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Das , in der Kurzform genannt, ist das Nationalmuseum von Neuseeland.

Namensherkunft Der -Name des Museums, , ist zwei klassischen Ausdrücken entnommen, der in -Gedichten und -Liedern vorkommt. Im wörtlichen Sinne übersetzt bedeutet der Name so viel wie „Behälter für Schätze“, wobei der Name sinngemäß mit „unser Ort von wertgeschätzten Dingen und Menschen, die aus der Muttererde hier in Neuseeland entspringen“ übersetzt werden kann. Die Kurzform wird mit „Unser Ort“ übersetzt.

Geographie Das Museum befindet sich in , der Hauptstadt des Landes. Es liegt direkt am südlichen Ufer des , der ein Teil des darstellt. Zu erreichen ist das Museum von Norden kommend über den , den , den , und der , an der das Museum liegt.

Geschichte Der Vorläufer des heutigen Museums war das , das 1865 direkt hinter dem Parlamentsgebäude eröffnet wurde, als Hauptstadt des Landes wurde und das Parlament nach zog. Erster Direktor des Museums wurde , unter dem es eine auf Wissenschaft basierende Ausrichtung bekam.

1907 wurde das Museum in umbenannt und bekam einen breiteren Fokus mit Sicht auf die Belange der Nation. 1913 sollte die neu gegründete ihren Platz im Gebäude des bekommen, doch es dauerte noch bis in das Jahr 1936, in dem beide Museen in einem neuen Gebäude an der ihren Platz fanden.

1972 wurde das dann in umbenannt, doch in den 1980er Jahren war das Museum an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt und man hatte den Eindruck, dass es als Nationalmuseum nicht mehr die wachsende Diversität der Gesellschaft des Landes abbilden konnte. Mit dem wurde dann schließlich die gesetzliche Grundlage für das heutige Museum gelegt und mit den Bauarbeiten im Jahr 1994 begonnen.

Am 14. Februar 1998 wurde nach rund vier Jahren Bauzeit das neue Museumsgebäude an der feierlich eröffnet. Es vereinigte das bisherige und die und wollte sowohl das Museum der indigenen Bevölkerung Neuseelands sein (), als auch der Ort der Menschen, die unter dem () zusammenfanden. Maßgebender Konzeptgeber und Projektleiter war der zuvor in Hamilton als Museumsdirektor tätige Ken Gorbey, der später auf Einladung W. Michael Blumenthals das Berliner Jüdische Museum realisierte. Gorbey setzte in Te Papa moderne Vorstellungen des Museums als dynamischem und inter-aktivem Ort (und nicht lediglich als Schau- oder Trophäensammlung) um; besonderes Augenmerk galt dem vielperspektivischem Geschichtenerzählen, dem Aushandeln von identitärem Sinn und Bedeutung, und dem 'magischen Theater' (Inszenierungen, welche Geschichte und Kultur nacherlebbar machen).

Im Dezember 2015 zelebrierte das Museum sein 150-jähriges Bestehen seit der Gründung des im Jahr 1865. Seit der Eröffnung des neuen Museums hatten Stand 2015 rund 25 Millionen Gäste das besucht.

Das Gebäude mini|Das Museum vom Hafen aus gesehen mini|Einer von 152 Schockabsorbern, die das Gebäude vor Erdbebenschäden schützen sollen Das erdbebensicher errichtete Gebäude wurde unter der Leitung des neuseeländischen Architekten Ivan Mercep entworfen. Die Nordseite des Gebäudes zum Hafen hin wurde den gewidmet. Die Wände und Fassaden symbolisieren die Natur, die Berge, die See und den Himmel. Die Südseite hingegen, an der sich der Eingang befindet, soll die europäische Siedlungsgeschichte reflektierten und ist den gewidmet.

Das rund 64.000 Tonnen schwere Gebäude ruht auf 152 sogenannten Schockabsorbern (Dämpfern), die aus mit Stahlplatten und einem Bleikern gefüllten Hartgummiquadern bestehen. Sie sollen entsprechend den Berechnungen helfen, dass das Gebäude ein schweres Erdbeben, das alle 250 Jahre vorkommen kann, unbeschadet übersteht. Schwingungen von einem halben Meter in alle Richtungen sollen die Dämpfer absorbieren können. Ein Beben, das statistisch gesehen alle 500 Jahre vorkommen kann, würde das Gebäude auch überstehen können, wobei wahrscheinlich Reparaturen notwendig werden würden. Bei einem schweren Erdbeben, das alle 2000 Jahre vorkommen kann, würden die Menschen in ihm noch sicher sein, aber das Gebäude müsste dann wohl aufgrund von schwerwiegenden Schäden abgerissen werden, so die Vorstellungen der Konstrukteure. Um ein stabiles Fundament für das Gebäude gewährleisten zu können, wurde an den geplanten Orten der Absorber der Untergrund mit einem 30-Tonnen-Gewicht bis zu 50.000 Mal bearbeitet, um spätere Setzungsprobleme durch einen instabilen Untergrund ausschließen zu können.

Für das 36.000 m² Ausstellungsfläche und sechs Ebenen umfassende Gebäude, das auf einem 2,3 Hektar großen Grundstück errichtet wurde, mussten rund 80.000 m³ Beton verarbeitet werden. Realisiert hat das Bauvorhaben seinerzeit die neuseeländische Firma , die es auch schaffte, das Gewerk im vorgegebenen Rahmen von 130 Millionen NZ$ abzuschließen.

Auftrag des Museums Mit dem wurde festgelegt, dass mit dem Museum die Nation das Erbe seiner Kulturen und das Wissen über die Natur des Landes präsentieren, erforschen und erhalten kann mit dem Ziel, seine Geschichte zu verstehen und wertzuschätzen, die Gegenwart zu bereichern und den Herausforderungen der Zukunft zu entsprechen. Das Gesetz regelte die Zusammenführung des mit der unter dem Dach des und schützte gesetzlich alle vier Namen.

Ausstellungen Neben den ständigen Ausstellungen zu den Themen -Kultur, Kultur der Pazifischen Inseln, Neuseelandkriege, Gallipoli, Siedlungsgeschichte, Vertrag von , Erdbebenschutz, Natur und Wissenschaft, werden regelmäßig zeitlich befristete Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen organisiert. Besonderen Wert legt das Museum auch auf Bildung und Wissensvermittlung und setzt neben einem besonders gestalteten Webportal mit Zugriff auf Objekte der aktuellen Ausstellungen auch im Hause in besonderer Weise digitale Medien ein. Ein Blog hält Interessierte über die Aktivitäten des Museums auf dem Laufenden. Zudem bietet das Museum ein digitales Lernprogramm, worauf Schulen kostenfrei zugreifen können.

Direktoren des Museums James Hector (1865–1903) Augustus Hamilton (1903–1913) James Allan Thomson (1914–1928) Walter Oliver (1928–1947) Robert Falla (1947–1966) John Yaldwyn (1980–1989)

Leitung Te Papa Cheryll Sotheran (1992–2002) Cliff Whiting (1995–1999) Seddon Bennington (2003–Juli 2009) Michael Houlihan (Aug 2010–Mai 2014) Rick Ellis (Nov 2014–Mai 2017) Geraint Martin (Mai 2017–2019) Courtney Johnston (2019–) und Arapata Hakiwai (Kaihautū) (2014–)

Fotogalerie

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Museum in der Region Wellington Kategorie:Erbaut 1998 Kategorie:Organisation (Wellington) Kategorie:Kultur (Wellington) Kategorie:Bildung in Wellington Kategorie:Museumsgründung 1998