miniatur|hochkant|Sundern-Hagen miniatur|hochkant|Alte Kirche und alte Schule miniatur|hochkant|Bergbau-Museum miniatur|hochkant|Parzellar-Plan von 1829 Hagen ist ein Ortsteil der Stadt Sundern (Sauerland) im Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen mit ca. 920 Einwohnern.
Lage und Beschreibung Der Ort liegt ca. 10 km vom Stadtzentrum Sundern entfernt. Bemerkenswert ist die für das Sauerland unübliche Anlage als Straßendorf.
Geschichte 1296 wurde der Ort das erste Mal als Freiheit urkundlich erwähnt.Volker Caesar Die Freiheit Hagen im Hochsauerland als Beispiel planmäßiger Dorfgestaltung des frühen 19. Jahrhunderts in Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung Münster, 67. Band 1989 Seite 272 Graf Ludwig von Arnsberg hat den Ort nach dem Vorbild von Eversberg mit Lippstädter Stadtrecht ausgestattet. Nach Angaben von Caspar Christian Vogt von Elspe hieß der Ort früher Stiegenhagen. VII. Stück. Casper Christian Voigt von Elspe, Geographischer Wegweiser über die Herzogthümer Engern und Westphalen. In: Steinen, Johann Diederich von: Westphälische (Westfälische) Geschichte 1. Theil. Lemgo 1758. Seite 1891. Das unbefestigte Hagen war eine der ersten Freiheiten in Westfalen. Es handelte sich um eine gerade Einstraßenanlage. Die vila nova war eine planmäßige Neuansiedlung auf gerodeten Gebiet. Im Jahr 1310 wurde erstmals die St. Nikolauskirche genannt. Diese war allerdings abhängig von der Gemeinde in Stockum.Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Bd. 3: Nordrhein-Westfalen. Stuttgart, 1970 S. 279f.
Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde in und um Hagen Eisenerzbergbau betrieben. Von Bedeutung war zeitweilig insbesondere die Kupfergrube Justenberg. Im 16. Jahrhundert wurden 60 Hausstätten gezählt. Nach zwei Bränden in den Jahren 1817 und 1845 wurde der Ort als Straßendorf wieder aufgebaut.Bochumer Kreisblatt Nr. 9 1945 Die Häuser besaßen überwiegend ein massives Untergeschoss und ein Obergeschoss aus Fachwerk. Bei diesen giebelständigen Ackerbürgerhäusern befindet sich der Wohnteil an der Straßenseite und der Wirtschaftsteil rückseitig. Wegen seiner im späten 19. und im 20. Jahrhundert fast ausschließlich agrarischen Struktur wird der Ort auch als Kuhschisshagen bezeichnet.Bezeichnung Kuhschisshagen
Am 1. Januar 1975 wurde Hagen aufgrund § 6 Sauerland/Paderborn-Gesetz nach Sundern eingemeindet.
Politik
Wappen 100px|Wappen der ehemaligen Gemeinde HagenBlasonierung:
In Rot ein goldener Baum, begleitet von einem goldenen Bischofsstab mit nach innen gewandter Krümmung.
Beschreibung:
Das Wappen ist einem aus dem Jahr 1439 überlieferten Siegelabdruck abgenommen. Der Baum deutet auf die Entstehung Hagens als Rodungssiedlung. Der Bischofsstab ist Attribut des Kirchenpatrons, des Heiligen Nikolaus. Der Rat der Gemeinde nahm am 15. November 1971 das Wappen an.Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 151, ISBN 3-87793-017-4
Öffentliche Nahverkehrsverbindungen
Haltestellen: Hagen-Post und -Waldeshöhe R21 Hagen–Arnsberg (stündlich) 335 Hagen–Finnentrop (welche nur zeitweise ab Hagen, Waldeshöhe fährt). Beide Linien sind im Fahrplan der DB Westfalenbus zusammengefasst. Ausführender Privatunternehmer ist Zacharias Reisen aus Meschede-Freienohl.
Vereine und Veranstaltungen Anknüpfend an die Bergbautradition existiert eine Interessengemeinschaft Bergbau, die auch ein kleines Museum betrieben hat. Dieses ist mittlerweile wieder geschlossen., abgerufen am 4. Mai 2011. Ferner besitzt Hagen eine Schützenbruderschaft, einen Ski-Club, den Reit- und Fahrverein KUFA Endorf-Hagen, einen Gesangverein mit zugehörigem Chor con brio, einen Musikverein und die Freiwillige Feuerwehr mit Jugendfeuerwehr.
Jährlich findet das zweitägige Mountainbike-Festival Mega-Sports in Hagen statt. Dabei nehmen allein am Bike Marathon rund 1.600 Teilnehmer teil. Am zweiten Sonntag im Juni wird seit 2014 jährlich der Sauerland-Höhenflug-Trailrun veranstaltet. Eine Laufveranstaltung auf dem gleichnamigen bekannten Wanderweg mit über 800 Teilnehmern. Ferner gibt es im Dorf einen von den ortsansässigen Vereinen veranstalteten Theaterabend. mini|zentriert|hochkant=2.5|Panorama von Sundern-Hagen (2025)
Literatur Volker Caesar: Die Freiheit Hagen im Hochsauerland als Beispiel planmäßiger Dorfgestaltung des frühen 19. Jahrhunderts in Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde, Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung Münster, 67. Band 1989
Weblinks
Stadt Sundern über den Ortsteil Hagen Private Homepage des Dorfes
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Sundern (Sauerland) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Hochsauerlandkreis) Kategorie:Ersterwähnung 1296 Kategorie:Gemeindeauflösung 1975 Kategorie:Straßendorf