SICK: The Life and Death of Bob Flanagan, Supermasochist ist eine US-amerikanische Filmdokumentation des Regisseurs Kirby Dick aus dem Jahr 1997. Der Film begleitet den an Mukoviszidose leidenden Schriftsteller, Musiker, Performancekünstler und BDSM-Aktivisten Bob Flanagan in den letzten Jahren vor seinem Tod 1996.
Handlung Die Dokumentation begleitet Flanagan in den letzten Jahren bis zu seinem Tod und zeigt, wie er sich im Rahmen von BDSM selbst Schmerzen zufügt, um die durch seine Krankheit verursachten Schmerzen besser ertragen zu können.
Der Regisseur Kirby Dick zeigt neben sadomasochistischen Praktiken des Künstlers mehrere sehr persönliche Interviews mit unterschiedlichen Gesprächspartnern. Der Zuschauer erfährt vom schmerzhaften Kampf Flanagans mit seiner letztendlich tödlichen Krankheit. Neben dem ausgefallenen und teilweise verstörenden Umgang mit seinem eigenen Körper wird insbesondere auch die große Bedeutung herausgearbeitet, die die Partnerschaft Flanagans mit seiner Freundin und Domina Sheree Rose für ihn in seinem letzten Lebensabschnitt hatte. Die Darstellungen drastischerer sadomasochistischer Handlungen wurden teilweise von Rose selbst im privaten Umfeld aufgenommen und in den Film integriert. Interviews mit Freunden und Familie des Künstlers sowie ein Auftritt, in dessen Rahmen er vor Studenten Witze über seine Krankheit macht, sind ebenfalls enthalten. Die Produktion begleitet den Leidensweg des Künstlers schließlich bis auf die Intensivstation und zeigt den Leichnam nach dessen Tod. Sie endet mit der Beerdigung und einer Collage, die Videoaufnahmen aus dem Leben des Künstlers seit dessen fünften Lebensjahr zeigt.
Kritiken
Auszeichnungen 1997 Sundance Film Festival Special Recognition (Kirby Dick) Grand Jury Prize (Nominierung für Kirby Dick) Los Angeles Independent Film Festival Publikumspreis (Best Feature Film für Kirby Dick)
1998 Las Vegas Film Critics Society Awards Sierra Award (Beste Dokumentation)
Hintergründe Der Film war 1997 Bestandteil des Panorama der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die britische Zensurbehörde BBFC verfügte für den britischen Markt Schnitte in einer Gesamtlänge von 3 m 42 s. Die Schnitte betrafen zwei sadomasochistische Szenen, in denen Atemkontrolle, das Piercing eines Penis, das rektale Einführen von Metallkugeln und das Durchdringen einer Glans penis mittels eines Nagels und eines Hammers dargestellt wurden. Die Behörde wies darauf hin, dass aus ihrer Sicht die dargestellten Praktiken hochgefährlich seien und ihre Darstellung die Nachahmung durch interessierte Sadomasochisten anregen könne.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1997 Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:BDSM im Film