Die Armee der Monarchie Österreich-Ungarn (offizieller Name: Bewaffnete Macht oder auch Wehrmacht) bestand seit 1867 aus drei gleichberechtigten Teilen: der Gemeinsamen Armee aus beiden Landesteilen (diese Liste) der k.k. Landwehr aus den im Reichsrat vertretenen Königreichen und Ländern der k.u. Landwehr (Honvéd) aus den Ländern der Ungarischen Krone.

Anmerkungen Bedingt durch die Struktur des Vielvölkerstaates existierten außerhalb des deutschsprachigen Gebiets für die Garnisonsstädte mehrere Namen. Die meisten der Städte hatten zusätzlich einen deutschen Namen, aber auch die damals noch zu Ungarn gehörenden und jetzt zum Beispiel in Rumänien oder Kroatien liegenden Garnisonen hatten meistens zusätzlich einen ungarischen (nur dieser war offiziell!) neben dem landesüblichen Namen. Die Gebiete und Orte, die vormals zur Republik Venedig gehört hatten, trugen italienische Namen und hatten diese unter der k.u.k. Monarchie auch behalten; beispielsweise Castelnuovo, das heute Herceg Novi heißt und in Montenegro liegt (nach dem Ende der österreichischen Herrschaft wurde der Name dahingehend geändert). mini|Kronprinz-Rudolf-Kaserne des IR Nr. 1 Die ethnische Zusammensetzung der Einheiten stand nur in den allerseltensten Fällen im Einklang mit dem Stationierungsort. Entgegen den auf einer privaten WebsiteÖsterreich-Ungarns bewaffnete Macht 1900–1914 gemachten Aussagen gab es in den Regimentsnamen der Gemeinsamen Armee keine landsmannschaftlichen Bezeichnungen. Dies war der Landwehr vorbehalten. Alle hier gemachten Angaben beziehen sich ausschließlich auf August 1914.

Die k.u.k. Infanterie (102 Regimenter) Nr. 1–10 (Baon. … Bataillon)vor dem Regimentsnamen gehört immer das Präfix k.u.k.!

mini|Oberstinhaber Inf.Rgt. Nr. 2Zar Alexander I. K.u.k. Infanterieregiment „Kaiser“ Nr. 1

k.u.k. Infanterieregiment „Alexander I. Kaiser von Russland“ Nr. 2 Errichtet: 1741 – XII. Armeekorps – 16. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung:Ehnl spricht in seinem Werk auch mehrfach von „Nationalitäten“, so auf S. 14 & 15 61 % Magyaren – 27 % Rumänen – 12 % andere Regimentssprache: ungarisch, rumänisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Kronstadt Dislozierung: Stab, II., III., IV. Baon: Kronstadt – I. Baon: Nagyszeben Kommandant: Oberst Rudolf Krénn Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Hermann Bodó von Maros-Szentkyrály, Karl Šimaček, Samuel Dörr Majore: Herbay von Demeter, Johann Kirschinger, Maximilian Schuster Ungarische Uniform – Egalisierungsfarbe: kaisergelb – Knöpfe: gelbdie Knöpfe waren nicht wirklich gelb, sondern bestanden aus, mit Tombak überzogenem Zinkblech - waren also in Wirklichkeit goldfarben

K.u.k. Infanterieregiment „Erzherzog Karl“ Nr. 3

mini|Rennweger Infanteriekaserne des IR Nr. 4 K.u.k. Infanterieregiment „Hoch- und Deutschmeister“ Nr. 4

k.u.k. Infanterieregiment „Freiherr von Klobučar“ Nr. 5 Errichtet: 1762 – VI. Armeekorps – 15. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 58 % Ungarn – 39 % Rumänen – 3 % sonstige Regimentssprache: ungarisch, rumänisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader, III. Baon: Szatmárnémeti Dislozierung: Stab, I. Baon: Eperjes – IV. Baon: Kisszeben – II. Baon: Rogatica (8. Kompanie in Višegrad)Im Juni 1914 befand sich das Regiment noch in Ragusa und wurde dann nach Rogatica verlegt, wo es im August 1914 stationiert war Kommandant: Oberst Lorenz Frauenberger Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Franz Renvers, Julius Bals Majore: Alexander Heegen, Franz Doškař, Peter Baben, Achilles Wenighofer, Anton Raith, Heinrich Jäger Ungarische Uniform – Egalisierungsfarbe: Rosenrot – Knöpfe: gelb Weitere Regiments- bzw. Inhabernamen: 1864–1886: Ludwig II. König von Bayern 1888–1889: Ludwig König von Portugal und Algarvien 1889–1904: von Braumüller

k.u.k. Infanterieregiment „Karl I. König von Rumänien“ Nr. 6 Errichtet: 1762 – IV. Armeekorps – 32. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 41 % Deutsche – 27 % Kroaten/Serben – 32 % andere Regimentssprache: deutsch, serbokroatisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Neusatz Dislozierung: Stab, II., III. Baon: Budapest (Üllöi-út 47/49 Maria-Theresia-Kaserne) – I. Baon: Bileća – IV. Baon: Neusatz Kommandant: Oberst Julius Phleps Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Franz Zipfel, Karl Hodula, Gottfried Huber, Viktor Chtil Majore: Isidor Deutsch, Peter Wuić, Alexander Weber, Jaroslaus Ullik Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: rosenrot – Knöpfe: weißdie Knöpfe waren nicht wirklich weiß, sondern bestanden aus, mit Nickel überzogenem Zinkblech - waren also in Wirklichkeit silberfarben

K.u.k. Infanterieregiment „Graf von Khevenhüller“ Nr. 7

mini|Oberstinhaber Inf. Rgt. Nr. 10König Gustav v. Schweden

k.u.k. Infanterieregiment „Erzherzog Karl Stephan“ Nr. 8 Errichtet: 1642 – II. Armeekorps – 4. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 31 % Deutsche – 67 % Tschechen – 2 % andere Regimentssprache: deutsch, tschechisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Brünn Dislozierung: Stab, I., II., IV. Baon: (Radetzkygasse 4 – Franz-Josef-Kaserne) Brünn – III. Baon: Trebinje Kommandant: Oberst Robert Trimmel Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Albert Watterich, Heinrich Lašek, Johann Horák Majore: Adalbert Nehrer, Adolf Junek, Gustav Schischka, Rudolf Pawlowsky, Alexander Boruszczak Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: grasgrün – Knöpfe: gelb Weitere Regiments- bzw. Inhabernamen: 1877–1889: Freiherr von Abele

k.u.k. Infanterieregiment „Graf Clerfait“ Nr. 9 Errichtet: 1725 – X. Armeekorps – 24. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 73 % Ruthenen – 20 % Polen – 7 % andere Regimentssprache: polnisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Stryj Dislozierung: Stab; I., IV. Baon: Przemyśl – II. Baon: Stryj – III. Baon: Radymno Kommandant: Oberst Felix Ritter Cyrus-Sobolewski von Sobolów Stabsoffiziere: Oberst: Julius Wolny Oberstleutnant: Karl Wittmann Majore: Miecislaus Gorecki, Johann Münster, Wladimir Ritter Omchikus von Udbinagrad, Adolf Steffen, Ferdinand Herforth, Franz Kerschner, Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: apfelgrün – Knöpfe: gelb Weitere Regiments- bzw. Inhabernamen: 1874–1888: Freiherr Packenj von Kilstädten

k.u.k. Infanterieregiment „Gustav V. König der Schweden, der Goten u. Wenden“ Nr. 10 Errichtet: 1715 – X. Armeekorps – 24. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 43 % Polen – 47 % Ruthenen – 10 % Andere Regimentssprache: polnisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Przemyśl Dislozierung: Stab, II., III., IV. Baon: Przemyśl – I. Baon: Bijeljina mit einer Kompanie in Janja Kommandant: Oberst Friedrich Peitzker Stabsoffiziere: Oberst: Konrad Klose Oberstleutnant: Karl Zahner Majore: Alexander Studziński, Hugo Wohlang, Heinrich Stäger, Alfons Freiherr Senarclens de Graney, Richard Teltschik, Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: papageigrün – Knöpfe: weiß Weitere Regiments- bzw. Inhabernamen: 1869–1887: Freiherr von Handel 1888–1905: Oskar II. Friedrich König von Schweden und Norwegen 1905–1907: Oskar II. Friedrich König von Schweden

Nr. 11–20 k.u.k. Infanterieregiment Johann Georg Prinz von Sachsen Nr. 11 Errichtet: 1629 – VIII. Armeekorps – 19. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 20 % Deutsche – 79 % Tschechen – 1 % andere Regimentssprache: deutsch, tschechisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Písek Garnison: Stab, III., IV. Baon: Prag – I. Baon & Ersatzbataillonskader: Písek – II. Baon: Prachatitz Kommandant: Oberst Karl Wokoun Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Edmund Hauser, Eduard Mollinary, Josef Edler von Penz, Georg Hoffmann, Alfred Haluska Majore: Anton Schiffner, Josef Lašek, Adolf Bednařik, Josef Brisch, Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: aschgrau – Knöpfe: gelb

k.u.k. Infanterieregiment „Parmann“ Nr. 12 Errichtet: 1702 – V. Armeekorps – 4. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 58 % Magyaren – 31 % Slowaken – 11 % andere Regimentssprache: ungarisch, slowakisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Komárom Garnison: Stab, I., II. Baon: Znaim-Klosterbruck – III. Baon: Komárom – IV. Baon: Sarajevo Kommandant: Oberst Joseph Leide Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Ludwig Pittner, Ottokar Matzek, Karl v. Kouffheim, Franz Klotz Majore: Adolf Poczinski, Rudolf Bergmayer, Viktor Pasching, Ungarische Uniform – Egalisierungsfarbe: dunkelbraun – Knöpfe: gelb

k.u.k. Infanterieregiment „Jung-Starhemberg“ Nr. 13 Errichtet: 1814 – I. Armeekorps – 5. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 82 % Polen – 10 % Tschechen – 8 % andere Regimentssprache: polnisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Krakau Garnison: Stab, II., III. Baon: Troppau – I. Baon: Bielitz – IV. Baon: Krakau Kommandant: Oberst Joseph Krasser Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Viktor Kandler, Jakob v. Nossek, Adolf Schaller, Julius Schneider Majore: Josef Ertl, Karl Tomaschek, Gustav Jenneman Edler v. Werthau Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: rosenrot – Knöpfe: gelb

k.u.k. Infanterieregiment „Ernst Ludwig Großherzog von Hessen und bei Rhein“ Nr. 14

k.u.k. Infanterieregiment „Freiherr von Georgi“ Nr. 15 Errichtet: 1701 – XI. Armeekorps – 11. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 29 % Polen – 62 % Ruthenen – 9 % andere Regimentssprache: polnisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Tarnopol Garnison: Stab, I., III., IV. Baon: Tarnopol – II. Baon: Lemberg Kommandant: Oberst Rudolf Rudel Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Ägidius Adamovič, Ferdinand Vogt, Martin Wysocki, Otto Stary Majore: Oskar Karasek, Julius Ritter Malczewski v. Tarnawa, Johann Haberditz Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: krapprot – Knöpfe: gelb

k.u.k. Warasdiner Infanterieregiment „Freiherr von Giesl“ Nr. 16 Errichtet: 1703 – XIII. Armeekorps – 49. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 97 % Kroaten/Serben – 3 % andere Regimentssprache: serbokroatisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Belovar Garnison: Stab, I., II., III. Baon: Wien (Schwarzenbergkaserne) – IV. Baon: Belovar Kommandant: Oberst Raimund Budiner Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Matthias Piskor, Johann Marié, Anton Hanika, Bogumil Novakovič v. Gjuraboj, Johann Mesié Majore: Rudolf Perz, Ferdinand Bauer, Josef Balzarek Ungarische Uniform – Egalisierungsfarbe: schwefelgelb – Knöpfe: gelb

k.u.k. Infanterieregiment „Ritter von Milde“ Nr. 17 Errichtet: 1674 – III. Armeekorps – 6. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 86 % Slowenen – 14 % andereMaximilian Ehnl: Die österreichisch-ungarische Landmacht nach Aufbau, Gliederung, Friedensgarnison, Einteilung und nationaler Zusammensetzung im Sommer 1914. S. 20. Regimentssprache: slowenisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Laibach Garnison: Stab, II., III., IV. Baon: Klagenfurt – I. Baon: Laibach Kommandant: Oberst Adolf Freiherr von Stillfried und Rathenitz Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Johann Neubacher, Karl Breindl, August Zell, Isidor Hrašovec, Franz Perner, Hugo Ventour v. Thurmann Majore: Artur Gruber Edler v. Rehenburg, Franz Mattass Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: rotbraun – Knöpfe: weiß

mini|Oberstinhaber Inf.Rgt. Nr. 19Gen. Erzherzog Franz Ferdinand K.H. k.u.k. Infanterieregiment „Erzherzog Leopold Salvator“ Nr. 18 Errichtet: 1682 – IX. Armeekorps – 10. Infanterietruppendivision Ethnische Zusammensetzung: 23 % Deutsche – 75 % Tschechen – 2 % andere Regimentssprache: deutsch, tschechisch Ergänzungsbezirkskommando, Ersatzbataillonskader: Königgrätz Garnison: Stab, I., III., IV. Baon: Königgrätz – II. Baon: Nevesinje Kommandant: Oberst Franz Otahal Edler von Ottenhorst Stabsoffiziere: Oberstleutnants: Karl Schwanda, Franz Edler v. Kühtreiber, Josef Kubiček Majore: Julius Killasn, Friedrich Meissner, Franz Tomášek Deutsche Uniform – Egalisierungsfarbe: dunkelrot – Knöpfe: weiß

k.u.k. Infanterieregiment „Erzherzog Franz Ferdinand“ Nr. 19 Errichtet: 1734 – V. Armeekorps – 28. Infanterietruppendivision