Fujisawa (, -shi) ist eine Großstadt im Süden der Präfektur Kanagawa.

Geographie Fujisawa liegt südlich von Tokio, Yokohama und Yamato, westlich von Kamakura und östlich von Chigasaki an der Sagami-Bucht. Der nördliche Teil der Stadt befindet sich auf dem Sagamino-Plateau und der südliche auf dem Shōnan-Küstenabschnitt.

Geschichte Fujisawa wurde erstmals im Taiheiki im späten 14. Jahrhundert erwähnt. Fujisawa entwickelte sich um den 1325 errichteten Tempel Yugyo-ji. Während der Edo-Zeit war Fujisawa eine Poststation ( Shukuba-machi) der Tōkaidō an der Grenze der antiken Kreise (-gun) Kōza und Kamakura der Provinz Sagami.

Nach der Meiji-Restauration wurde Fujisawa 1871 wie später die ganze Provinz Sagami Teil von Kanagawa. Im westlichen Teil von Fujisawa wurde 1878 bei der Reaktivierung der Landkreise als Untergliederung aller Präfekturen die Kreisverwaltung von Kōza eingerichtet, der östliche Teil gehörte weiterhin zum Kreis Kamakura mit Verwaltungssitz in Totsuka, der benachbarten Poststation an der Tōkaidō, heute ein Teil der Stadt Yokohama. Edward S. Morse fing 1877 mit biologischen Studien auf der Insel Enoshima an. Der Bahnhof Fujisawa der Tōkaidō-Hauptlinie wurde 1887 eingeweiht.

Bei der Modernisierung der Gemeindeebene 1889 wurde der westliche Teil von Fujisawa zur Stadt (-machi) Fujisawa-Ōsaka (, -machi), die östlichen Teile im Kreis Kamakura wurden zur Stadt Fujisawa-Ōtomi (, -machi) zusammengefasst. Am 1. Oktober 1907 wurde Fujisawa-Ōtomi nach Fujisawa-Ōsaka eingemeindet, und ab 1908 hieß die Stadt nach der Eingemeindung der beiden Mura Kugenuma (, -mura) und Meiji (, -mura) im Kōza-gun nur noch Fujisawa.Liste der Gemeinden im Kreis Kōza seit 1889 (japanisch)Fujisawa-shi, städtisches Infoblatt kōhō Fujisawa () Nr. 1628 vom 25. März 2018: Zum 110. Geburtstag von Fujisawa-machi () (japanisch) Am 1. Oktober 1940 wurde Fujisawa zur kreisfreien Stadt (-shi) ernannt.

Am 1. Juni 1941 wurde das Mura Muraoka (, -mura), am 10. März 1942 das Mura Mutsuai (, -mura), am 1. April 1947 die Machi Katase (, -machi) und am 5. April 1955 der Ortsteil Endō () des Mura Koide (, -mura), die Ortsteile Chōgo () und Takakura () des Machi Shibuya (, -machi) und das Mura Goshomi (, -mura) eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten mini|links|Enoshima Enoshima Shirahata-Schrein: Die Gottheiten dieses Shinto-Schreins sind Samukawahiko-no-Mikoto und Minamoto no Yoshitsune. Es gibt zwei tragbare Schreine (Mikoshi), je einen für Yoshitsune und Musashibō Benkei. Beide waren berühmte Personen der Kamakura-Zeit, die auch in Ruth Benedicts Studie Chrysantheme und Schwert erwähnt wurden. Ryūkō-ji Shōjōkō-ji (清浄光寺)

Verkehr Straße: Nationalstraße 1, nach Tokio bzw. Kyōto Nationalstraße 134 nach Yokosuka über Kamakura bzw. Hiratsuka Nationalstraße 467 nach Yamato Zug: JR Tōkaidō-Hauptlinie, Bahnhof Fujisawa und Bahnhof Tsujidō nach Tokio bzw. Kōbe Odakyū Enoshima-Linie nach Shinjuku Sōtetsu Izumino-Linie nach Yokohama Enoshima-Dentetsu-Linie nach Kamakura U-Bahn Yokohama Linie 1 nach Azamino Shōnan Monorail nach Ōfuna

Söhne und Töchter der Stadt Yūichirō Edamoto (* 1988), Fußballspieler Rika Fujiwara (* 1981), Tennisspielerin Kōki Fukui (* 1995), Fußballspieler Akito Fukumori (* 1992), Fußballspieler Clare Francis Gray (* 1997), Handballspielerin Roka Hasegawa (1897–1967), Maler Hirokazu Ishihara (* 1999), Fußballspieler Masahiko Kageyama (* 1963), Autorennfahrer Masami Kageyama (* 1967), Autorennfahrer Masahiro Nakai (* 1972), Sänger und Schauspieler Shū Ōba (* 2002), Fußballspielerin Mitsuki Saitō (* 1999), Fußballspieler Gen’ya Sekino (* 1999), Fußballspieler Gō Soeda (* 1984), Tennisspieler Kai Ozaki (* 1987), Freestyle-Skier Shun Takagi (* 1989), Fußballspieler Yoshiki Torikai (* 1998), Fußballspieler Masao Tsuji (* 1987), Fußballspieler Miho Yoshioka (* 1990), Seglerin

Partnerstädte Fujisawa listet folgende fünf Partnerstädte auf: StadtLandseitBoryeong2002Kunming1981Matsumoto 15px1961Miami Beach 15px1959Windsor 15px1987

Städtefreundschaft Kunming Volksrepublik China, seit 1981

Angrenzende Städte und Gemeinden Yokohama Kamakura Chigasaki Yamato (Kanagawa) Ayase

Literatur S. Noma (Hrsg.): Fujisawa. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 414.

Weblinks

Einzelnachweise

mini|links|Rathaus von Fujisawa

Kategorie:Ort in der Präfektur Kanagawa