Tecpatán ist ein Municipio im Westen des mexikanischen Bundesstaats Chiapas. Tecpatán war das Zentrum der Kultur Zoque. Der Name dieses Ortes kommt aus dem Nahuatl und bedeutet „Platz des Feuersteins“.
Dieses Municipio hat etwa 41.000 Einwohner und ist mit 770,1 km² eines der größten des Bundesstaates. Verwaltungssitz und größter Ort des Municipio ist das gleichnamige Tecpatán.
Lage Tecpatán liegt südlich der Bundesstaaten Veracruz de Ignacio de la Llave und Tabasco. Innerhalb des Bundesstaates grenzt es östlich an die Municipios Francisco León und Copainalá (Südosten) Ostuacán, im Süden an Berriozábal und Ocozocoautla de Espinosa (Südwesten), im Westen an Cintalapa. Der Bundesstaat Oaxaca stößt im Nordwesten an das Gebiet. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 20 bis 28 °C und die Niederschlagsmenge bei 1 500 bis 3 500 mm.
Geschichte Der Name Tecpatán stammt ursprünglich aus den Nahuatl und setzt sich aus zwei Teilen zusammen. bedeutet das Suffix steht für einen Zusatz der ein größeres Vorkommen anzeigt. Daher bedeutet es im übertragenen Sinn „Platz der Feuersteinmesser“. Das Volk, das dieses Gebiet vor der Eroberung durch die Spanier besiedelte nannte sich und gehörte zur Zoquekultur.
Auf diesem Gebiet gab es zunächst olmekische Siedlungen, später spielte es eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Zivilisation der Zoque. Im 15. Jahrhundert wurden das Territorium von den Azteken unter ihrem Anführer Tiltototl angegriffen und für ihren Herrscher Auítzotl erobert. Seither trägt es den Namen Tecpatlán.Tecpatán guiaturisticamexico.com (spanisch)
Im 16. Jahrhundert wurde Tecpatán katholisch und es wurde das Kloster von Santo Domingo gebaut.Virginis Guzmán Monroy: Santo Domingo de Tecpatán, Chiapas… un pueblo… un convento. boletin-cnmh.inah.gob.mx (PDF, spanisch) Das Gebäude mit einer Fassade im Barockstil wurde 1560 von den Dominikanern unter der Leitung des Fray Antonio de Pamplona in der Stadt Tecpatán errichtet.Templo y Exconvento Santo Domingo de Guzmán tecpatan.gob.mx (spanisch) Am 3. Dezember 1764 gab es im Ort Tecpatán ein verheerendes Feuer, bei dem 490 Häuser beschädigt wurden. 1883 wurde das Dominikanerkloster aufgegeben. Im Zuge der konstitutionellen Revolution in Chiapas wurde Tecpatán unter dem Kommando von General Jesús Agustín Castro (1887–1954) 1914 eine unabhängige Gemeinde. 1961 wurde Tecpatán durch den Gouverneur Samuel León Brindis (1895–1987) als Municipio eingestuft.
Durch den Bau der Stauanlage Nezahualcóyotl im Jahr 1966 wurden weite Teile des Territoriums in Tecpatán überflutet. Unter anderem die Gemeinde Quechula, deren Kirchenruinen bei Niedrigwasser im Río Grijalva zum Vorschein kommen. Es sind die Überreste eines ehemaligen Gebäudes der Dominikaner aus dem 16. Jahrhundert.Quechula corazondechiapas.com (spanisch)
Präsidenten seit 1962 1962–1964: Nereo González Camacho 1965–1967: Joel Conde Náñez 1967–1970: José Guadalupe Jiménez Aguilar 1971–1973: Maclovio Náñez Mancilla 1974–1976: José Irene Marín López 1977–1979: Adín González Rodríguez 1980–1982: Ciro Domínguez Camacho 1983–1985: Miguel Conde Náñez 1986–1988: Juan Náñez Mancilla 1989–1991: Audomaro Rodríguez Marín 1991: Darinel González Reyes 1992–1995: Flavio Domínguez Camacho 1996–1998: Jorge Guzmán lópez 1998–2001: Ovidio Álvarez Álvarez 2002–2004: Nereo de la Cruz Roblestecpatan.mx.tripod.com tecpatan.mx.tripod.com (spanisch) 2005–2007: Armando Pastrana Jiménez 2008–2010: Patricia del Carmen Conde Ruiz 2011–2012: Luis Enrique Aguilar Márquez 2013–2016: Rodolfo Guzman 2016–2018: Armando Pastrana Jiménez seit 2018: Patricia Haydeé Guzmán Arvizulos-municipios.mx los-municipios.mx (spanisch)
Literatur Silvia R. Perez Bravo, Sergio Lopez Morales: Breve historia oral zoque: Ocotepec, Tapalapa, Tecpatan, Francisco Leon. 1985 (spanisch). Julio Alberto Pimentel Tort: Plantas de uso medicinal entre los zoques de Tecpatán. Instituto Chiapaneco de Cultura, Tuxtla Gutiérrez 1988, (spanisch, Medizinisch wirksame Pflanzen der Zoque in Tecpatán). Instituto Nacional de Estadística y Geográfia (Hrsg.): Anuario estadístico y geográfico de Chiapas. Gobierno del Estado de Chiapas, Aguascalientes 2013, ISBN 978-607494872-1 (spanisch). Instituto Nacional de Estadística y Geográfia (Hrsg.): Anuario estadístico y geográfico de Chiapas 2015 Gobierno del Estado de Chiapas, Aguascalientes 2015, ISBN 978-607739706-9 (spanisch, books.google.de). Ana María Parrilla Albuerne: El antiguo convento de Santo Domingo en Tecpatán, Chiapas, México. Tuxtla Gutiérrez 2015, ISBN 978-607841021-7 (spanisch).
Weblinks
Chiapas –Municipio: Tecpatán – Clave: 07092 microrregiones.gob.mx (spanisch, Statistiken 2005 bis 2010) Localidades del municipio microrregiones.gob.mx (spanisch, Statistiken 2005 bis 2010) Tecpatán de.db-city.com
Einzelnachweise
Kategorie:Municipio in Chiapas