Klaus Emmerich (* 10. August 1943 in Freital, Sachsen; † 20. Mai 2026 in Berlin) war ein deutscher Fernseh- und Theaterregisseur sowie Drehbuchautor und Schauspieler.

Leben Emmerich wuchs in Königswinter und Karlsruhe auf und lebte zuletzt in Berlin. Er studierte von 1964 bis 1967 an der FU Berlin Germanistik und Anglistik und wechselte 1967 an die Hochschule für Fernsehen und Film München (Abteilung Fernsehspiel). Seine Abschlussarbeit Film für Cheyenne – Die Revolution findet dort statt „zeigt den hoffnungslosen Weg eines entsprungenen Fürsorgezöglings, der vergebens versucht, bei gesellschaftlichen Randgruppen Unterschlupf zu finden. Eine Fiktion mit dokumentarischen Mitteln nach einem in München tatsächlich vorgekommenen Fall“.

Seinen Durchbruch hatte er mit seinem siebten Film, Die erste Polka (1979) mit Maria Schell und Claus Theo Gärtner. Kinofilme wie Trokadero (1981) mit Franz Xaver Kroetz und Pizza Colonia mit Mario Adorf entstanden neben Fernsehfilmen (Morlock mit Götz George) und Fernsehserien wie Rote Erde. Emmerich inszenierte mehrere Tatort-Folgen. Zusammen mit Ingrid Hessedenz entwickelte er das Konzept für die Hörspielreihe Papa, Charly hat gesagt…, die 1972 zunächst vom NDR ausgestrahlt wurde und sich mit mehr als 600 Folgen zu einer der erfolgreichsten Rundfunkserien entwickelte.

Er starb am 20. Mai 2026 im Alter von 82 Jahren in Berlin.

Inszenierungen 1973: Die neuen Leiden des jungen W. (Münchner Kammerspiele) 1974: Drei Einakter von Sean O’Casey (Münchner Kammerspiele) 1975: Das Kind bekommt sein Abführmittel (Münchner Kammerspiele, Werkraum) 1976: Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern (Münchner Kammerspiele) 1976: Kinder der Sonne (Theater im Park, Wiesbaden) 1978: Der Hausmeister (Thalia Theater, Hamburg) 1978: Frühlings Erwachen (Thalia Theater, Hamburg) 1981: Das Treibhaus (Schlosspark-Theater, Berlin) 1981: Amadeus (Schiller Theater, Berlin) 1981: Ein Sommernachtstraum (Schiller Theater, Berlin) 1983: Leben Gundlings Friedrich von Preußen Lessings Schlaf Traum Schrei (Schiller Theater, Berlin) 1984: Gertrude Stein (Münchner Kammerspiele, Werkraum) 1985: Wallenstein (Thalia Theater, Hamburg) 1987: Man spielt nicht mit der Liebe (Theater in der Josefstadt, Wien) 1987: Gefährliche Liebschaften (Theater in der Josefstadt, Wien) 1988: Spiel mit einem Tiger (Theater in der Josefstadt, Wien) 1988: Victor oder die Kinder an der Macht (Freie Volksbühne, Berlin) 1989: Clavigo (Staatstheater Hannover) 1989: Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats ... (kurz: Marat/Sade; Freie Volksbühne, Berlin) 1991: Ave Atlantis (Neue Nazarethkirche, Berlin) 1991: Unter der Treppe (Schauspiel Frankfurt) 1992: Baal (Staatstheater Hannover) 1993: Unter der Treppe (Staatstheater Hannover) 1994: Die Soldaten (Residenztheater München) 1994: Ladies im Hotel (Maxim Gorki Theater, Berlin) 1995: Die Schattenlinie (Cuvilliés-Theater, München) 1995: Das sind sie schon gewesen die besseren Tage (Residenztheater, München) 1996: Die Kannibalen (Residenztheater, München) 1996: Molly Sweeney (Residenztheater, München) 1996: Der Wildschütz (Schillertheater NRW, Wuppertal) 1997: Die Goldberg Variationen (Cuvilliés-Theater, München) 1997: Die Maßnahme (Berliner Ensemble) 1998: Die Dreigroschenoper (Residenztheater, München) 2000: Einer flog übers Kuckucksnest (Residenztheater, München)

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen 1983: Goldener Gong für Rote Erde, gemeinsam mit Helmut Gassner (Szenenbild) 1984: Ehrende Anerkennung beim Adolf-Grimme-Preis für Rote Erde (zusammen mit Peter Stripp) 1990: Adolf-Grimme-Preis in Silber für die 1. und 2. Folge von Reporter (zusammen mit Hans Noever, Walter Kreye, Renan Demirkan und Jürgen Holtz)

Weblinks

Biografie

Einzelnachweise

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