Die Wiesmoor-Gärtnerei und Baumschule GmbH ist ein Gartenbauunternehmen mit Sitz im ostfriesischen Wiesmoor in Niedersachsen. Hauptgeschäftsfelder sind die Produktion von Topf- und Baumschulpflanzen für den GroßhandelWiesmoor Gärtnerei, abgerufen am 21. Januar 2025. sowie der Betrieb von acht Wiesmoor Blumencentern, in denen Blumen und Pflanzen verkauft werden. Die Filialen befinden sich in Wiesmoor, Aurich, Bassum, Edewecht, Emden, Norden, Sulingen und Wardenburg.Wiesmoor Blumencenter, abgerufen am 21. Januar 2025. Daneben betreibt das Unternehmen weitere Geschäftsfelder. Lange Jahre war die Firma die größte Topfpflanzen-Gärtnerei Deutschlands. Die größere Emsflower lief ihr diesen Rang ab.

Geschäftsfelder Die Firma betreibt folgende Geschäftsfelder: Produktion von Topf- und Baumschulpflanzen für den Großhandel Betrieb von acht Wiesmoor Blumencentern, in denen Blumen und Pflanzen verkauft werden. Betrieb des Hotel-Restaurant Blauer FasanGolfresort Blauer Fasan, abgerufen am 21. Januar 2025. Betrieb eines Golfresorts mit Ferienhäusern Entwicklung von Projekten im Grundstücks-/Immobiliensektor für Wohnen und Gewerbe mit der Stadt Wiesmoor Energiegewinnung mit Photovoltaik

Geschichte miniatur|Historisches Verwaltungsgebäude der Wiesmoor-Gärtnerei (heute Tourist-Information) Die Wiesmoor-Gärtnerei wurde 1925 als Unternehmensteil der ehemaligen Nordwestdeutsche Kraftwerke AG (NWK) gegründet, damals mit einer Fläche unter Glas von 50.000 m². Die Gewächshäuser wurden von der Abwärme eines mit Torf aus einem nahen Abbaugebiet betriebenen Kraftwerkes der NWK beheizt, dem Torfkraftwerk Wiesmoor. Bis 1965 wurde hauptsächlich Gemüse angebaut. 1964 waren die Gewächshäuser aber veraltet und nicht mehr rentabel, deshalb wurde neben dem Abriss des Kraftwerkes auch die Gärtnerei aufgegeben.

Die NWK gründeten am 31. Mai 1965 die Wiesmoor-Gärtnerei GmbH und bauten neben einem neuen Gasturbinenkraftwerk auch eine komplett neue Gewächshausanlage mit rund 39.000 m² Fläche unter Glas. Diese wurde dann an die neugegründete Wiesmoor-Gärtnerei GmbH verpachtet. Seinerzeit war das die größte und modernste zusammenhängende Gewächshausanlage Europas.Wiesmoor Gärtnerei – Abschnitt WG Historie 1967, abgerufen am 21. Januar 2025. Statt Gemüse wurden nun Zierpflanzen kultiviert. Die Fertigstellung der gesamten Anlage dauerte bis 1967.

Im Jahre 1972 erfolgte die Fusion mit der Wiesmoor Baumschule GmbHWiesmoor Gärtnerei – Abschnitt WG Historie 1972, abgerufen am 21. Januar 2025., ein Jahr später wurde der 200 ha große Landwirtschaftsbetrieb der NWK in das Unternehmen eingegliedertWiesmoor Gärtnerei – Abschnitt WG Historie 1973, abgerufen am 21. Januar 2025. (heute zum Teil als Golfplatz des Golfclubs Ostfriesland e. V. genutzt, zum Teil Dauergrünbrache, Rapsanbau für Biodiesel, bzw. Baumschule). In den Folgejahren wurden mehrfach bauliche Erweiterungen vorgenommen. 1974 wurde das 1. Wiesmoor Blumencenter in Wiesmoor eröffnet. Bis 1981 wurde die Gesamtfläche des Blumencenters schrittweise auf 3000 m² vergrößert.Wiesmoor Gärtnerei – Abschnitt WG Historie 1974, abgerufen am 21. Januar 2025. 1982 kam ein bestehendes Hotelrestaurant (Blauer Fasan) der NWK hinzu.Wiesmoor Gärtnerei – Abschnitt WG Historie 1982, abgerufen am 21. Januar 2025. 1985 fusionierte die Alleingesellschafterin NWK zur PreussenElektra AG. Seit 1995 besteht eine Kooperation bei der Vermarktung der Topfpflanzen mit der Nordwest-Blumen Gartenbaugenossenschaft eG. Im Jahr 2000 fusionierten PreussenElektra AG und Bayernwerk AG zur E.ON Energie AG. Im Folgejahr erwarben fünf leitende Mitarbeiter unter Führung des langjährigen Geschäftsführers sämtliche Geschäftsanteile im Rahmen eines Management-Buy-out.Wiesmoor Gärtnerei – Abschnitt WG Historie 2001, abgerufen am 21. Januar 2025.

miniatur|Abfahrt Gärtnereibesichtigung In Zusammenarbeit mit der Touristik-Information der Stadt Wiesmoor bot die Gärtnerei von März bis Oktober täglich Führungen mit einem Besucherfahrzeug durch Baumschule und Gewächshausanlage an.

In der Silvesternacht 2014/2015 wurden in Wiesmoor rund 10.000 m² Gewächshausfläche bei einem Großbrand verwüstet. Der geschätzte Schaden betrug rund 500.000 Euro. Als Brandursache kamen vermutlich Feuerwerkskörper in Betracht.Wiesmoor-Gärtnerei: Feuer verwüstet 10.000 qm, Gabot, 2. Januar 2015, abgerufen am 21. Januar 2025. Aufgrund des Brands der Gewächshäuser auf dem 200 Hektar großen Areal musste die Wiesmoor-Gärtnerei ihre Zierpflanzenproduktion dort einstellen. Die Gewächshäuser wurden danach teilweise durch Vandalismus weiter zerstörtDetlef Kiesé: Alte Gewächshäuser in Wiesmoor haben eine Zukunft In: nwzonline.de vom 20. Dezember 2019, abgerufen am 21. Januar 2025. und bis 2023 alle abgerissen.Stadt Wiesmoor kauft großes Gewächshausgelände im Zentrum In: nwzonline.de vom 29. Dezember 2023, abgerufen am 21. Januar 2025. Seit dem Jahr 2016 bestehen nur noch die Baumschulabteilung und die Gartencenter.

2019 nimmt das Unternehmen die erste Photovoltaik-Anlage auf der Versandhalle des Unternehmens in Betrieb. Weitere Anlagen zur regenerative Energiegewinnung folgen.Wiesmoor Gärtnerei – Abschnitt WG Historie 2010, abgerufen am 21. Januar 2025.

Literatur

Weblinks

Homepage der Wiesmoor-Gärtnerei

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmen (Landkreis Aurich) Kategorie:Gartenbauunternehmen (Deutschland) Kategorie:Wiesmoor Kategorie:Landwirtschaft (Niedersachsen) Kategorie:Unternehmensgründung 1925