Gosdorf war bis Ende 2014 eine Gemeinde mit 1152 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 72 KB; abgerufen am 3. Februar 2025) im Bezirk Südoststeiermark der Steiermark. Mit 1. Jänner 2015 wurde sie im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit den Gemeinden Eichfeld und Mureck zusammengeschlossen, die neue Gemeinde führt den Namen Mureck weiter.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 12. September 2013 über die Vereinigung der Stadtgemeinde Mureck und der Gemeinden Eichfeld und Gosdorf, alle politischer Bezirk Südoststeiermark, Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 14. Oktober 2013, Nr. 99, 28. Stück, S. 555.

Geografie Gosdorf liegt im Bezirk Südoststeiermark im österreichischen Bundesland Steiermark an der Mur, welche hier die Staatsgrenze gegen Slowenien im Süden ist.

Gliederung Die Gemeinde bestand aus drei Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Diepersdorf () Fluttendorf () Gosdorf ()

Das Gemeindegebiet gliederte sich in vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl, Stand ): Diepersdorf () Fluttendorf () Gosdorf () Misselsdorf ()

Nachbargemeinden bis Ende 2014

Eingemeindungen

Mit 1. Jänner 1969 wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Diepersdorf und Fluttendorf bei der Gemeinde Gosdorf eingemeindet.

Geschichte Gosdorf wurde erstmals 1286 urkundlich als „Gocztichendorf“ erwähnt. Der Name geht auf den slawischen Personennamen *Gostĕchъ zurück. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinden Diepersdorf, Fluttendorf und Gosdorf als autonome Körperschaften entstanden 1850.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs kam es zu Auseinandersetzungen mit der Laibacher „Nationalregierung für Slowenien und Istrien“ über die Zugehörigkeit des Gebiets.

Nach der Annexion Österreichs 1938 kamen die Gemeinden zum Reichsgau Steiermark. Am 9. Mai 1945 zogen sowjetische Soldaten im Raum Gosdorf ein. Von Juli 1945 bis 1955 waren die Gemeinden Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung der ehemaligen Gemeinde Gosdorf mini|Murturm

Verkehr Gosdorf besitzt einen Bahnhof an der Radkersburger Bahn. Hier verkehren alle ein bis zwei Stunden Züge der S-Bahn Steiermark (Linie S51 Spielfeld-Straß–Bad Radkersburg).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Aussichtsturm Murturm, Auf- und Abgang als Doppelhelix verflochten, sehenswerter Metallbau, Aussicht über die Aulandschaft, die Mur und über die Südoststeiermark.

Regelmäßige Veranstaltungen Weckruf: Der in Mureck bereits seit 1954 gepflegte Weckruf zum 1. Mai der Grenzlandtrachtenkapelle Mureck findet seit dem Jahr 2012 auch in Gosdorf statt.

Politik Bürgermeister Bürgermeister war bis zur Auflösung der Gemeinde am 31. Dezember 2014 Anton Vukan (SPÖ).

Chronik der Bürgermeister Gemeinde Gosdorf Diepersdorf von bis Name des BürgermeistersGemeinde Gosdorf: , abgerufen am 2. Februar 2015. von bis Name des Bürgermeisters 1914 1920 Franz Stradner 1920 1938 Vinzenz Lackner 1938 1939 Heinrich Ottenbacher 1939 1940 Richard Baier 1918 1924 Franz Retzer 1940 1945 Vinzenz Schicker 1924 1928 Josef Unger 1945 Vinzenz Lackner(von der Besatzungsmacht eingesetzt) 1928 1934 Franz Pfeiler 1945 1955 Alois Lang 1934 1938 Anton Maier 1955 1960 Johann Kremser 1938 1945 Vinzenz Ornigg 1960 1964 Anton Neuhold 1945 1963 Rupert Trettan 1964 1968 Alois Schwinger 1963 1968 Josef Kern Großgemeinde Gosdorf ← Eingemeindung 01.01.1969 14.05.1975 Alois Schwinger 14.05.1975 04.12.1976 Alexander Leber 04.12.1976 15.08.1991 Anton Wagner 15.08.1991 19.12.1996 Franz Dressler 19.12.1996 26.04.2001 Josef Neuhold 26.04.2001 25.04.2003 Josef Düß 25.04.2003 18.09.2003 Christian Fasching 18.09.2003 27.10.2003 Josef Düß (als Vizebürgermeister) 27.10.2003 31.12.2014 Anton Vukan

Gemeinderat Der Gemeinderat setzte sich nach der Gemeinderatswahl von 2010 wie folgt zusammen: 8 SPÖ 7 ÖVP Er wurde mit 1. Jänner 2015 aufgelöst.

Wappen 100px|rechts Blasonierung des 1971 verliehenen Wappens: „In einem von Silber zu Grün geteilten Schild oben ein blauer wachsender, gezinnter Turm mit zwei durchbrochenen Fenstern, unten zwei silberne gekreuzte Schwerter.“

Persönlichkeiten Johann Riedl (1808–1876), Theologe und Politiker

Weblinks

Einzelnachweise

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