Kojisäure kommt in der Natur in den Mycelien verschiedener Pilze (Koji), besonders im Schimmelpilz Aspergillus oryzae, vor. Sie wurde 1907 erstmals isoliert.
Gewinnung Kojisäure wird durch Fermentation von glucosehaltigen Lösungen mit Aspergillus-Arten vor allem aus der Gruppe Aspergillus flavus/Aspergillus oryzae hergestellt.
Eigenschaften Kojisäure bildet mit einigen Schwermetallionen (Fe3+, Cu2+) farbige schwerlösliche Chelatkomplexe.
Wirkung Kojisäure wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Verwendet wird sie allerdings vor allem wegen ihrer Wirkung als Tyrosinasehemmer. Beim Auftragen auf die Haut bewirkt diese Eigenschaft eine Hemmung der Melaninbildung und damit eine Hautbleichung. Besonders beliebt ist diese Wirkung in Asien, dort sind daher viele Kosmetika mit Kojisäure auf dem Markt. In der Europäischen Union war die Verwendung von Kojisäure in kosmetischen Mitteln lange nicht eigens geregelt. Durch die Verordnung (EU) 2024/996 wurde sie in Anhang III der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 aufgenommen und ist seither nur noch in Gesichts- und Handprodukten bis zu einer Höchstkonzentration von 1 % zulässig. Die Beschränkung gilt für Produkte, die ab dem 1. November 2025 auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden. In der Schweiz muss für die Verwendung der Kojisäure in Kosmetikprodukten ein Sicherheitsbericht vorliegen.
Einzelnachweise
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