Eberfingen ist ein Stadtteil der baden-württembergischen Stadt Stühlingen im Klettgau im Landkreis Waldshut.
Geografie Eberfingen liegt an der Wutach an der Grenze zur Schweiz und dem Kanton Schaffhausen.
Geschichte Der Ort wird als Eperolfvingga erstmals 929 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen genannt. Als ein Kämmerer des Frankenkönigs Chilparich wird ein Eperulf genannt der 584 ermordet wurde. 1275 wird Hugo von Eberfingen erwähnt.
Von 1501 bis 1760 bestand das Eisenschmelzwerk Eberfingen in dem vor allem Bohnerze verhüttet wurden. Beteiligt waren daran 1622 das Kloster St. Blasien die Fürstenberger und die Grafen von Sulz, die Grafen von Leiningen und Landgraf Maximilian von Stühlingen. Das Holz für das Eisenwerk kam über Gutach und Wutach per Flößerei mithilfe von Klusen aus dem Feldberggebiet, angeblich 10.000 Klafter / Jahr. Damit wurden 5.000–10.0000 Zentner Eisen jährlich produziert.
Bei Eberfingen bestand ein Steinbruch aus dem Steine für den Kehrtunnel Lausheim-Blumegg und für die Rheinbrücke Koblenz–Waldshut gewonnen wurden. Daneben fertigte man Brunnentröge aus dem Tuffgestein.
Verkehr Eberfingen hat einen Haltepunkt an der Wutachtalbahn. Im Jahr 2014 diente der ehemalige Bahnhof als Drehort für den ARD-Spielfilm Endstation Glück.
Der Südschwarzwaldradweg als Rundweg von Hinterzarten über Waldshut-Tiengen, Basel und Freiburg verbindet Bonndorf über Lausheim, Grimmelshofen, Weizen und Stühlingen mit Ebefingen und verläuft entlang der Wutach in die Nachbargemeinde Eggingen. In diesem Abschnitt parallel verläuft der Schwarzwald-Panorama-Weg von Pforzheim nach Waldshut.
Eberfingen liegt an der B 314.
Literatur Helmut Vocke (Hrsg.): Chronik des Landkreis Waldshut. 1957 Norbert Nothelfer (Hrsg.): Der Kreis Waldshut. 1979 Waldemar Lutz, Hansjörg Noe (Hrsg.): Kennzeichen WT Heimatkunde für den Landkreis Waldshut. Reinhard Caspers (Mithrsg.). 1989, ISBN 3-12-258330-5 Stadt Tiengen (Hochrhein): Der Klettgau, Franz Schmid (Hrsg.), 1971; (bis heute maßgebliche Monographie, mit Beiträgen von: Ruth Blum, Eugen Fürstos, Richard Gäng, Josef Hirt-Elmer, Josef Isele, Helmut Maurer, Ludwig Mayer, Emil Müller-Ettikon, Heinrich Münz, Helmut Naumann, Alois Nohl, Alfons Peter, Ernst Rüedi, Franz Schmid, Karl Schwarzenberg, Ignatz Stein, Heinz Voellner, Karl Friedrich-Wernet, Hans Jakob Wörner)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Waldshut Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Waldshut) Kategorie:Geographie (Stühlingen) Kategorie:Ersterwähnung 929 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974