alternativtext=Porträt von Liselotte Strelow in weißer Strickjacke, sie schaut ernst, im Hintergrund sieht man den Innenraum eines Wirtshauses|mini|Liselotte Strelow, vor 1962 Liselotte Strelow (* 11. September 1908 in Redel, Pommern; † 30. September 1981 in Hamburg) war eine deutsche Fotografin.

Leben mini|Szene aus Die Fledermaus mit Edel von Rothe, Aufführung am Düsseldorfer Opernhaus 1954, fotografiert von Liselotte Strelow mini|Edel von Rothe in Das Goldfischglas, Düsseldorfer Opernhaus 1954, fotografiert von Liselotte Strelow Die Bauerntochter ging 1930 nach Berlin, wo sie an der Schule des Lette-Vereins Fotografie-Kurse belegte. 1932 lernte sie im Studio der jüdischen Fotografin Suse Byk, danach wurde sie von Kodak (Deutschland) angestellt. 1938 übernahm sie das Studio von Suse Byk am Kurfürstendamm 230.Christiane Kuhlmann: Bewegter Körper – Mechanischer Apparat. Zur medialen Verschränkung von Tanz und Fotografie in den 1920er Jahren an den Beispielen von Charlotte Rudolph, Suse Byk und Lotte Jacobi. Peter Lang, Frankfurt a. M. 2003. Diss. Bochum 2001, S. 109. Das Studio sowie der Großteil ihres Fotoarchivs wurden bei einem Bombenangriff im Winter 1944 vernichtet.Liselotte Strelow: Retrospektive 1908-1981. S. 16.

Nach der Flucht aus Pommern 1945 ging sie zunächst nach Detmold, 1950 eröffnete sie ein Studio an der Königsallee in Düsseldorf. Sie spezialisierte sich auf Porträt- und Theaterfotografie. Ihre Bilder in Zusammenarbeit mit Gustaf Gründgens und Elisabeth Flickenschildt machten sie bald bekannt. Nachdem die Deutsche Bundespost ihr Porträt des Bundespräsidenten Theodor Heuss 1959 zur Grundlage einer Briefmarkenserie ausgewählt hatte, konnte sie sich ihre Auftraggeber aussuchen. Bekannt wurden ihre Porträts von Konrad Adenauer, Rudolf Augstein, Maria Callas, Uwe Johnson und Thomas Mann sowie von Ingeborg Bachmann, Gottfried Benn, Joseph Beuys, Lea Steinwasser Schlindern bei 35 Grad im Schatten, S. 20, 21 zum Porträt Liselotte Strelows von Lea Steinwasser., Jean Cocteau, Marlene Dietrich und Hildegard Knef. Historisches Museum Frankfurt; Pressemitteilung.

Liselotte Strelow war Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner (GDL) und der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Ein fotografischer Teilnachlass – vornehmlich Porträtfotografien – befindet sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn, der weitaus größere theaterfotografische Nachlassteil im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf, früher: Dumont-Lindemann Archiv.

Preise 1969: David-Octavius-Hill-Medaille, vergeben durch die Gesellschaft Deutscher Lichtbildner e. V. (GDL); seit 1988 vergeben durch :die Fotografische Akademie GDL, gemeinsam mit der Stadt Leinfelden-Echterdingen als David-Octavius-Hill-Medaille / Kunstpreis der Stadt Leinfelden-Echterdingen 1976: Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (zusammen mit Rosemarie Clausen und Regina Relang)

Einzelausstellungen (Auswahl) 2008/2009: Rheinisches Landesmuseum BonnLiselotte Strelow. Retrospektive 1908–1981 (PDF-Datei; 845 kB), photo-archiv.info, abgerufen am 17. Oktober 2012 2009: Historisches Museum Frankfurt 2010: Willy-Brandt-Haus, Berlin 2010: Kunsthalle Erfurt 2019: Liselotte Stresow BILDERGESCHICHTEN, Johanna Breede PHOTOKUNST

Literatur

Liselotte Strelow. Das manipulierte Menschenbildnis oder Die Kunst, fotogen zu sein. Econ, Düsseldorf 1961 Liselotte Strelow. Portraits 1933–1972 (Ausstellungskatalog, Bonn 1977), hrsg. v. Klaus Honnef, Köln 1977, ISBN 3-7927-0344-0 Johanna Wolf-Breede: Liselotte Strelow. Portrait einer Portraitphotographin. München 1987, MA - Ludwig-Maximilians-Universität, München 1987 Liselotte Strelow (1908–1981). Erinnerungen (Ausstellungskatalog, Bad Bevensen), hrsg. von Detlef Gosselk und Heide Raschke, mit Texten von Klaus Honnef und Johanna Wolf-Breede, Lüneburg 1989 Sidney Darchinger: Gesicht als Ereignis: Liselotte Strelow. Porträtphotographie 1939–1974. Bonn 1997. Diss. Bonn 1994 Liselotte Strelow. Momente der Wahrheit – Bilder eines Jahrhunderts. Mit einem Text von Marlene Rytlewski, Hinstorff, Rostock 2006, ISBN 3-356-01146-4 Liselotte Strelow: Retrospektive 1908–1981. Hatje Cantz, Ostfildern 2008, ISBN 978-3-7757-2238-4

Weblinks

www.photo-archiv.info (mit dem berühmten Theodor-Heuss-Foto)

Ausführliche biografische Informationen und Arbeiten, Frauen-Kultur-Archiv der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Einzelnachweise

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