Peter Martinus Dillen (* 6. August 1890 in Mierlo-Hout (Noord-Brabant); † 28. Dezember 1985 in Rosenheim) war ein niederländisch-deutscher Maler und Zeichner.

Leben Nach Zeichen- und Malstudien in der Textildruckerei von Pieter Fentener van Vlissingen ging P. M. Dillen 1916 an die Kunstakademie in Amsterdam und wurde sofort in die „große Klasse“ von Prof. van der Waay eingestuft. Sein erstes Studienjahr wurde mit dem Godschalkpreis von 100 Gulden gekrönt. Außerdem wurde ihm für die kommenden Jahre ein großzügiges Stipendium zur Bestreitung seines Studienaufenthaltes gewährt.

Seit der Akademiezeit war das Brabanter Landleben nicht mehr das ausschließliche Thema seiner Bilder. Es entstanden u. a. großformatige Aktgemälde. Der Einfluss der Künstler des 19. Jahrhunderts, wie Anselm Feuerbach oder Gustave Moreau ist bei vielen Aktstudien offensichtlich. Nachdem er Amsterdam verlassen und wieder nach Mierlo-Hout zurückgekehrt war, entstand 1920 eine Serie eindrucksvoller Radierungen. Bei seinen Studienreisen durch die Niederlande, Belgien und Frankreich malte er insbesondere Landschaftsbilder und eine Reihe von Porträts.

1933 heiratete er Marianne Rolffs, Tochter des Bonner Regierungsbaumeisters Julius Rolffs, die er in der Zeichenabteilung bei van Vlissingen kennengelernt hatte, und zog mit ihr nach Rosenheim in Oberbayern. Er behielt jedoch zugleich auch in den folgenden Jahrzehnten weiterhin sein Atelier in Mierlo-Hout, wo er regelmäßig arbeitete.

Ausstellungen 1980, Gemeentmuseum Helmond (NL) 1980, Städtische Galerie Rosenheim

Literatur Katalog „Peter Martinus Dillen“, Helmond/Rosenheim 1980

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