Das Wertpapierprospektgesetz (WpPG) vereinheitlicht entsprechend den europäischen Vorgaben das Regelwerk für Prospekte, die für das öffentliche Angebot von Wertpapieren veröffentlicht werden (früher Verkaufsprospekte) und Prospekte im Zusammenhang mit der Zulassung zum Regulierten Markt (so genannten organisierten Markt).
Es ist am 1. Juli 2005 in Kraft getreten und setzt die Prospektrichtlinie in Deutschland um. Nach WpPG ist die BaFin die zuständige Verwaltungsbehörde.
Das für Kreditinstitute bei der Ausgabe von Inhaberschuldverschreibungen nach damaligem Recht existierende Daueremittentenprivileg besteht in dieser Form nur noch bis Ende 2008 fort. Danach werden nur noch Emissionen von maximal 50 Millionen Euro pro Jahr in den Genuss der Prospektausnahme kommen.
Literatur Timo Holzborn (Hrsg.), EU-ProspVO / WpPG. Prospektverordnung (EU) 2017/1129 mit Delegierten Verordnungen (EU) 2019/980 und (EU) 2019/979, Wertpapierprospektgesetz, weiterführenden Vorschriften und Schweizer Wertpapierprospektrecht, Kommentar, 3. Auflage, Berlin 2024, Erich Schmidt Verlag, ISBN 978-3-503-21132-6. Clemens Just, Thorsten Voss, Corinna Ritz, WpPG. Kommentar, 2. Auflage, München 2023, Verlag C.H. Beck, ISBN 978-3-406-68281-0.
Weblinks
Kategorie:Bundesgesetz (Deutschland) Kategorie:Rechtsquelle (21. Jahrhundert) Wertpapierprospekt Kategorie:Wertpapieremission