mini|220px|Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1995 mini|hochkant|links|Kirche San Giovanni Battista, Glockenturm mini|hochkant=.7|Platz in der Nacht mini|hochkant=.7|Alpe Salei mini|hochkant=.7|Aline Valangin mini|hochkant=.7|Tucholsky in Paris (1928) mini|hochkant=.7|Max Ernst, 1968 mini|hochkant=.7|Max Bill 1970

Comologno ist eine Ortschaft in der Gemeinde Onsernone im Kanton Tessin, Schweiz. Bis Ende 1994 bildete sie eine eigene politische Gemeinde.

Geographie Das Dorf liegt auf 1085 m ü. M. und ist 26 km von Locarno entfernt. Die ehemalige Gemeinde umfasst neben dem Dorf Comologno die Fraktionen Vocaglia, Corbella, Cappellino und Spruga (letztes Dorf im Tal vor der Grenze zu Italien).

Wappen Die ehemalige Stiftung «Schweizer Wappen und Fahnen» erläutert das Wappen wie folgt: «Das Agnus Dei (Lamm Gottes) bezieht sich auf den Schutzpatron der Pfarrkirche, Johannes den Täufer. Die drei Sterne stehen für die Fraktionen [Dörfer] Spruga, Corbella und Vocaglia.»Gemeindefusion im Kanton Tessin: Onsernone

Geschichte Das Dorf findet sich erstmals 1438 als Comolognium erwähnt. Während des Ancien Régime gehörte das Dorf zur Squadra Crana, welche zusammen mit den anderen Dörfern des Tales (mit Ausnahme von Auressio) die aufs Mittelalter zurückgehende Gemeinde Onsernone bildete. Mit der Gründung des Kantons Tessin 1803 wurde Comologno zur eigenständigen Gemeinde.

Auf den 1. Januar 1995 fusionierte Comologno mit Crana und Russo zur Gemeinde Onsernone. Comologno bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.Patriziato di Comologno (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati

Bevölkerung

Sehenswürdigkeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

Sakralbauten Pfarrkirche San Giovanni Battista, Grundsteinlegung 1688 (?), mit Glockenturm von 1720Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 226–228.Elfi Rüsch: Distretto di Locarno IV. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 2013, ISBN 978-3-03797-084-3, S. 378–396. Oratorium Santa Croce im Ortsteil Spruga, erbaut im 17. Jahrhundert

Zivilbauten Palast oder Castello della Barca, erbaut 1770 von Architekt Guglielmo Antonio Maria Remonda Palazzo Gamboni, um 1730 Wohnhaus Remonda oder Palazzo di sotto, 1767 Wohnhaus Enrico Barbaglia, ehemalig Remonda, 1767 Fresken zeitgenössischer Künstler dekorieren einige Häuser im Dorf.

Stiftung Associazione Amici di Comologno (Gründung 1966)Associazione Amici di Comologno (abgerufen am 13. Juli 2024)

Persönlichkeiten Carlo Francesco Remonda (1761–1847), französischer General in den Koalitionskriegen Giovan Pietro Buzzini (* 12. Mai 1769 in Spruga; † nach 1812 in Frankreich ?), Militär, Ritter der EhrenlegionCelestino Trezzini: Giovan Pietro Buzzini. In Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 8, Supplement, S. 22 (PDF Digitalisat), abgerufen am 9. Oktober 2017 Paolo Mordasini (1830–1882), Anwalt, Journalist, Politiker, Tessiner Grossrat und Ständerat Augusto Mordasini (1846–1888), Anwalt, Journalist, Politiker, Tessiner Grossrat Walther Rode (1876–1934), Rechtsanwalt, Schriftsteller Aline Valangin (1889–1986), Schriftstellerin, Pianistin und Psychoanalytikerin

Literatur Piero Bianconi: Comologno im Onsernonetal. Paul Haupt, Bern 1972.Piero Bianconi: Comologno im Onsernonetal. auf portal.dnb.de (abgerufen am: 21. Juni 2016.) Guglielmo Buetti: Note Storiche Religiose delle Chiese e Parrocchie della Pieve di Locarno, (1902), e della Verzasca, Gambarogno, Valle Maggia e Ascona (1906). 2. Auflage, Pedrazzini Edizioni, Locarno 1969.

Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 225. Elfi Rüsch: I monumenti d’arte e di storia del Canton Ticino. Distretto di Locarno IV: La Verzasca, il Pedemonte, le Centovalli e l’Onsernone (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 123). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte SKG. Bern 2013, ISBN 978-3-03797-084-3, S. 378–396. Celestino Trezzini: Comologno. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Basel – Egnach. Attinger, Neuenburg 1924, S. 610 (Digitalisat).

Weblinks

Webauftritt von Pro Onsernone Amt für Statistik des Kantons Tessin: Onsernone (italienisch) Onsernone-Comologno: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin Catalogo ASTI, Comologno auf www3.ti.ch/DECS/dcsu/ac/asti/cff (abgerufen am 10. Dezember 2017).

Einzelnachweise

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