mini|300px|Lage des Kreises in der Provinz Hannover (1905) Der Landkreis Burgdorf mit Sitz in Burgdorf lag im mittleren Niedersachsen, zwischen Hannover und Celle. Er gehörte zum Regierungsbezirk Lüneburg und ging im Zuge der Gebietsreform am 1. März 1974 zum größten Teil im Landkreis Hannover auf, der zum damaligen Regierungsbezirk Hannover gehörte.
Geografie Umfang Der Landkreis umfasste die Ortsteile der heutigen Städte Burgdorf, Burgwedel, Lehrte (ohne den OT Hämelerwald), Sehnde (ohne die OT Bolzum, Müllingen, Wassel, Wehmingen und Wirringen) und der heutigen Gemeinden Isernhagen, Uetze (ohne die Ortsteile Dedenhausen und Eltze), Wedemark sowie Oelerse (heute OT von Edemissen), Harber (heute OT von Hohenhameln), Landwehr und Röhrse (heute OT von Peine, alle vier Landkreis Peine) sowie Isernhagen-Süd (heute OT von Hannover).
Nachbarkreise Der Landkreis grenzte Anfang 1974 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Celle, Peine, Hildesheim-Marienburg, Hannover, Neustadt am Rübenberge und Fallingbostel.
Geschichte Der Kreis Burgdorf wurde am 1. April 1885 im Rahmen der Bildung von Landkreisen in der Provinz Hannover aus den alten hannoverschen Ämtern Burgdorf und Burgwedel sowie der Stadt Burgdorf gebildet.Kreisordnung für die Provinz Hannover (1885). Auf: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, abgerufen am 28. September 2017. 1932 wurde die Gemeinde Anderten aus dem Landkreis Burgdorf in den Landkreis Hannover umgegliedert. Am 28. Februar 1974 wurde der Landkreis Burgdorf aufgelöst. Bis auf kleinere Teile des Kreises, die an die Stadt Hannover bzw. den Landkreis Peine fielen, ging das Kreisgebiet im vergrößerten Landkreis Hannover, heutiger Kommunalverbund Region Hannover, auf.
Bevölkerungsentwicklung Nachfolgend die graphische Darstellung der Einwohnerentwicklung:1961 und 1970: VolkszählungsergebnisseStatistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1975. In: Universitätsbibliothek Mannheim, Band 26, August 1975, Seite 51, abgerufen am 30. April 2026.
Politik Hauptverwaltungsbeamte Landräte (Zwischen 1885 und dem Ende des Deutschen Reiches 1945 hießen die Verwaltungsspitzen Landräte.) 1883–1898 Christian Lübbes 1898–1902 Gottlieb von Meyeren 1902–1916 Wilhelm von Baumbach 1916 Justus Theodor Valentiner 1917–1932 Friedrich Schmidt 1932–1943 Rudolf von Löhneysen 1943–1945 Erich Krause
Oberkreisdirektoren (Nach 1945 lautete die offizielle Amtsbezeichnung Oberkreisdirektor.) 1945 August Tünnermann 1945–1950 Hermann Blanke 1950–1972 Heinz Rotermund 1972–1974 Friedel Wullekopf
Wappen Der Entwurf des Wappens vom Landkreis Burgdorf stammt von Karl Wulf.Wappenentwürfe von Karl Wulf. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 25. Juli 2017. Das Wappen findet sich in vertauschten Farben bei der Stadt Burgwedel wieder. Die Genehmigung des Wappens wurde am 25. Februar 1937 durch das Preußische Staatsministerium erteilt.
Gemeinden Die folgende Tabelle listet alle Gemeinden, die zwischen 1885 und 1974 dem Landkreis Burgdorf angehörten, sowie alle Eingemeindungen:Gemeindeverzeichnis 1945: Landkreis Burgdorf. Auf: territorial.de, abgerufen am 28. September 2017.
GemeindeeingemeindetnachDatum derEingemeindungAnmerkung Abbeile Uetze 17. Oktober 1928 Abbensen Wedemark 1. März 1974 Ahlten Lehrte 1. März 1974 Ahrbeck Heeßel 30. September 1928 Aligse Lehrte 1. März 1974 Altmerdingsen Uetze 1. März 1974 Altwarmbüchen Isernhagen 1. März 1974 Ambostel Sievershausen 17. Oktober 1928 Anderten Hannover 1. März 1974 1932 zum Landkreis Hannover Arpke Lehrte 1. März 1974 Beinhorn Burgdorf 1. März 1974 Bennemühlen Wedemark 1. März 1974 Benrode Uetze 17. Oktober 1928 Berkhof Wedemark 1. März 1974 Bilm Sehnde 1. März 1974 Bissendorf Wedemark 1. März 1974 Brelingen Wedemark 1. März 1974 Burgdorf, Stadt Dachtmissen Burgdorf 1. März 1974 Dahrenhorst Uetze 17. Oktober 1928 Dolgen Sehnde 1. März 1974 Dollbergen Uetze 1. März 1974 Duden-Rodenbostel Wedemark 1. März 1974 Elze Wedemark 1. März 1974 Engensen Burgwedel 1. März 1974 Evern Sehnde 1. März 1974 Fuhrberg Burgwedel 1. März 1974 Gailhof Wedemark 1. März 1974 Gretenberg Sehnde 1. März 1974 Großhorst Kirchhorst 17. Oktober 1928 Großburgwedel Burgwedel 1. März 1974 Haimar Sehnde 1. März 1974 Hänigsen Uetze 1. März 1974 Harber Hohenhameln 1. März 1974 1974 zum Landkreis Peine Heeßel Burgdorf 1. März 1974 Hellendorf Wedemark 1. März 1974 Höver Sehnde 1. März 1974 Hülptingsen Burgdorf 1. März 1974 Ilten Sehnde 1. März 1974 Immensen Lehrte 1. März 1974 Isernhagen, Farster Bauerschaft Isernhagen 1. März 1974 Isernhagen, Hohenhorster Bauerschaft Isernhagen 1. März 1974 Isernhagen, Kircher Bauerschaft Isernhagen 1. März 1974 Isernhagen, Niedernhägener Bauerschaft HannoverIsernhagen 1. März 1974 Katensen Uetze 1. März 1974 Kirchhorst Isernhagen 1. März 1974 Klein Lobke Sehnde 1. März 1974 Kleinburgwedel Burgwedel 1. März 1974 Kolshorn Lehrte 1. März 1974 Krätze Altmerdingsen 17. Oktober 1928 Landwehr Peine 1. März 1974 Lehrte, Stadt Meitze Wedemark 1. März 1974 Mellendorf Wedemark 1. März 1974 Negenborn Wedemark 1. März 1974 Neuwarmbüchen Isernhagen 1. März 1974 Obershagen Uetze 1. März 1974 Oegenbostel Wedemark 1. März 1974 Oelerse Edemissen 1. März 1974 1974 zum Landkreis Peine Oldhorst Burgwedel 1. März 1974 Otze Burgdorf 1. März 1974 Plumhof Berkhof 17. Oktober 1928 Ramlingen-Ehlershausen Burgdorf 1. März 1974 Resse Wedemark 1. März 1974 Rethmar Sehnde 1. März 1974 Röddensen Lehrte 1. März 1974 Röddenserbusch Sievershausen 17. Oktober 1928 Röhrse Peine 1. März 1974 Scherenbostel Wedemark 1. März 1974 Schillerslage Burgdorf 1. März 1974 Schwüblingsen Uetze 1. März 1974 Sehnde Sievershausen Lehrte 1. März 1974 Sorgensen Burgdorf 1. März 1974 Sprockhof Berkhof 17. Oktober 1928 Steinwedel Lehrte 1. März 1974 Stelle Kirchhorst 17. Oktober 1928 Thönse Burgwedel 1. März 1974 Uetze Wackerwinkel Uetze 17. Oktober 1928 Weferlingsen Burgdorf 1. März 1974 Wennebostel Wedemark 1. März 1974 Wettmar Burgwedel 1. März 1974
Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen BU zugewiesen. Es wurde bis zum 28. Februar 1974 ausgegeben.
Literatur Kurt Kayser: Der Landkreis Burgdorf. In: Die Landkreise in Niedersachsen, Band 19, Dorn Verlag, Bremen 1961 Carl Wolff (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover. Hrsg. im Auftrag der Provinzial-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Denkmäler in der Provinz Hannover von Carl Wolff. Hannover 1899–1927 Bd. III (Regierungsbezirk Lüneburg), 1. Kreise Burgdorf und Fallingbostel, mit 2 Tafeln und 62 Textabbildungen, Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Theodor Schulze’s Buchhandlung, Hannover 1902; online: bei archive.org
Weblinks
Einzelnachweise
Burgdorf Burgdorf Kategorie:Burgdorf (Region Hannover) Kategorie:Geschichte (Region Hannover) Burgdorf Kategorie:Aufgelöst 1974