mini|Die Dreifaltigkeitskirche
Rudolzhofen (fränkisch: RualdshoufaE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 176. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ruɘldshóufɘ“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Uffenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Rudolzhofen hat eine Fläche von 4,791 km². Sie ist in 425 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11273,07 m² haben.
Lage Das Kirchdorf ist von Acker- und Grünland umgeben und liegt an der Bundesstraße 13, die nach Uffenheim (3,7 km nordwestlich) bzw. nach Neuherberg (1,4 km südöstlich) führt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Uttenhofen (2,3 km nördlich).
Geschichte Vermutlich wurde Rudolzhofen um das Jahr 600, spätestens Anfang des 7. Jahrhunderts gegründet.Johann Weiss: Die Geschichte des Gollachgaues, dargestellt an der Geschichte des Dorfes Rudolzhofen (bearbeitet von Christa und Fritz Klaußecker), In: Uffenheimer Geschichte und Geschichten. Band 8. Wencker-Wildberg-Verlag, Uffenheim 1987. Der in dem Namen Rudolzhofen enthaltene Personenname benennt vermutlich den ersten Hofbesitzer von Rudolzhofen. Die älteste Überlieferung des Ortsnamens findet sich in einem Teilurbar des Benediktinerklosters St. Michael bei Bamberg aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Da die älteste urkundliche Überlieferung auf Rudolfeshofen lautet, wird man diesen Namen als den ursprünglichen annehmen dürfen.E. Fuchshuber: Uffenheim. S. 177 f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rudolzhofen 30 Anwesen. Das Hochgericht übte das ansbachische Oberamt Uffenheim aus. Das Kasten- und Stadtvogteiamt Uffenheim war Grundherr über sämtliche Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 678. Von 1797 bis 1808 unterstand Rudolzhofen dem preußischen Justiz- und Kammeramt Uffenheim.
1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Rudolzhofen dem Steuerdistrikt Seenheim zugewiesen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Rudolzhofen. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Uffenheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Uffenheim (1919 in Finanzamt Uffenheim umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Uffenheim für die Verwaltung der Gemeinde zuständig (1939 in Landkreis Uffenheim umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Uffenheim (1879 in Amtsgericht Uffenheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,794 km². Am 1. Januar 1972 wurde Rudolzhofen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Uffenheim eingegliedert.
Baudenkmäler Es gibt vier Baudenkmäler: Ehemaliges Flachsbrechhaus Haus Nr. 20: Wappenrelief Haus Nr. 22: Ehemaliges Schulhaus Haus Nr. 29: Dreieinigkeitskirche.
Bodendenkmäler In der Gemarkung Rudolzhofen gibt es ein Bodendenkmal.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2007 Einwohner 184 205 201 210 220 234 224 217 218 221 242 234 213 205 188 204 216 217 214 337 344 276 204 175 167 153 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 34 42 42 41 44 44 40 36 38 38 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört bis heute zur Pfarrei St. Margaretha (Seenheim).E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 176.
Persönlichkeiten Johann Weiß, Senatspräsident Herbert Ströbel (* 1945), Agrarökonom und Professor der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Literatur
Weblinks
Rudolzhofen online
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Uffenheim) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim