Die Mamiya Digital Imaging K.K. (jap. , Mamiya Dejitaru Imejingu Kabushiki-gaisha, engl. Mamiya Digital Imaging Co., Ltd.) ist ein japanisches Kameraunternehmen mit Sitz in Bunkyō, Tokio.
Es wurde 1940 von Seichi Mamiya gegründet und konzentriert sich in seiner Produktpalette weitgehend auf Mittelformatkameras für Berufsfotografen und ambitionierte Amateure. Es wurden aber auch Kleinbildkameras hergestellt. Das Mutterunternehmen, welches neben den Fotoprodukten auch Golfschläger und diverse elektronische Bauteile herstellt, veräußerte die Fotosparte 2006 an Cosmo Digital Imaging, welche den Betrieb unter der Bezeichnung Mamiya Digital Imaging fortführte.
Das Modell Mamiya 645 gilt als eine der in der Werbefotografie am meisten genutzten Mittelformatkameras. Die 6×7-Modelle (RB, RZ) sind aufgrund des „idealen“ Seitenformats und der großzügigen Bilddarstellung auf der großen Mattscheibe zu den unter People- und Modefotografen beliebtesten Mittelformatkameras weltweit avanciert. Für beide Produktreihen bieten unterschiedliche Hersteller zudem eine Reihe von Digitalrückteilen an.
2009 wurde Phase One ein Haupteigentümer bei Mamiya und gab seitdem Strategie und Entwicklung vor, 2015 übernahm es auch die restlichen Anteile.https://www.photoscala.de/2015/12/03/phase-one-uebernimmt-mamiya-digital-imaging-mdi-komplett/ Mamiya wurde mit Leaf (die zuvor ebenfalls von Phase One übernommen worden waren) zu Mamiya Leaf vereinigt. Baugleiche Kameras werden sowohl unter der Bezeichnung Mamiya als auch Phase One angeboten, Objektive unter den Bezeichnungen Mamiya Sekor und Phase One. Phase One vertreibt zudem eine Reihe von Objektiven, die von Schneider Kreuznach entwickelt wurden.
Produkte aus dem Mittelformat-Bereich mini|Mamiya 645 Super mini|Systemkomponenten der „Mamiya 645 Super“-Spiegelreflexkamera + Die Tabelle gibt nur einen Ausschnitt aus dem Produktspektrum wieder. Modell Markteinführung Bildformat Beschreibung Mamiya Flex C Professional 1957 6 × 6 cm Zweiäugige Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven. Fokussierung durch Verschiebung des Balgens mit beiden Objektiven.Mamiya C220 1968 6 × 6 cm Zweiäugige Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven von 55 bis 250 mm BrennweiteMamiya C330 1969 6 × 6 cm Verbesserte Version der C220Mamiya Universal/Press 1962 6 × 9 cm Pressekamera für Rollfilm, mit Messsucher und Zentralverschlussobjektiven von 50 bis 250 mm BrennweiteMamiya RB 67 Professional 1970 6 × 7 cm Erste Mittelformatkamera mit Drehrückteil, klassisches immer noch angebotenes mechanisches Modell. Durch das hohe Gewicht für den Studioeinsatz prädestiniert.Mamiya M645 1975 4,5 × 6 cm Durch das kleinere Format deutlich tragbarer als die RB. Wechselobjektive von 24 bis 500 mm BrennweiteMamiya M645 1000SKameramuseum.de 1977 4,5 × 6 cm Verschlusszeit 1/1000 bis 8 Sek.; elektrisch gesteuerter Verschluss. Wechselobjektive von 24 bis 500 mm BrennweiteMamiya RZ 67 Professional und Professional II 1982 6 × 7 cmRollfilm im Drehrückteil, bei der 90°-Drehung schwenken automatisch Masken unter dem Sucher ein, Hoch- oder Querformat ist dadurch eindeutig zu erkennen. Elektronische Variante der RB, durch die schnell auswechselbaren Magazine für 120er und 220er Rollfilm sowie Polaroid Sofortbildfilm ist ein Wechsel zwischen Dia, Color und Schwarz-Weiß Material problemlos möglich, außerdem kann das Filmmagazin nicht von der Kamera abgenommen werden, wenn der Magazinschieber herausgezogen ist. Die Kamera ermöglicht durch Betätigung des R/M Hebels Mehrfachbelichtungen, die automatische Doppelbelichtungssperre wird damit abgeschaltet.;weltweit eine der erfolgreichsten Mittelformatkameras für den Studioeinsatz, Fotografen u. a.: Annie Leibovitz, Olaf MartensMamiya 6 1989 6 × 6 cmMittelformatsucherkameras, mit drei Wechselobjektiven (50 mm f/4,0, 75 mm f/3,5 und 150 mm f/4,5) und versenkbarem Balgen, Produktion eingestellt. Mit einem Adapter können Kleinbild-Panoramaaufnahmen im Format 24 mm × 54 mm erstellt werden.Mamiya 6MF 1993 6 × 6 cmNachfolger der Mamiya 6. Die 6MF unterstützt zusätzlich Aufnahmen im Format 6 cm × 4,5 cm (Querformat) und das Panoramaformat 54 × 22 mm.Mamiya 7 1995 6 × 7 cmeinzigartige handliche Mittelformatsucherkamera, mit sechs Wechselobjektiven (43 mm f/4,5, 50 mm f/4,5, 65 mm f/4.0, 80 mm f/4,0, 150 mm f/4,5 und 210 mm f/8,0) Mamiya 7II 1999 6 × 7 cm Nachfolgemodell der Mamiya 7.Mamiya 645 AF 1999 4,5 × 6 cmMittelformatkamera mit Autofokus und Wechselmagazinen.Mamiya ZD 2006 4,5 × 6 cmErste digitale Mittelformatkamera von MamiyaMamiya 645DF 2010 4,5 × 6 cmKamerabody zur Aufnahme von Digitalrückteilen aller führenden HerstellerMamiya 645DF+ 2013 4,5 × 6 cmKamerabody zur Aufnahme von Digitalrückteilen aller führenden Hersteller
Kleinbildkameras mini|Kleinbildkamera Mamiya ZE Ab 1949 wurden Sucherkameras hergestellt. 1961 erschien die Spiegelreflexkamera Mamiya Prismat, später gefolgt von der Prismat NP, die ein Exakta-Bajonett zum Objektivwechsel besaßen, ergänzt um ein Übertragungselement zum Schließen der Blende bei Auslösung.Mamiya Prismat bei camera-wiki.org
1980 wurde die Z-Baureihe von Spiegelreflexkameras mit ZE-Bajonett und elektronischem, quarzgesteuertem Verschluss vorgestellt, beginnend mit der ZE mit Zeitautomatik, gefolgt von der ZE-2, die auch eine manuelle Einstellung der Zeit erlaubte, und der ZE-X, die zusätzlich Blendenautomatik bot. Zuletzt erschien die ZM, eine verbesserte Version der ZE-2.camera-wiki.org
Digitale Fotografie Mit der ZD, die einen Bildsensor mit 21,5 Millionen Pixel hat, brachte Mamiya im März 2006 seine erste digitale Mittelformatkamera auf den Markt. Parallel dazu erschien eine digitale Kamerarückwand mit dem gleichen Sensor.
Siehe auch Fotowirtschaft Aufnahmeformat Konfektionierung Rollfilm
Weblinks
Mamiya Deutschland GmbH Historische Informationen zu den Mamiya-Kleinbildkameras (englisch) Umfangreicher Erfahrungsbericht der 645 Pro TL aus heutiger Zeit
Einzelnachweise
Kategorie:Fotounternehmen Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Japan) Kategorie:Unternehmen (Bunkyō) Kategorie:Unternehmensgründung 1940