Bárðr Guthormsson von Rein (/; * um 1150; † 3. April 1194), Lehnsmann, war ein Sohn des Lehnsmannes Guthormr Ásólfsson auf Rein in Rissa und Sigríðr Þorkelsdóttir. Er stammte aus einem der vornehmsten Geschlechter, das viele berühmte Persönlichkeiten aufweist.
Bárðr war einer der führenden Persönlichkeiten der Birkebeiner im norwegischen Bürgerkrieg.
Leben Snorri Sturluson schrieb in der Heimskringla in der Geschichte Harald Hardrådes:
In der Geschichte der Bagler (Bǫglunga sǫgur) wird er als außerordentlich reich, klug, sanftmütig und still geschildert. Er war dreimal verheiratet, zunächst mit Ulvhildr Pálsdóttir. Nach Ulvhilds Tode kam die Ehe mit König Sverres Schwester Cecilía Sigurðardóttir zustande, weil Sverre Mittel und Wege suchte, die Aristokratie von Trøndelag im Kampf gegen die Bagler auf seine Seite zu bringen. Doch da Cecilía noch mit dem Lagmann Fólkviðr aus Värmland verheiratet war, lehnte die Kirche eine Ehe ab. Sverre ließ daher diese Ehe als unter Zwang eingegangen durch Erzbischof Øystein Erlendsson annullieren und verheiratete sie mit Bárðr. Doch der kirchliche Widerstand legte sich erst nach der Schlacht bei Fimreite 1184, die er gegen seinen Widersacher Magnus gewann. Cecilía hatte mit ihm einen Sohn namens Inge, den späteren König Inge II.
Mit seiner dritten Frau Rangdid Erlingsdóttir hatte er den Sohn Skule Bårdsson, später der erste Herzog Norwegens, und die Töchter Sigríðr und Ingibjǫrg Bárðardóttir auf Rein, daneben noch die Söhne Sigurðr, Ásólfr und Guthormr.
Bischof Nikolaus in Oslo organisierte den Widerstand gegen König Sverre. Er stand wohl auch hinter dem Aufstand von 1193 auf den Orkneys unter der Leitung der norwegischen Kreise um Erling skakki und dessen Sohn Magnus. Auf deren Zug nach Norwegen unter Sigurðr, der behauptete, ein Sohn von Magnus Erlingsson zu sein, folgten ihnen auch viele Shetländer. Sie eroberten den Oslofjord und setzten sich auch in Bergen fest. Am Palmsonntag 1194 wurden sie in einer blutigen Seeschlacht vor Bergen geschlagen und Sigurðr fiel. Bárðr wurde schwer verletzt und starb bald darauf in Bergen. Er wurde in der Christkirche in Bergen begraben. Andere Quellen meinen, es sei die Christkirche in Nidaros, also der Nidarosdom gewesen.
Einzelnachweise
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