Herbert Berger (* 6. Dezember 1932 in Wien; † 26. Februar 1999 ebenda) war ein österreichischer Journalist, Fernsehdramaturg und Schriftsteller.

Leben Herbert Berger studierte Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Er beendete seine Studien mit der Promotion zum Dr. phil. Zunächst arbeitete er als Journalist und begann später für das Theater zu schreiben. 1976 erfolgte seine Berufung als Dramaturg zum ORF; diese Funktion übte er bis 1992 aus. Seit 1954 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KAV Danubia Wien-Korneuburg im ÖCV.

Werke Herbert Berger verfasste viele Einakter, geprägt von schwarzem Humor und grotesken Handlungssträngen, die er „böse Stücke“ nannte. Das Hauptthema seiner Dramen und Hörspiele ist das plötzliche Einbrechen des Irrationalen und Grauenhaften in die scheinbar normale Alltäglichkeit. Die Protagonisten seiner Dramen offenbaren durch die extremen Situationen, in die sie hineingestellt werden, ihren inhumanen Charakter, der zuvor noch hinter einer biedermännischen Maske versteckt war. Dadurch erinnern seine Werke an die Dramen von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. In den 1990er Jahren veröffentlichte er auch Erzählungen und einen Roman. Auch die Prosawerke führen die Thematik seiner Theaterstücke konsequent fort. Seine Werke wurden ins Russische, Polnische und Tschechische übersetzt.

Auszeichnungen und Ehrungen erostepost-Literaturpreis 1995 Franz-Theodor-Csokor-Preis 1998

Werke Theaterstücke Das Ultimatum, Drama, 1961 Kleider machen Leichen, Einakter, 1970 Schönen Gruß an den Hans-Onkel, Einakter, 1970 Wenn ein kleines Vogerl aus dem Nest fällt, Einakter, 1970 Das Leben, das sie vor sich hatte, Einakter, 1973 Ein Schuft gegen die Weiber, Komödie, 1976 Der Schwanz, der mit dem Hund wedelt, Lustspiel, 1977 Herr Fock wird geprüft, Farce in vier Bildern, 1977 Wo der Pirol ruft, Einakter, 1977 Wien muß fallen, historisches Schauspiel, 1983 Pumperigsuaah, Einakter, 1986 Im Krieg war das ebenso, 1991 Herr und Frau Saxeder erlauben sich, Widerstand zu leisten, 1994

Prosa Armer Adolf, Kommunist, Roman, 1993. Ein Mann aus der ehemaligen DDR versucht, sich nach dem Fall der Mauer in Wien zurechtzufinden Die Frauen gehören den Siegern, Erzählungen, 1998 Kopfsprünge, Aphorismen, 1995

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