Hügelshart ist ein Ortsteil von Friedberg und liegt im bayerisch-schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg. Der Ort zählt derzeit gut 350 Einwohner.
Bis zur bayerischen Gemeindegebietsreform von 1978 war Hügelshart Teil der Gemeinde Ottmaring. mini|Hügelshart, Ortsteil von Friedberg (Bayern)
Geographie Das Kirchdorf Hügelshart liegt rund drei Kilometer südöstlich von Friedberg. Während sich das Oberdorf auf einem langgestreckten Hügel erhebt, der auf halber Strecke die Höhe von 500 Metern über dem Meeresspiegel überschreitet, wird das Unterdorf in gewundenem Lauf von der Paar durchflossen. Nachbarorte von Hügelshart sind Friedberg, Ottmaring, Rederzhausen, Wiffertshausen, Rinnenthal, sowie die Weiler Gagers und Bestihof. Der Ort ist über die Staatsstraße 2051 an das Straßennetz des Freistaates Bayern angeschlossen.
Name Der Name lässt sich nicht, wie vielleicht zu erwarten, auf das hügelige Gelände zurückführen. Während „Hart“ das mittelhochdeutsche Wort für Wald ist, stellt der Wortbestandteil „Hügel“ eine Verballhornung des Namens Hugolin (kleiner Hugo) dar. Hügelshart bedeutet also wörtlich „Siedlung am Wald eines Hugolin“.
Geschichte Während ein Kilometer östlich des Ortes bronzezeitliche Funde getätigt wurden, ist für den Ort selbst spätestens in der Römerzeit eine Besiedlung wahrscheinlich. Die heutige Durchfahrtsstraße erinnert in ihrem Namen (Römerstraße) an die Via Julia, eine Straße von Salzburg nach Augsburg.
Die erste bekannte urkundliche Nennung des Ortes im Jahr 1126 erwähnt den Besitz von zwei Prädien (Güter) in „Hugolineshart“ durch das Kloster Sankt Ulrich und Afra in Augsburg.
Wappen und Flagge mini|Flagge von Hügelshart am Tag der Weihe Der Feuerwehrverein initiierte 2026 die Stiftung eines Ortswappens. Aus den örtlichen Gegebenheiten wurden Symbole für das Wappen gewählt, die eine Intentifizierung mit dem Gemeinwesen erlauben und einen Wiedererkennungswert haben. Diese Symbole sind: Die Salzstraße, die ein wichtiger Handelsweg zwischen Augsburg und Salzburg war. Sie wird durch die gekreuzten Salzhaken (wichtiges Werkzeug des Salzsieders) und die begleitenden Salzkristalle symbolisiert. Die überdachte Holzbrücke über dem Fluss Paar, die in ihrem Fach- bzw. Balkenwerk stilisiert dargestellt ist. Die Paar, die sich im gewellten Schildfuß ausdrückt.
Blasonierung: In Silber eine in die Flanken des Schildes verschwindende bedachte rote Brücke mit fünf Stützpfosten und je zwei zueinander gestellten Schrägbalken, davor ein Sprossengeländer. Über der Brücke zwei gekreuzte schwarze Salzhaken, bewinkelt von vier über Eck gestellten blauen Quadraten, unten ein gewellter blauer Schildfuß.
Die Ortsflagge ist Rot-Weiß gestreift und führt mittig das Wappen.
Wappen und Flagge wurden vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch aus Magdeburg entworfen und werden außerhalb von Amtshandlungen zu dörflichen Festen und Feierlichkeiten sowie kulturellen Aktionen genutzt.
Sehenswürdigkeiten Die romanische Kirche St. Nikolaus ist eine der kleinsten, aber auch eine der ältesten Kirchen in der Gegend. Überdachte Holzbrücke über die Paar
Vereine Freiwillige Feuerwehr
Literatur Stadt Friedberg (Hrsg.): Stadtbuch Friedberg, 1. Bd., Friedberg 1991, 236 f. (Georg J. Abröll) Stadt Friedberg (Hrsg.): Stadtbuch Friedberg, 2. Bd., Friedberg 1991, 567–569 mit Abb. (Bernd Vollmar)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtteil von Friedberg (Bayern) Kategorie:Ersterwähnung 1126 Kategorie:Ort im Landkreis Aichach-Friedberg Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)