mini|120px|Wegzeichen mini|Satellitenaufnahme des Bodensees Der Bodensee-Rundwanderweg, ausgeschildert als Bodensee-Rundweg, führt rund um den Bodensee durch die Staatsgebiete Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Entstehung Wandervereine aus Deutschland, Österreich und Schweiz zeichneten den Weg in den 1960er Jahren aus und weihten ihn am 25. Oktober 1970 bei der Wallfahrtskirche Birnau als vierten internationalen Fernwanderweg in Europa ein.Georg Fahrbach: Eröffnung des Bodensee-Rundwegs, in „Blätter des Schwäbischen Albvereins“ Nr. 6, November/Dezember 1970, S. 176 Die Zielsetzung war, für die Besucher der Erholungsorte am See ufernahe Wandermöglichkeiten auszuweisen. Der ursprünglich ausgezeichnete Weg ist 256 Kilometer lang.Theodor Müller-Alfeld (Hrsg.): Der Bodensee. Landschaft, Städte und Kultur am Schwäbischen Meer. neu bearbeitet von Erwin Pfirrmann. Stapp Verlag, Berlin 1976, ISBN 3-87776-005-8, S. 132.

Wegführung Nicht alle Uferzonen sind wegen Industrieansiedlungen, Bebauung und Naturschutzgebieten zugänglich. Dann verläuft der Weg um diese Zonen herum. Auch im Mündungsgebiet der Flüsse, wie z. B. Leiblach, Bregenzer Ach, kanalisierter Rhein und Alter Rhein (Fußacher Durchstich) müssen manchmal beträchtliche Wegstrecken ins Landesinnere bis zur nächsten Brücke oder Grenzübergangsstelle zurückgelegt werden. Manchmal verläuft der Bodensee-Rundweg auch wegen verkehrsreicher Uferstraßen oder wegen der Aussichtsmöglichkeiten als Höhenweg über dem See.

Die Markierung des Bodensee-Rundweges ist ein rechtsgerundeter Pfeil um blauen Punkt. In der Schweiz werden stattdessen die Teilziele auf gelbgrundigen Wegweisertäfelchen angegeben. Die Beschriftung ist oftmals auf den Hinweis „Wanderweg“ reduziert.

Die Teilstrecken Eine gute kartographische Markierung des Verlaufs ist in Wanderkarten der Bodenseeregion im Maßstab 1:50.000 bis 1:75.000 enthalten. Eine grobe Beschreibung der Wegstrecke in Etappen befindet sich in den Randnotizen der Kompass-Wanderkarte des Bodensees. Umrundungen des Obersees, Überlinger Sees oder den Untersees sind auch in vielen kleineren Teilstrecken machbar. Lokale Infotafeln sind hin und wieder entlang oder in der Nähe des Bodensee-Rundwegs aufgestellt, z. B. am Bodenseepfad. Anregungen finden sich auch in den Beschreibungen des Bodensee-Radweges.

Rund um den Obersee mini|links|Blick über das Alte Schloss in Meersburg auf Konstanz-Staad

Von Meersburg nach Immenstaad Der Bodensee-Rundweg beginnt am Meersburger Obertor, folgt der Stefan-Lochner-Straße und mündet nach Überquerung des Tobels (Töbelestraße) in den Höhenweg nach Hagnau. Kurz vor Überquerung des Tobels wird in einer Kapelle am Wegesrand mit der Kopie der Stalingradmadonna an Schicksale des Zweiten Weltkriegs erinnert. Auf dem Höhenweg oberhalb der Rebhänge werden die Weinlagen auf Schautafeln erklärt. Über Wetterkreuz und Ehrenmal und einen Tobel wird Hagnau am Bodensee mit seinem Winzerverein erreicht.

Alternativ führt der stark von Radfahrern benutzte Weg aus der Meersburger Unterstadt mit ihrem Hafen unterhalb der Rebhänge über das Rebgut Haltnau zum Fischerdorf Hagnau. In Hagnau befindet sich an der Schiffslandestelle in der Grünanlage ein Erinnerungsstein an die Seegfrörne von 1880 und am Osthafen an die von 1963.

Der Bodensee-Rundweg führt um das Freibad am Seeufer herum, dann ufernah nach Immenstaad am Bodensee zur dortigen Schiffsanlegestelle. mini|Landesteg für die Bodenseeschiffe in Hagnau am Bodensee

Von Immenstaad nach Friedrichshafen Der Bodensee-Rundweg verläuft von der Schiffsanlegestelle in Immenstaad längs des Ufers zum Campingplatz. Von dort landeinwärts zur Bundesstraße 31. Ab dort bis nach Manzell geht der Weg neben der B 31 am langgestreckten Industriegebiet von Airbus und am Grenzhof vorbei, dann durch Fischbach und auf den 2015 eröffneten Seeuferweg bei Manzell. Seewärts verläuft der Weg nach Seemoos, dann um das württembergische Schloss herum. Dann entlang der prächtigen Seepromenade von Friedrichshafen bis zum Hafen und Zeppelin Museum (Hafenbahnhof).

mini|links|Uferpromenade von Friedrichshafen Von Friedrichshafen nach Kressbronn Der Bodensee-Rundweg führt vom Friedrichshafener Hafen am Großparkplatz vorbei. Danach verzweigt er rechts in das Naturschutzgebiet Eriskircher Ried, über die Schussen, durch Langenargen am Schloss Montfort vorbei, über die Argen zur Schiffsanlegestelle von Kressbronn.

Von Kressbronn nach Lindau Der Bodensee-Rundweg führt von Kressbronn tief landeinwärts über Retterschen und Hattnau nach Wasserburg.

Alternativ führt ein Weg von der Schiffsanlegestelle Kressbronn nach Nonnenhorn. Danach verläuft er teilweise landeinwärts und teilweise ufernah nach Wasserburg, in dessen Kirche die Daten der letzten Seegfrörne dokumentiert sind.

Der Bodensee-Rundweg führt dann von Wasserburg teilweise landeinwärts nach Bad Schachen, einem Stadtteil von Lindau. Danach wegen der Sperrung des Ufers durch Villen etwas landeinwärts und über den Lindauer Bodenseedamm zum Hafen auf der Insel Lindau.

mini|Stimmung am Bodensee bei Föhn

Von Lindau nach Bregenz Der Bodensee-Rundweg führt vom Hafen von Lindau über die östlich gelegene Straßenbrücke zum Festland. Von dort verläuft er tief ufernah durch Reutin, Rickenbach und Zech zum Grenzübergang Unterhochsteg nach Österreich.

Der Bodensee-Rundweg geht vom Grenzübergang entlang des Bahndamms zum Bahnhof Lochau-Hörbranz, wo in den Grünanlagen eine weiße Marmorstele an die Daten der Seegfrörnen des Bodensees und der Hochwasserstände erinnert. Dann an der Bahnstrecke und später an der schräg abfallenden Seeuferbefestigung vorbei am Militärbad Bregenz zum Hafen von Bregenz.

mini|Militärbad (Mili) in Bregenz Von Bregenz nach Fußach Der Bodensee-Rundweg führt vom Hafen in Bregenz an der Seebühne der Bregenzer Festspiele vorbei, weiter am Bodenseeufer (in der Ferne das Kloster Mehrerau) bis zur Bregenzer Ach. An diesem Fluss landeinwärts, an den Stromschnellen vorbei bis zur und über die Straßenbrücke. Am gegenüberliegenden Ufer durch Hard zum Hafen, von dort zur Dornbirner Ach und am Flussufer wieder landeinwärts. Dann die Straßenbrücke über den Doppellauf der Dornbirner Ach und den schnell fließenden Rhein nach Fußach zur Haltestelle des städtischen Autobusses nach Bregenz.

mini|Rohrspitz; Bauer beim Mähen Von Fußach nach Rorschach Von der Bushaltestelle in Fußach hin zum Bodensee-Rundweg. Er führt Richtung Naturschutzgebiet Rohrspitz/Rheindelta. Der Weg verläuft am Schilfgürtel des Naturschutzgebietes Richtung Rohrspitz und auf der Hochwasser-Deichkrone Richtung Rheinspitz bis zum alten Rheinlauf. Nun geht es am Ufer des alten Rheins sehr weit landeinwärts bis zur Holzbrücke für Fußgänger bei Gaißau. Dort geht es ohne Grenzformalitäten hinüber zum Schweizer Ufer nach Rheineck. Sehr weit landeinwärts führt der Rundweg über Buriet, den Buechberg und Rorschacher Berg nach Rorschach.

Eine Alternative ist der Weg von Rheineck am alten Rhein entlang zwischen Autobahn und Schweizer Rheinufer Richtung Flugplatz Altenrhein vorbei an der Markthalle von Friedensreich Hundertwasser. Von dort entlang der Hauptstrasse 13 Richtung Rorschach zum Bahnhof.

Von Rorschach nach Romanshorn Der Bodensee-Rundweg führt von Rorschach wieder tief landeinwärts über Goldach, Tübach nach dem Seeufer bei Steinach.

Alternativ ist der Weg an der Hauptstrasse 13 entlang von Rorschach nach Steinach möglich.

Von Steinach aus verläuft der Bodensee-Rundweg manchmal am Ufer, manchmal an der Hauptstrasse 13 entlang nach Arbon und zum Fährehafen von Romanshorn.

Von Romanshorn nach Kreuzlingen Der Bodensee-Rundweg verläuft vom Bahnhof Romanshorn zwischen Bahnstrecke und Seeufer nach Münsterlingen, wo oberhalb in der Klosterkirche seit 1963 die Holzbüste des Johannes (Apostel) steht, bis sie bei einer neuen Seegfrörne in einer Eisprozession quer über den Obersee zur deutschen Partnergemeinde Hagnau getragen wird. Der Rundweg geht durch das Gelände der Kliniken von Münsterlingen nach Bottighofen. Von dort am Schweizer Ufer des Konstanzer Trichters durch den Seeburg-Park zum Hafen von Kreuzlingen. Von dort zum Bahnhof Kreuzlingen.

Alternativ vom Hafen von Kreuzlingen über die Seestrasse (Schweiz) ohne Zollformalitäten über den Grenzübergang Klein Venedig in die Hafenstraße (Deutschland) zum Hafen von Konstanz mit Schiffsverbindung nach Meersburg.

mini|Sonnenuntergang über Konstanz (Juli 2006)

Von Konstanz-Hafen nach Konstanz-Staad Vom Konstanzer Hafen führt der Zubringerweg am Konzilgebäude vorbei, zwischen Bahnstrecke und Stadtgarten, dann am historischen Insel-Hotel vorbei über die Rheinbrücke von Konstanz, die den Seerhein überquert. Von der Brücke führt die Treppe hinunter zur Seestraße.

Der Bodensee-Rundweg führt von der Rheinbrücke an der Seestraße (am Seeufer entlang), umrundet seefern den Lorettowald und geht dann zum Wasserwerk und zum Fährehafen Staad.

Eine Alternative für die Umrundung des Lorettowaldes ist die Fortsetzung entlang des Sees von der Seestraße Richtung Freizeitbad Jakob, Freibad Horn („Hörnle“) mit Leuchtturm im See und dann Fortsetzung Richtung Wasserwerk.

Durch das Übersetzen mit der Fähre nach Meersburg ist die Umrundung des Obersees abgeschlossen.

Rund um den Überlinger See mini|links|Die Insel Mainau von Süden aus gesehen

Von Konstanz-Staad nach Wallhausen Am Fährehafen in Staad geht der Bodensee-Rundweg etwa in der Mitte der bergauf führenden Schiffstraße rechts zum Südufer des Überlinger Sees ab. Wegen der Bewaldung und des Wegverlaufs oberhalb des Sees gibt es keinen direkten Kontakt mit dem Seeufer. Bis nach Wallhausen verlaufen der Bodensee-Rundweg und der Bodensee-Radweg auf derselben Trasse. Stationen auf der Wanderung sind der Zugang zur Insel Mainau, die Ortschaften Litzelstetten, Dingelsdorf und die Schiffsanlegestelle von Wallhausen. Von Wallhausen ist eine Rückfahrt nach Konstanz mit dem städtischen Bus oder die Überquerung des Sees mit der Personenschifffahrt Wallhausen – Überlingen möglich. mini|Weinbau am Bodensee (Birnau)

Von Wallhausen nach Bodman (wegen eines Erdrutsches seit 2015 gesperrt)Thomas Zoch: Marienschlucht bleibt weiter dicht. In: „Südkurier“, 11. April 2017Ramona Löffler und Nikolaj Schützbach: Neue Debatte um die Marienschlucht. In: „Südkurier“, 23. Mai 2018. Von der Schiffsanlegestelle Wallhausen führt der Bodensee-Rundweg auf einem schmalen, für die Radfahrer gesperrten, bewaldeten Fußweg am Steilabfall des Bodanrücks knapp oberhalb des Seeufers durch den Wald. Nach rund 1,5 km Wegstrecke liegt rechts im See unter Wasser die ovale Felsnadel Teufelstisch. Sie ist eine Erhebung hinter dem Abfall vom Flach- zum Tiefwasser („Felsen“). Zu erkennen ist die Lage des Teufelstischs am Seezeichen 22 (von der Rückseite) sowie durch die hellere Färbung des Wassers. Über die Marienschlucht am steil abfallenden Bodanrück zum Ort Bodman. Vorbei am Schloss Bodman zur Schiffsanlegestelle Bodman. Von dort mit dem einige Male am Tag verkehrenden Schiff der Motorbootgesellschaft Bodman mbH im Zickzackkurs nach Überlingen.

Von Bodman nach Sipplingen