Neckarhausen ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Nürtingen im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg.
Geographische Lage Neckarhausen befindet sich in einer Höhenlage von durchschnittlich etwa zwei Kilometer südwestlich von Nürtingen, größtenteils am linken Neckarufer. Die Markungsfläche beträgt 606 ha. Der höchste Punkt befindet sich bei am Wasserhochbehälter Auf Hochen.
Nachbargemeinden Folgende Städte und Gemeinden grenzen an Neckarhausen, sie werden im Uhrzeigersinn genannt: Nürtingen im Norden, Osten und Süden, Neckartailfingen im Westen und Aichtal im Südwesten.
Geschichte mini|Neckarhausen 1683, Forstlagerbuch von Andreas Kieser Schon die Römerstraße von Rottenburg bis nach Köngen führte durch Neckarhausen. Ein römischer Gutshof stand im Gewand Schlossgarten am rechten Talhang des Neckars. Neckarhausen wurde vermutlich um 500 bis 700 n. Chr. von Nürtingen aus angelegt.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1284. Bis ins 15. Jahrhundert hieß der Ort meist nur Husen oder Husen bei Nürtingen. Erstmals 1366 findet sich dann die Bezeichnung Neckerhusen. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kam Neckarhausen zusammen mit Nürtingen an Württemberg. Als älteste geistliche Grundherrschaft ist das Kloster Salmannsweiler (Salem) nachgewiesen. Bereits 1284 verkaufte ein Bertold von Neuffen seine beiden Fischwasser in Neckarhausen an dieses Kloster.
Am 1. Oktober 1974 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Neckarhausen in die Stadt Nürtingen eingegliedert.
Politik Dem 12-köpfigen Ortschaftsrat steht als hauptamtlicher Ortsvorsteher Felix Doll vor.
Ortsvorsteher seit Eingemeindung 1974
1974–2011 – Willi Knapp 2011–2020 – Bernd Schwartz seit 2021 – Felix Doll
Wappen Blasonierung: In durch einen blauen Wellenbalken geteiltem Schild oben in Silber eine gestürzte blaue Pflugschar, unten in Gold ein rotes Haus. Die Pflugschar wurde schon früher im Gemeindesiegel geführt. Der Wellenbalken weist auf den Neckar hin. Das Wappen wurde 1927 angenommen. Die Ortsfarben sind weiß und gelb. Neckarhausen wird 1284 erstmals als Husem am Neckar urkundlich erwähnt.
Einwohnerentwicklung bis zur Eingemeindung nach Nürtingen.
Die nachstehenden Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse. Stichtag Einwohnerzahl 1. Dezember 1852 991 1. Dezember 1871 976 1. Dezember 1900 1183 17. Mai 1939 1510 13. September 1950 2124 6. Juni 1961 2432 27. Mai 1970 2876
Verkehr Die Bundesstraße 297 von Tübingen nach Schwäbisch Gmünd verläuft entlang des Neckars durch den Ort. Daneben besteht über eine Kreisstraße eine Verbindung nach Raidwangen.
Öffentliche Einrichtungen Der Ort verfügt über drei Kindergärten, eine Grundschule (Anna-Haag-Schule) mit Schulturnhalle und eine Zweigstelle der Stadtbücherei Nürtingen. Mit der Beutwanghalle steht eine Sport- und Festhalle zur Verfügung.
Vereine Die Frauenfußballmannschaft des TB Neckarhausen spielt in der Oberliga Baden-Württemberg.
Persönlichkeiten Erwin Waldner (1933–2015), Fußballnationalspieler, wurde in Neckarhausen geboren Felix Tausch (* 1976), Richter, wuchs in Neckarhausen auf und war später Mitglied des Ortschaftsrats
Literatur Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 590–609
Weblinks
Neckarhausen. LEO-BW, landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg Informationen zum Stadtteil Neckarhausen auf den Internetseiten der Stadt Nürtingen; abgerufen am 5. April 2020
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Esslingen) Kategorie:Ort im Landkreis Esslingen Kategorie:Ortschaft von Nürtingen Kategorie:Ersterwähnung 1284 Kategorie:Ort am Neckar Kategorie:Gemeindeauflösung 1974