Johann Jacob Döbel (der Ältere), auch Johan Jacob Döbelius, Doebelius, Döbeln, (* 25. September 1640 in Danzig; † 6. JuniDer 6. Juni 1684 als Todestag findet sich neben Büchner, Neigebaur und Ule auch bei Gustav Willgeroth: Die Mecklenburgischen Aerzte von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Schwerin 1929, S. 238. Abweichender Todestag 3. Juni: Adolph Hofmeister: Die Matrikel der Universität Rostock. Bd. 3: Ost. 1611 – Mich. 1694. Rostock 1895 (Eintrag) zur Fac. med. Mortuo Döbelio anno 1684 die 3. Junii, cum vix annos 44 adimplevisset, accessit Bernhardus Barnstorff medicinae doctor. 1684 in Rostock) war ein deutscher Arzt und Hochschullehrer in Rostock.

Familie Döbel war der Sohn des Jacobus Döbelius, Prediger an der St.-Lazarus-Kirche in der Stadtrepublik Danzig, und der Elisabeth Bartek (oder Müller?). Er heiratete 1665 Anna von Hillen (1652–1684), die Tochter des herzoglichen Konsistorial-Advokaten Johan von Hillen in Rostock und der Anna von Cothman.

Leben Döbel studierte ab 1659 an der Universität Königsberg auf Wunsch seines Vaters zunächst Theologie, wechselte dann aber zur Medizin. Im Jahr 1661 reiste er als Studienbegleiter mit Georg Christopher von Schlippenbach von Kurland nach Litauen zu den Jesuiten in Wilna. Anschließend studierte er ab 1663 u. a. in Pommern, in Dänemark bei Thomas Bartholinus und Simon Pauli sowie an der Universität Leiden bei Johannes Antonides van der Linden und Johann von Horn. Dort wurde er 1664 zum „medicinae doctor“ graduiert. 1664 wurde er in Rostock immatrikulierthttp://matrikel.uni-rostock.de/id/100031938 auf matrikel.uni-rostock.de und 1666 zum Dr. med. promoviertPromotion zum Doktor von Ioannes Iacobus Döbelius auf matrikel.uni-rostock.de.

Von 1665 bis 1684 war er Stadtphysicus und Professor der Medizin an der Universität Rostock, in den Jahren 1668 und 1674 war er auch deren Rektor. Am 6. Dezember 1681 erhielt er vom Kaiser das Kleine Palatinat.Karl-Heinz Jügelt: Johan Jakob von Döbeln - ein schwedischer Adliger aus Rostock - und die Begründung der Bibliotheca Döbeliana Lundensis 1718, Verlag BoD – Books on Demand, 2015, S. 32. Am 25. Juli 1682 wurde Johann Jakob Döbel mit dem akademischen Beinamen Hippokrates II. als Mitglied (Matrikel-Nr. 104) in die Leopoldina aufgenommen.

Sein Sohn war Johan Jacob Döbelius (1674–1743), Medizinprofessor an der Universität Lund. Dieser wurde mit der schwedischen Nobilitierung vom 21. Januar 1717 Stammvater des schwedischen Adelsgeschlechts von Döbeln.

Literatur Andreas Elias Büchner: Academiae Sacri Romani Imperii Leopoldino-Carolinae Natvrae Cvriosorvm Historia. Litteris et impensis Ioannis Iustini Gebaueri, Halae Magdebvrgicae 1755, De Collegis, S. 471 (Digitalisat) Johann Daniel Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 194 (Digitalisat)

Weblinks

Literaturliste im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin Persönliche Daten

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (17. Jahrhundert) Kategorie:Rektor (Universität Rostock) Kategorie:Stadtphysicus (Rostock) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (17. Jahrhundert) Kategorie:Nobilitierter (HRR) Kategorie:Hofpfalzgraf Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1640 Kategorie:Gestorben 1684 Kategorie:Mann