Niderviller (deutsch Niederweiler) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Niderviller ist durch seine Steingutfabrik bekannt.

Geografie Die Gemeinde liegt etwa fünf Kilometer südöstlich von Sarrebourg. Durch den Norden des Gemeindegebietes führt der Rhein-Marne-Kanal, dessen letzte Schleuse vor der Vogesendurchquerung sich hier befindet (Port de l'Altmühl). Auch ein 240 m lange Kanaltunnel befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Niderviller. Ortsteile von Niderviller sind Vieux-Moulin (Altmühle) und Neubruch.

Geschichte Der Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und entvölkert und kam 1661 zu Frankreich. 1735 entstand die Marke Niderviller Keramik. Der Ort gehörte zwischen 1871 und 1919 zum Reichsland Elsaß-Lothringen und war in der Zeit von 1940 bis 1945 deutsch. Der ebenfalls zerstörte Nachbarort Oberviller wurde nicht wiederaufgebaut.

Im Gemeindewappen wird die Geschichte versinnbildlicht: Streifen und Fleur-de-Lys sind die Symbole der Familie Custines, die im 18. Jahrhundert die Herrschaft über Niderviller besaß und die Steingutfabrik gründete. Das rote Lothringerkreuz mit den Majuskeln N und V ist das Markenzeichen der Keramik.Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019Einwohner 881 898 1010 1140 1072 1069 1128 1211

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten Astolphe de Custine (1790–1857), französischer Reiseschriftsteller

Belege

Weblinks

Die Steingutfabrik in Niderviller

Kategorie:Ort in Grand Est