mini|Orden des Heiligen Schatzes (Bruststern) Der Orden des Heiligen Schatzes (japanisch , Zuihōshō, englisch Order of the Sacred Treasure), auch Orden des Spiegels oder Orden des geheiligten Schatzes genannt,Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 705. ist ein japanischer Orden, der am 4. Januar 1888 von Kaiser Meiji gestiftet wurde.
Der Orden ist in sechs Klassen aufgeteilt; verliehen werden kann er für lange oder besondere Dienste sowohl im militärischen als auch zivilen Bereich. Die Auszeichnung wurde an Heer und Marine sowie an gleichgestellte Zivilbeamte vergeben. Die Auszeichnung stufte nach Dienstgrad und setzte oft voraus, bereits Träger des Ordens in einer bestimmten vorangehenden Ordensklasse zu sein. Auch Träger des Orden der aufgehenden Sonne in einer bestimmten Klasse zu sein, war für die Auszeichnung eine mögliche Voraussetzung. Ausländer, wie Konsuln, Gesandte und Botschaftsangehörige mit mehrjähriger Tätigkeit in Japan konnten den Orden erhalten. Die Voraussetzung für die Auszeichnung mit dem Großkreuz (erste Klasse) erfüllen hohe Offiziere und Beamte des Heeres und der Marine, sowie Zivilbeamte in gleicher Stellung, Gesandte und Minister. Darüber hinaus müssen die ausgezeichneten Personen Träger des Ordens der aufgehenden Sonne der 2. Klasse sein. Ursprünglich nur Männern vorbehalten, kann der Orden seit 1919 auch an Frauen verliehen werden. Im Gegensatz zu seinen europäischen Gegenstücken kann der Orden des Heiligen Schatzes auch postum verliehen werden.
Ordensklassen
Seit 2003 #Bandschnalle Name Kanji Übersetzung englischEntsprechungMaximilian Gritzner: Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt. Leipzig 1893 (Digitalisat des Originals im Internet Archive), Nachdruck des Originals: Reprint-Verlag, Holzminden 2000, ISBN 3-8262-0705-X. 1.zentriert|rahmenlos|60px Zuihō daijushō Großer Orden des Heiligen Schatzes am Band Grand Cordon Großkreuz 2.zentriert|rahmenlos|60px Zuihō jūkōshō Mehrfarbiger Orden des Heiligen Schatzes Gold and Silver Star Großoffizier 3.zentriert|rahmenlos|60px Zuihō chūjushō Mittlerer Orden des Heiligen Schatzes Gold Rays with Neck Ribbon Kommandeur 4.zentriert|rahmenlos|60px Zuihō shōjushō Kleiner Orden des Heiligen Schatzes am Band Gold Rays with Rosette Offizier 5.zentriert|rahmenlos|60px Zuihō sōkōshō Zweifarbiger Orden des Heiligen Schatzes Gold and Silver Rays Ritter I. Klasse 6.zentriert|rahmenlos|60px Zuihō tankōshō Einfarbiger Orden des Heiligen Schatzes Silver Rays Ritter II. Klasse
1888–2003 Bis 2003 waren die Klassen, ähnlich der europäischer Klassenorden, durchnummeriert.
rahmenlos|60x60px 1. Klasse 60x60px 2. Klasse 60x60px 3. Klasse 60x60px 4. Klasse 60x60px 5. Klasse 60x60px 6. Klasse 60x60px 7. Klasse 60x60px 8. Klasse
Gestaltung und Trageweise mini|Generalmajor Johnson Hagood mit dem Orden des Heiligen Schatzes als Bandschnalle (zweite Reihe rechts) Der Orden trägt Symbole der Throninsignien Japans: den Spiegel Yata no kagami, den Edelstein Yasakani no Magatama und das Schwert Kusanagi.
Das Ordenszeichen der 1. bis 6. Klasse ist ein Malteserkreuz in Gold (1. bis 4. Klasse), Gold und Silber (5. Klasse) bzw. Silber (6. Klasse), mit weißen emaillierten Strahlen, die für das Schwert stehen. Die zentrale Scheibe ist blau mit einem achtzackigen Stern für den Spiegel umgeben von einem Kranz aus rot-emaillierten Punkten für den Edelstein. Das Ordenszeichen hängt an einem hellblauen Band mit gelben Streifen an den Rändern.
Die 1. Klasse wird als Schärpe an der rechten Schulter, die 2. und 3. Klasse bei Männern als Halsband und die 4. bis 6. Klasse an der linken Brust (mit Dreiecksband) getragen. Frauen tragen das Band in Form einer Schleife an der linken Schulter. Das Band der 4. Klasse besitzt zusätzlich eine Rosette.
Der Stern der 1. und 2. Klasse ähnelt dem Ordenszeichen, mit der Ausnahme, dass er die Form von zwei Malteserkreuzen, eines in Gold und das andere diagonal in Silber, besitzt. Der Stern der 1. Klasse wird an der linken und der 2. Klasse an der rechten Brust getragen.
Die Farben der Strahlen des Ordenszeichens, die Form des Bandes und die Trageweise für jede Klasse ähneln dem Orden der Aufgehenden Sonne.
Änderungen von 2003 Bis 2003 wurden ebenfalls Orden der 7. und 8. Klasse verliehen, deren Ordenszeichen eine achteckige Silbermedaille – die 7. Klasse teilweise vergoldet –, mit Darstellungen des Spiegels und des Edelsteins, war. Getragen werden sie wie die der 4. bis 6. Klasse.
Außerdem wurde von allen Orden die Farbe des Bandes von Weiß mit zwei gelben Streifen auf Indigo mit zwei gelben Streifen geändert.
Bekannte Empfänger
1. Klasse: Charles Alexander Anderson, Akabori Shirō, Arisaka Nariakira, George Edward Gauntlett (jap. Ganto Tadashi), Hayashi Senjūrō, Hans-Olaf Henkel,2000 Autumn Conferment of Decorations on Foreign Nationals, Internetseite des japanischen Außenministeriums (englisch) Ibuka Masaru,James Kirkup: Obituary: Masaru Ibuka. In: Independent. (London), 22. Dezember 1997. Akio Morita, Renato Ruggiero, Rudolf Sallinger, Satō Naotake, Otto Schniewind, Julius Scriba, Hamao Umezawa, Oda Yorozu, Tōjō Hideki 2. Klasse: Sakıp Sabancı, Iriye Akira, James Harold Elmsley, George Edward Gauntlett, Konrad Ernst von Goßler, Werner Köster, Ikuo Kushiro, Murata Akira, Johannis de Rijke, Alexander von Siebold, Heinrich Georg Stahmer, Eugene P. Wilkinson 3. Klasse: Peter Drucker, Max Fesca, Carl Fraenkel, Fukushima Yasumasa, George Edward Gauntlett, Günther Gumprich, Ernst Heinkel, Akira Ifukube, Otsuma Kotaka, Cecil Meares, Heinrich von Mosthaf, Isamu Noguchi, Tadahiro Sekimoto, Katō Shūson, Uno Chiyo, Shinya Inoué,Shinya Inoué Honored by the the Government of Japan bei mbl.edu; abgerufen am 11. Januar 2017. Bruno Lewin,Lebenslauf Bruno Lewin auf der Seite der Sektion Sprache und Literatur Japans der Ruhr-Universität Bochum. Karl Emil Kirchner, Friedrich Wilhelm HöhnLaut Auskunft des Japanischen Kabinettsbüros per Mail vom 10.4.2019 im Auftrag von Beate Wonde (Kuratorin der Mori-Ōgai-Gedenkstätte), Rolf Anschütz 4. Klasse: Rudi Müller, Herbert Keppler, Keiko Fukuda, Beate Sirota, Helmut Laumer, Hermann Bohner,5. Klasse: 1934, 4. Klasse: 1954 ">Hermann Bohner: Arbeiten und Veröffentlichungen Ostasien betreffend Albert Scheibe unbekannte Klasse: Hans-Günther Sohl, Carl Caelius, Bernhard Rogge, Heinrich Hertz,Jean-Marie Thiébaud: L’ordre du Trésor Sacré (Japon). 88 autres titulaires. Éditions L’Harmattan, 2007, abgerufen am 12. September 2022. Toyohiko Kagawa, Thomas Noguchi
Siehe auch: :Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Schatzes
Literatur James W. Peterson, Barry C. Weaver, Michael A. Quigley: Orders and Medals of Japan and Associated States (= Orders and Medals Society of America. Monograph. Band 1). 3. Auflage. Orders and Medals Society of America, San Ramon CA 2000, ISBN 1-890974-09-9. Maximilian Gritzner: Handbuch der Ritter- und Verdienstorden aller Kulturstaaten der Welt innerhalb des 19. Jahrhunderts. S. 190–192. Leipzig 1893 (Digitalisat des Originals im Internet Archive)
Weblinks
Seite des japanischen Kabinetts zum Orden des Heiligen Schatzes (englisch) (japanisch, englisch) – Auflistung von 88 Preisträgern Liste von japanischen Ordensträgern der höchsten Klasse: Vor dem 3. Mai 1947: (japanisch) Danach: (japanisch) Seit 2003: (japanisch)
Einzelnachweise
Heiliger Schatz Kategorie:Erstverleihung 1888