuser und der Kirche ein Siedlungsviereck.Geschichte. Auf der Webseite der Gemeinde Felben-Wellhausen, abgerufen am 1. Januar 2020
Geschichte mini|links|Evangelische Kirche Der älteste Beleg für den Namen des Dorfes findet sich in einer Urkunde von 1178 in der Form Veluen. Er dürfte auf einen althochdeutschen Flurnamen *(bî den) fëlwen ‚bei den Weiden‘ zurückgehen.Philipp Obrist: Felben-Wellhausen TG (Frauenfeld). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Hrsg. vom Centre de dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 348.
Römische Münzfunde deuten auf römerzeitlichen Verkehr. Damals verlief die Heerstrasse Winterthur–Pfyn durch die Gegend. 1178 trat das Kloster Alt St. Johann im Toggenburg in Felben als Grundherr auf. Gerichtsherr war vom Spätmittelalter bis 1798 die Stadt Frauenfeld.
Vor der Reformation gehörte Felben, das vermutlich ab dem 9. Jahrhundert eine Kapelle besass, zu Pfyn. Spätestens ab 1569 bildete Felben mit Wellhausen eine reformierte Kirchgemeinde, deren Kollatur die Herrschaft Wellenberg und die Stadt Frauenfeld innehatten, während die Katholiken zu Frauenfeld gehörten.
+Bevölkerungsentwicklung 1850 1900 1950 1980 Munizipalgemeinde 479 573 778 1161 Ortsgemeinde 200 281 424 525 Bis ins 19. Jahrhundert war Kornbau in drei Zelgen üblich. Nach 1860 nahmen Vieh- und Milchwirtschaft zu. 1909, 1920–1925 und 1969–1983 erfolgten Entwässerungen und eine Gesamtmelioration, nach 1940 wurde der Ackerbau intensiviert (Zuckerrüben). Um 1900 boten Stickerei, Ziegelei und Sandgruben Arbeit. In den Gebäuden der 1896 gegründeten, 190 Arbeiter beschäftigenden Schifflistickerei Billwiller richtete sich 1922 die Buchbindereimaschinenfabrik Müller Martini ein.
Wappen links|x80px mini|280px|Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1983 Blasonierung: In Rot mit weisser Weide.Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
Die Weide deutet auf den Ortsnamen, die rote Farbe auf die ehemalige Zugehörigkeit von Felben zur Stadt Frauenfeld hin.
Sehenswürdigkeiten Schloss Wellenberg und die reformierte Kirche Felben sind in der Liste der Kulturgüter in Felben-Wellhausen aufgeführt. Alte Mühle Wellhausen Gerichtshaus Wellhausen Ziegelhütte Schützenhaus Wellhausen Mühliweier
Persönlichkeiten Huldreich Sulzberger (1819–1888), Historiker, 1882–1888 Pfarrer in Felben Conrad Keller (1848–1930), Schweizer Zoologe
Weblinks
Einzelnachweise Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau.
Kategorie:Ort im Kanton Thurgau Kategorie:Ehemalige politische Gemeinde in der Schweiz Kategorie:Felben-Wellhausen Kategorie:Ersterwähnung 1178 Kategorie:Gemeindeauflösung 1983