Chaux-Champagny ist eine Gemeinde im französischen Département Jura in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie Chaux-Champagny liegt auf , südlich von Salins-les-Bains und etwa 36 Kilometer nordöstlich der Stadt Lons-le-Saunier (Luftlinie). Die Doppelgemeinde erstreckt sich im Jura, im äußersten Norden des Plateau Lédonien (erstes Juraplateau), am oberen westlichen Hang des Erosionstals der Furieuse.

Die Fläche des km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird von der Hochfläche des Plateau Lédonien eingenommen, die durchschnittlich auf liegt, gegen Süden hin leicht ansteigt und teils von Acker- und Wiesland, teils von Wald bestanden ist. Das Plateau besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal mit einem schmalen Streifen in die ausgedehnte Waldung der Forêt des Moidons. Mit wird auf einer bewaldeten Höhe, welche die nordöstliche Fortsetzung der Côte de l’Heute darstellt, die höchste Erhebung von Chaux-Champagny erreicht. Im Norden reicht der Gemeindeboden über den Hang von Champagny bis an den Flusslauf der Furieuse hinunter.

Die Gemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen, Weiler und Einzelhöfen, nämlich: Chaux () am Rand des Hochplateaus über dem Tal der Furieuse Champagny () am westlichen Talhang der Furieuse Malaton () auf dem Hochplateau

Nachbargemeinden von Chaux-Champagny sind Bracon und Salins-les-Bains im Norden, Pont-d’Héry im Osten, Valempoulières im Süden sowie Chilly-sur-Salins und Ivory im Westen.

Geschichte Verschiedene Funde weisen darauf hin, dass das Gemeindegebiet von Chaux-Champagny bereits während der gallorömischen Zeit besiedelt war. Erstmals urkundlich erwähnt wird Champagny im 12. Jahrhundert. Der Ortsname geht auf den gallorömischen Geschlechtsnamen Campanius zurück und bedeutet so viel wie Landgut des Campanius (Campaniacum). Demgegenüber wird Chaux vom lateinischen Wort calvus (kahl) abgeleitet und bezeichnet unfruchtbares Land.

Im Mittelalter gehörten Chaux und Champagny zur Herrschaft Valempoulières. Zusammen mit der Franche-Comté gelangten beide Dörfer mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Im Jahr 1972 fusionierten Chaux-sur-Champagny und Champagny zur heutigen Doppelgemeinde Chaux-Champagny.

Bevölkerung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2017 Einwohner 108 77 87 97 90 73 65 71 Quellen: Cassini und INSEE

Mit Einwohnern (Stand ) gehört Chaux-Champagny zu den kleinsten Gemeinden des Départements Jura. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1901 wurden noch 161 Personen gezählt), wurden seit Beginn der 1970er Jahre nur noch relativ geringe Schwankungen verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur Chaux-Champagny war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen, ist aber von der Hauptstraße D467, die von Salins-les-Bains nach Champagnole führt, leicht erreichbar. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Chilly-sur-Salins und Ivory.

Siehe auch Liste der Monuments historiques in Chaux-Champagny

Weblinks

Kategorie:Ort in Bourgogne-Franche-Comté Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert