alt=Walter Bodmer (1903–1963) Maler, Bildhauer. Metallrelief, 1961–1963, Bruderholzschule, Base|mini|Metallrelief, 1961–1963, Bruderholz Schule
Walter Bodmer (* 12. August 1903 in Basel; † 3. Juni 1973 ebenda) war ein Schweizer Maler und Bildhauer und Kunstpädagoge.
Leben und Wirken Walter Bodmer studierte von 1919 bis 1923 an der Allgemeine Gewerbeschule Basel den Ausbildungsgang Kunstmaler. Von 1927 bis 1928 bereiste er zusammen mit seinen Freunden Otto Abt und Walter Kurt Wiemken Paris und Collioure. In Collioure trafen sie sich mit anderen Künstlern, wie Serge Brignoni oder Jean Matisse. 1932 erhielt Bodmer vom deutschen Künstler Hein Heckroth eine Einführung in die Technik der Monotypie, die er anschliessend zur Abstrakten Malerei weiterentwickelte. 1933 war Bodmer zusammen mit Walter Kurt Wiemken und Otto Abt Mitinitiator der aus Protest gegen die konservativen Tendenzen in der Basler Sektion der Gesellschaft schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten (GSMBA) gegründeten antifaschistischen Gruppe 33. alt=1966–1969, Freiplastik, Eisen bemalt. Höhe 230cm. St. Alban-Schulhaus, Basel. Von Walter Bodmer (1903–1973) Maler, Bildhauer.|mini|1966–1969, Freiplastik, Eisen bemalt. Höhe 230cm. St. Alban-Schulhaus, Basel Bodmer begann sich in dieser Zeit künstlerisch mit dem Kubismus auseinanderzusetzen und entwickelte eine eigene Bildsprache, die sich in Zeichnungen, Reliefs, Drahtbildern und Plastiken ausdrückte. Ab 1936 schuf er vor allem Drahtreliefs und Drahtplastiken. 1939 wurde Bodmer Lehrer an der Kunstgewerbeschule Basel für Aktzeichnen, Kopfzeichnen und anatomisches Zeichnen. Neben der Kunst war er auch Musiker und verdiente sich in den 1930er Jahren seinen Lebensunterhalt als Saxophonist und Schlagzeuger der Fred Manys Band. Eine der ersten Schweizer Jazzbands.
Ausstellungen 1932: erste Einzelausstellung, Kunsthalle Basel 1936: Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik, Kunsthaus Zürich 1944: Konkrete Kunst, Kunsthalle Basel (zusammen mit Hans Arp, Max Bill, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Leo Leuppi, Richard Paul Lohse, Piet Mondrian, Sophie Taeuber-Arp und Georges Vantongerloo) 1947: Kunsthalle Bern (zusammen mit Leo Leuppi, Alexander Calder und Fernand Léger) 1956: 28. Biennale di Venezia 1959: documenta II in Kassel 2003: Retrospektive: 100. Geburtstag des Basler Künstlers Walter Bodmer – Pionier der Schweizer Abstrakten in Basel
Kunstpreise 1956: nationaler Kunstpreis für die Schweiz von der Solomon R. Guggenheim Foundation 1968: Kunstpreis der Stadt Basel
Literatur Maria Netter: Walter Bodmers Bilder und Drahtplastiken. In: Architektur und Kunst, Bd. 36, Heft 6, 1949, S. 195–199. Dorothea Christ: Walter Bodmer 14. August 1903 bis 3. Juni 1973. In: Basler Stadtbuch 1973, S. 209–218. Dorothea Christ: Die Bedeutung der Gruppe 33. In: Basler Stadtbuch 1983, S. 31–41. Agathe Straumann, Erziehungsdepartement Basel-Stadt. Walter Bodmer. In: Kunst für Basel: 75 Jahre Kunstkredit Basel-Stadt. Kunst im öffentlichen Raum. Schwabe Verlag, Basel 1974, ISBN 3-7965-0968-1.
Weblinks
Walter Bodmer In: Kunstkredit-Sammlung Publikationen von und über Walter Bodmer (1903–1973) im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek
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