mini|Münze des Collège de France von 1845, RückseiteAm Rand: Borrel fecit 1845 miniatur|Wappen von Jaroslav Škarvada, ehemals Weihbischof in Prag mini|links|Inschrift in der Alten Mensa auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Das dem Johannes-Evangelium entstammende ut omnes unum sint wurde zu einem lateinischen Wahlspruch der Bedeutung „dass alle eins seien“.
Intention und Sinngehalt des Wahlspruches mögen anhand folgenden Zitates, das unter anderem als Motto für die 1946 wiedereröffnete Mainzer Johannes Gutenberg-Universität gewählt wurde, illustriert werden.
Karl Holzamer: Neuer Anfang in Mainz 1946. Aus den Lebenserinnerungen. In: Helmut Mathy: Die Wirklichkeit übertrifft die Vision. Gespräch mit Karl Holzamer über die Frühzeit der Johannes Gutenberg-Universität (= Schriften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Heft 3). Mainz 1996, ISBN 3-9802819-3-0, S. 194–198, 196.
Ein Werk des deutsch-argentinischen Komponisten Carlos Veerhoff (1926–2011) hat diesen Wahlspruch zum Titel.Musiktexte 78–82. Verlag Musiktexte, Köln 1999, S. 58.
Ut omnes unum sint wird gelegentlich von Prälaten zum persönlichen Wahlspruch erkoren, der damit Teil deren Wappen wird.
Das ähnliche ut unum sint mit der Bedeutung „dass sie eins seien“ gilt als Leitsatz der Ökumene. Der Weltverband des CVJM und der Christliche Studenten-Weltbund (WSCF) verwenden diesen Wahlspruch seit ihrer Gründung, was jeweils auf deren gemeinsames Gründungsmitglied John R. Mott zurückgeht.
Mit 25. Mai 1995 veröffentlichte Johannes Paul II. eine Enzyklika zur Ökumene mit den titelgebenden ersten Worten ut unum sint.Text der Enzyklika Ut unum sint
Einzelnachweise
Kategorie:Lateinische Phrase Kategorie:Johannes Gutenberg-Universität Mainz Kategorie:Johannesevangelium