mini|270x270px|Korinna Schumann, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz mini|Sitz des Sozialministeriums
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (kurz BMASGPK oder Sozialministerium bzw. Arbeitsministerium oder Gesundheitsministerium) ist das für Arbeitsmarkt, Sozialpolitik, Sozialversicherung, Pflege, Seniorenpolitik, Gesundheit sowie Konsumentenpolitik zuständige Bundesministerium der Republik Österreich und führt diese Bezeichnung (erweitert um „Arbeit“) seit April 2025. Mit April 2025 fielen die Bereiche Arbeitsmarkt(service), Arbeitsrecht, Arbeitsschutz wieder in den Bereich des Ministeriums. Es hat seinen Sitz im Regierungsgebäude an der Wiener Ringstraße.
Geschichte Das Ressort mit der Bezeichnung Arbeit, also die Belange der Arbeitnehmerschaft, war 1987 in der Bundesregierung Vranitzky II als solches geschaffen worden. Im Jahr 2000, mit Antritt Regierung Schüssel, wurden sie mit dem Wirtschaftsministerium zusammengelegt. Die Bundesregierung Faymann I nahm dann die Arbeitsagenden wieder aus dem Wirtschaftsressort heraus und legte sie mit dem Sozialministerium zusammen – angesichts der Wirtschaftskrise vorrangig genannt. 2020 wurde Arbeit wieder ausgegliedert (Bundesministerium für Arbeit, Jugend, Familie, dann ab 2021 für Arbeit, ab 2022 für Arbeit und Wirtschaft). 2025 gelangte Arbeit zurück zum Sozialministerium. Die Agenden Konsumentenschutz waren 1983 in der Amtszeit Sinowatz ausgezeichnet worden und sind vom Familienministerium (zunächst Bundesministerium für Familie, Jugend und Konsumentenschutz, ab 1987 für Umwelt, Jugend und Familie) über das Gesundheitsministerium (1991 Kabinett Vranitzky III Bundesministerium für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz, ab 1996 ohne Sport), Bundeskanzleramt (ab 1997, eigene Bundesministerin im Kanzleramt für Frauen und Verbraucherschutz) und das Justizministerium (2000) 2003 zum allgemeinen Pool Soziale Sicherheit und 2009 zum neuen Arbeits- und Sozialministerium gekommen.
Arbeitsministerium Sozialministerium Gesundheitsministerium 19181918 – Ministerium für soziale FürsorgeStaatsamt für soziale Fürsorge – 1919 Staatsamt für soziale Verwaltung 1920–38 Bundesministerium für soziale Verwaltung 19451945 – Staatsamt für soziale VerwaltungBundesministerium für soziale Verwaltung – 19721983 Bundesministerium für Gesundheit und UmweltschutzBundesministerium für Familie, Jugend und Konsumentenschutz 1987 Bundesministerium für Arbeit und Soziales Angelegenheiten der Gesundheit von einem Bundesminister im Bundeskanzleramt wahrgenommen 1991 Bundesministerium für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz 1996 Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz 1997 Das bisherige Gesundheitsministerium wird aufgelöst, die Agenden übernimmt größtenteils das Sozialministerium. Konsumentenschutz im Kanzleramt als Bundesministerin für Frauen und Verbraucherschutz Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales 2000 Das bisherige Ministerium erhält die Agenden Familie von Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie, und gibt das Ressort Arbeit an das Wirtschaftsministerium 30pxBundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen2003 Das Ministerium gibt die Gesundheits- und Frauenangelegenheiten an das neu geschaffene Bundesministerium für Gesundheit und Frauen ab, erhält die Agenden Konsumentenschutz30pxBundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz 30px Bundesministerium für Gesundheit und Frauen2007 Das Sozialministerium gibt die Familien- und Jugendangelegenheiten an das Gesundheitsministerium ab (gibt seinerseits die Frauenangelegenheiten ab) 100px Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz 30px Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend2009Das Sozialministerium tauscht Arbeit gegen Familien- und Jugendangelegenheiten mit dem Wirtschaftsministerium, das nun Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend heißt x30px Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz x30px Bundesministerium für Gesundheit2014 x30px Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz x30px Bundesministerium für Gesundheit2016 x30px Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz 119x119px|alternativtext= Bundesministerium für Gesundheit und Frauen2018 x30pxBundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz2020 x30pxBundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend x30pxBundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz2025 rahmenlos|Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und KonsumentenschutzBundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Aufgaben Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz ist zuständig für: Angelegenheiten des Arbeitsrechts, soweit sie nicht in den Wirkungsbereich des Bundesministeriums für Justiz fallen. Arbeitsvertragsrecht. Arbeitsvertragsrechtliche Sonderregelungen für einzelne Arbeitnehmergruppen, wie Angelegenheiten des Urlaubes und der Schlechtwetterentschädigung für Bauarbeiter; Angelegenheiten der Heimarbeit und der Rechtsverhältnisse arbeitnehmerähnlicher Personen; hingegen nicht arbeitsvertragsrechtliche Regelungen, bei denen andere Gegenstände des bürgerlichen Rechts im Vordergrund stehen. Arbeitnehmerschutzrecht. Arbeitsmedizinische Angelegenheiten des Arbeitnehmerschutzes; Angelegenheiten des Lehrlingsschutzes und des Heimarbeitsschutzes; Arbeitsinspektorate. Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht. Gesetzliche Interessenvertretungen der Arbeitnehmer; Angelegenheiten des Schlichtungswesens; Angelegenheiten der Betriebsvertretung. Kollektive Rechtsgestaltung auf dem Gebiet des Arbeitsrechts. Recht der Gesamtarbeitsverträge und der Festsetzung von Lohntarifen. Angelegenheiten des Arbeitsmarktes. Angelegenheiten der Arbeitslosenversicherung. Allgemeine Sozialpolitik. Angelegenheiten der Sozialversicherung einschließlich der Krankenversicherung und der Unfallversicherung. Angelegenheiten der allgemeinen und der besonderen Fürsorge. Angelegenheiten der Mutterschafts- und der Säuglingsfürsorge. Pflegevorsorge sowie Behinderten-, Versorgungs- und Sozialhilfeangelegenheiten. Koordination in Pflegeangelegenheiten. Allgemeine Bevölkerungspolitik. Angelegenheiten der Seniorenpolitik. Freiwilligenpolitik im Einvernehmen mit dem Bundeskanzleramt. Angelegenheiten des Gesundheitswesens. Allgemeine Gesundheitspolitik. Schutz vor Gefahren für den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung einschließlich des überregionalen Gesundheitskrisenmanagements. Strukturpolitik und -planung, Gesundheitssystementwicklung. Leistungsorientierte Finanzierung von Gesundheitsdienstleistungen, Informations- und Klassifikationssysteme im Gesundheitswesen, Gesundheitsberichterstattung, Qualität im Gesundheitswesen, Gesundheitsinformatik und Gesundheitstelematik. Angelegenheiten der Gesundheitspflege, Gesundheitserziehung und Gesundheitsberatung. Angelegenheiten des Mutter-Kind-Passes. Angelegenheiten der Gesundheitsvorsorge einschließlich der Gesundheitsvorsorge für die schulbesuchende Jugend. Angelegenheiten der Arbeitsmedizin. Angelegenheiten der Sportmedizin. Hygienewesen und Impfwesen. Überwachung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten. Angelegenheiten der Strahlenhygiene, des medizinischen Strahlenschutzes und der medizinischen Radiologie; medizinische Beurteilung der Anwendung ionisierender und nichtionisierender Strahlen sowie der Radiopharmaka. Angelegenheiten der Kurorte und der natürlichen Heilvorkommen, der Heil- und Pflegeanstalten und der Volkspflegestätten. Medizinische Angelegenheiten des Behindertenwesens. Überwachung und Bekämpfung des Missbrauches von Alkohol und Suchtgiften einschließlich der bundesweiten Drogenkoordination. Apotheken- und Arzneimittelwesen; Preisregelung auf diesem Gebiet; Angelegenheiten der Unabhängigen Heilmittelkommission. Angelegenheiten des Gesundheitsschutzes in Bezug auf Heilbehelfe und Gebrauchsgegenstände. Angelegenheiten des Suchtgiftverkehrs. Angelegenheiten des Leichen- und Bestattungswesens. Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals der öffentlichen Gesundheitsverwaltung. Angelegenheiten des Veterinärwesens. Angelegenheiten der Anwendung von veterinärmedizinischen Arzneimitteln und tierärztlichen Mitteln, Desinfektionsmitteln und Tierimpfstoffen. Angelegenheiten der Tierkörperbeseitigung. Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals der öffentlichen Veterinärverwaltung. Angelegenheiten der Tierärzte und der sonstigen Veterinärpersonen einschließlich der Angelegenheiten ihrer beruflichen Vertretung. Allgemeine Angelegenheiten des Tierschutzes sowie Angelegenheiten des Schutzes von Tieren beim Transport. Angelegenheiten des Sanitäts- und Veterinärpersonals. Angelegenheiten der Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Dentisten, Hebammen, klinischen Psychologen, Gesundheitspsychologen, Psychotherapeuten und der sonstigen Sanitäts- und Veterinärpersonen einschließlich der Angelegenheiten ihrer beruflichen Vertretung. Aus-, Fort- und Weiterbildung der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Pharmazeuten nach ihrer Graduierung sowie der sonstigen Sanitäts- und Veterinärpersonen. Angelegenheiten der Nahrungsmittelkontrolle. Angelegenheiten des Verkehrs mit Lebensmitteln, Verzehrprodukten, Zusatzstoffen, kosmetischen Mitteln und Gebrauchsgegenständen. Angelegenheiten der Schlachttier- und Fleischuntersuchung. Nahrungsmittelhygiene. Aus-, Fort- und Weiterbildung des Personals der öffentlichen Nahrungsmittelkontrolle. Allgemeine Angelegenheiten der Gentechnologie. Angelegenheiten der Konsumentenpolitik einschließlich des Konsumentenschutzes, soweit dieser nicht in den Wirkungsbereich des Bundesministeriums für Justiz fällt; Koordination der Konsumentenpolitik. Beschwerden in Konsumentenangelegenheiten. Förderung von Verbrauchervertretungen, insbesondere zur Sicherstellung der Beratung, Information und Rechtsdurchsetzung. Evaluierung der Konsumentenpolitik, Verbraucherforschung, Verbraucherbildung, Verbraucherinformation. Angelegenheiten des Schutzes vor gefährlichen Produkten, soweit es sich nicht um gewerbe- oder wettbewerbsrechtliche Angelegenheiten handelt.
Organisation Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gliedert sich wie folgt:
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Kabinett der Bundesministerin Anwältin für Gleichbehandlungsfragen für Menschen mit Behinderungen – Bundesbehindertenanwaltschaft Büro der Bundesbehindertenanwältin – Bundesbehindertenanwaltschaft Abteilung Interne Revision Abteilung Interne Revision Arbeit Staatssekretärin Büro der Staatssekretärin Sektion I: Präsidialangelegenheiten, Supportfunktionen, IT Abteilung I/1: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Gruppe I/A: Personalmanagement, Rechtskoordination Abteilung I/A/2: Personalmanagement der Zentralstelle Abteilung I/A/3: Dienst- und Besoldungsrecht Personalangelegenheiten von SMS und AGES, Gesundheitsförderung Betriebsärztlicher Dienst Abteilung I/A/4: Rechtskoordination und Verbindungsdienste Abteilung I/A/5: Personal-, Organisationsentwicklung; Verwaltungsinnovation Abteilung I/A/12: Personal- und Organisationsmanagement (Arbeit) Abteilung I/A/13: Verbindungsdienst, Parlamentarische Anfragen, Ministerrat und allgemeine Rechtsangelegenheiten (Arbeit) Gruppe I/B: Budget, IT und Wirtschaftsangelegenheiten Abteilung I/B/6: Vergabe- und Vertragsrecht; Grundsatzangelegenheiten des Datenschutzes in der Zentralstelle Abteilung I/B/7: Budgetmanagement, Controlling, Kostenrechnung Abteilung I/B/8: Informationstechnologie und -management Abteilung I/B/9: Compliance, Veranstaltungs- und Auszeichnungsmanagement, Sonderprojekte, Bürger:innenanfragen