mini|hochkant=1.4|Las Médulas
Las Médulas (spanisch "Die weißen Häute") liegen in der Nähe der spanischen Stadt Ponferrada, Provinz León, in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Sie waren die wichtigste Goldmine des Römischen Reiches.Johannes Baier (2025): Las Médulas – das Eldorado des Römischen Reiches. In: Fossilien, 42(2), 14-19. Die Kulturlandschaft der Las Médulas wird seit 1997 als UNESCO-Welterbe geführt.
Die außergewöhnliche Landschaft ist ein Ergebnis der ruina montium, einer römischen Bergbautechnik. Plinius der Ältere beschreibt sie in seiner Naturalis historia als Durchlöchern der Berge und späteres Überschwemmen mit großen Mengen Wassers.Plinius, Naturalis historia 33, 66 und 70–76. Dies soll die Hügel buchstäblich abgetragen haben. Um die benötigten Mengen Wasser aus der Sierra de la Cabrera heranzubringen, wurde ein über 100 Kilometer langes Kanalsystem erbaut, Teile davon sind noch heute erhalten.
Unter der Regentschaft des Augustus wurde das Gebiet von den Römern nach langwierigen Feldzügen (Kantabrischer Krieg, 29–19 v. Chr.) erobert. Als Grund der römischen Interventionen werden nach römischen Quellen fortwährende Überfälle der Kantabrer auf benachbarte römische Regionen gesehen und deren Versuch, ihren Herrschaftsbereich zu erweitern.Francisco Diego Santos: Die Integration Nord- und Nordwestspaniens als römische Provinz in der Reichspolitik des Augustus. In Wolfgang Haase, Hildegard Temporini (Hrsg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Bd. 3. De Gruyter, Berlin 1975, ISBN 3-11-005838-3, S. 528 () Die Römer interessierten sich für die Erze im Land der Kantabrer und begannen bereits kurz nach der Eroberung mit dem Goldabbau in Las Médulas.Meret Strothmann: Augustus – Vater der res publica: zur Funktion der drei Begriffe restitutio-saeculum-pater patriae im augusteischen Principat. Stuttgart 2000, S. 145 () Publius Carisius eroberte Las Médulas im Jahre 25 v. Chr. in der Schlacht um den Mons Medullius.
Beschreibung durch Plinius den Älteren mini|links|Eine der Galerien in den Medulas
Plinius gab auch an, dass jedes Jahr 20.000 Römische Pfund Gold gefördert wurden, also ca. 6,2 Tonnen im Jahr. 60.000 freie Arbeiter förderten demnach in 250 Jahren 1635 Tonnen Gold zu Tage.
zentriert|mini|hochkant=2.8|Panoramaübersicht über Las Médulas
Vor Ort Einen besonders guten Überblick hat man vom Südosten, dem Mirador de Orellán. Dort hat man auch die Möglichkeit, die Galería de Orellán zu besuchen – eine Höhle mit Aussichtsplattform.
Von hier beginnen verschiedene Wanderwege. Einer davon führt zu den Resten des römischen Aquädukts, mit dessen Wasser die Erde damals fortgespült wurde. Andere führen hinunter in die Kastanienwälder, die für sich schon sehenswert sind.
mini|Führung durch die Höhlen des antiken Goldbergwerks mini|links|Las Médulas, Edelkastanien
Weblinks
Offizielle Website der Fundación Las Médulas Informationen über Las Médulas der Provinz Castilla y León Offizieller Eintrag bei der UNESCO
in der Reihe Schätze der Welt
Einzelnachweise
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