Harthausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Igersheim im tauberfränkischen Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg.

Geographie

Zur ehemaligen Gemeinde Harthausen gehören das Dorf Harthausen () und die Weiler Neubronn () und Reckerstal () sowie die abgegangenen Ortschaften Ritter(s)hof und Wüstenneussig.

Die bis zum Jahre 1972 selbstständige Gemeinde Harthausen ist innerhalb der Gemeinde Igersheim die zweitgrößte Ortschaft. Sie hat 481 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2021) und liegt auf einer Höhe von 331 m ü. NN etwas unterhalb der Quelle des Harthäuser Talbaches. Harthausen ist vom Gemeindezentrum Igersheim etwa 6 km entfernt und kann über die Bundesstraße 19 leicht erreicht werden. Die Ortsgemarkung umschließt eine Gesamtfläche von 1013,2 ha mit einem Waldanteil von 309 ha und berührt im nördlichen Bereich die bayerische Grenze.

Geschichte Mittelalter Der Ortsname bedeutet so viel wie: „Haus am Hardt“ oder Haus am Wald und wird urkundlich erstmals im Jahre 1185, „juxta villam Harthusen“, im Zusammenhang mit dem Stift Neumünster in Würzburg genannt.

In den folgenden Jahrhunderten war das Stift Neumünster in Harthausen begütert, später kamen noch als Grundherrschaften das Prämonstratenserinnenkloster in Schäftersheim, die Herren von Hohenlohe-Brauneck und der Deutsche Orden hinzu. Im Jahre 1409 erwarb das Deutschordenshaus in Mergentheim das Dorf und gliederte es seinem Amt Neuhaus an. Harthausen unterstand nun 400 Jahre dem Deutschen Orden.

Neuzeit Im April 1809 befahl Napoleon die Aufhebung des Deutschen Ordens in allen Rheinbundstaaten und erlaubte dem Königreich Württemberg, den Mergentheimer Ordensbesitz und die Ämter Neuhaus, Balbach und Wachbach zu beschlagnahmen. Seit dieser Zeit gehört Harthausen zu Württemberg.

Am 1. Januar 1972 wurde Harthausen nach Igersheim eingemeindet.

Wappen Die Blasonierung des Wappens lautet in Silber auf grünem Dreiberg ein rotes Haus zwischen zwei grünen Tannen.

Einwohnerentwicklung Die Bevölkerung von Harthausen entwickelte sich wie folgt: Jahr Gesamt 1961 480Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 6. Juni 1961 (Gemeindeverzeichnis) 1970 496Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 27. Mai 1970 (Gemeindeverzeichnis) 2017 507 Gemeinde Igersheim; abgerufen am 2. Januar 2020.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Harthausen: Die Pfarrkirche St. Aegidius (Juli 2009)

St. Aegidius (Harthausen) von 1747

Wirtschaft und Infrastruktur Ansässige Unternehmen Die Firma Wittenstein SE hat ihren Hauptsitz in Harthausen.

Verkehr

Persönlichkeiten

Literatur Ulrich Dallmann: 900 Jahre Igersheim. Herausgeber Gemeinde Igersheim, Igersheim 1990. Rudolf Mayer: Harthausen. Heimatbuch. Herausgeber Gemeinde Igersheim, Igersheim 1985. – Reprintausgabe 1968, ISBN 3-7644-0055-2.

Weblinks

Harthausen auf der Website von Igersheim Neubronn auf der Website von Igersheim Reckerstal auf der Website von Igersheim

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Igersheim Kategorie:Ort im Main-Tauber-Kreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Main-Tauber-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1185 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972