mini|hochkant=1.5|Start der Mil Milhas in Brasilien November 2007. Die Le-Mans-Series-Saison 2007 war die vierte Langstreckenmeisterschaft des ACOs. Sie wurde über sechs Rennen in der Zeit vom 15. April 2007 bis zum 10. November 2007 ausgetragen. Erstmals gewann ein Dieselfahrzeug die Konstrukteurswertung in der Prototypen-Klasse LMP1. Neben den fünf europäischen Läufen wurde ein 1000-Meilen-Rennen in Brasilien ausgetragen. Es war somit nicht nur das erste Rennen auf dem südamerikanischen Kontinent, sondern auch der erste Lauf, bei dem eine Distanz von mehr als 1000 km zurückgelegt wurde.

Änderungen 2007 Regelwerk Neben kleineren aerodynamischen Veränderungen der LMPs trat die bereits im Regelwerk für 2006 angekündigte Beschränkung der maximalen Lautstärke eines Auspuffsystems in Kraft. Dabei durfte der Schwellenwert von 113 dB(A) nicht überschritten werden, die Messungen der Lautstärke wurden in 15 m Entfernung zur Rennstrecke durchgeführt. Außerdem wurde die maximale Größe des Tankbehälters für Dieselfahrzeuge auf 81 Liter festgelegt. Die Kapazität der Benzintanks blieb, wie bisher, bei 90 Liter. Die Richtlinien für Temperaturen innerhalb eines Cockpits wurden 2007 etwas gelockert. Die maximale Temperatur im Fahrzeug bei installierter Klimaanlage durfte nun bis zu 32 °C betragen. Falls keine Klimaanlage installiert war, musste dem Fahrer per Ventilator Frischluft zugeführt werden, jedoch durfte die Temperatur im Cockpit die Außentemperatur um 12 °C nicht überschreiten.Reglement Technique ACO - ACO Technical Regulations 2007 Prototype "LM"P1 & "LM"P2. 22. November 2006.

Rennstrecken Die Rennserie wurde um eine Strecke auf sechs Läufe erweitert. Die Rennen in Valencia und Interlagos wurden erstmals in dieser Saison im Rahmen der Le Mans Series gefahren. Die 1000-Kilometer-Rennen in Silverstone und in Monza fanden nach einer Pause 2006 wieder statt, dafür wurde auf die Läufe in Donington und Istanbul verzichtet. Der Lauf Mil Milhas Brasil in Interlagos stellte den ersten Lauf der Serie auf dem südamerikanischen Kontinent dar, allerdings war es nicht der erste Lauf außerhalb Europas, da bereits 2005 in dem zu Asien gehörenden Teil der Türkei ein Lauf außerhalb Europas stattfand. Des Weiteren war es das erste Rennen der Le Mans Series, bei dem die zurückgelegte Distanz nicht den üblichen 1000 km, sondern über 1600 km entsprach.

Fahrzeuge In den Prototypenklassen LMP1 wurde 2007 der Peugeot 908 HDi FAP erstmals der Öffentlichkeit vorgeführt. Neben der Neuvorstellung des Dieselprototyps wurden die Weiterentwicklungen der Vorjahresmodelle von Lola, Creation, Pescarolo und Zytek vorgestellt. Für die Fahrzeuge der GT1-Kategorie wurden keine neuen Fahrzeuge entwickelt, da die FIA und der ACO planen, bis 2010 diese Kategorie abzuschaffen. Das neue Reglement wurde im Oktober 2007 vorgelegt. In der Gruppe GT2 wurde neben dem Porsche 997 GT3-RSR auch zum ersten Mal eine Corvette Z06 in der Le Mans Series eingesetzt.

Meisterschaft 2007 wurde neben den bisher vier Rennkategorien eine weitere Wertung eingeführt. Zusammen mit dem neuen Seriensponsor Michelin integrierte der ACO die Le Mans Series und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans in die Michelin Energy Endurance Challenge. Die separate Wertung wurde von Frédéric Henry-Biabaud beim LMS-Vortest in Le Castellet vorgestellt. In jedem Rennen wurden in den jeweiligen Klassen alle teilnehmenden Fahrzeuge anhand eines Index bewertet, der sich aus Kraftstoffverbrauch, Durchschnittsgeschwindigkeit und Gewicht des Fahrzeugs errechnete. Das jeweilige siegreiche Team gewann pro Rennen ein Preisgeld in Höhe von bis 10000 Euro.. Stand: 12. Juni 2007.

Teams und Fahrer LMP1 mini|250px|Lola B07/17 beim 1000-km-Rennen von Silverstone Swiss Spirit verkaufte nach der Saison 2006 seinen Courage LC70 an Saulnier RacingWouter Melissen: https://www.ultimatecarpage.com/car/3210/Courage-LC75-AER.html Stand 2. Mai 2007. und erwarb von Lola das erste B07-Chassis. In diesen Lola wurde ein Audi-FSI-Motor eingebaut, der bis 2006 nur dem Werksteam zur Verfügung stand. Das tschechische Rennteam Charouz bestritt 2007 sein erstes Sportwagenjahr mit einem weiteren neuen Lola-B07-Chassis. Als Motor wurde der Judd GV5.5 S2 ausgewählt, mit dem Pescarolo Sport 2006 nicht nur die Team-, sondern auch die Fahrerwertung hatte gewinnen können. Pescarolo selber setzte weiterhin seine Eigenentwicklung basierend auf dem Courage C60 ein. Außerdem konnte Rollcentre als Kunde gewonnen werden, die ebenfalls mit Judd-Motor und Pescarolo-Chassis antraten. Nach dem erfolglosen Ausflug im Jahr davor in die LMP2-Klasse war das britische Team somit wieder in der großen Prototypen-Klasse gelandet. Courage beendete in der Winterpause das Programm mit Mugen, dessen Motoren sich in den letzten Jahren als nicht ausreichend zuverlässig erwiesen hatten, und wechselte zum britischen Motorenspezialist AER.Wouter Melissen: http://www.ultimatecarpage.com/car/3185/Courage-LC70-AER.html Stand 2. April 2007. Arena Motorsports, das bereits unter dem Banner von Audi Sports UK Sportwageneinsätze bestritten hat,Jonny Kane: . Stand 12. März 2003. trat 2007 als werksgestütztes Zytek-Team unter eigenem Namen an. Neben den Stammfahrern durfte Max Chilton an einem Lauf teilnehmen, mit 16 Jahren der bisher jüngste Rennfahrer der Le Mans Series.2007 Le Mans Series Yearbook. 2007, S. 200. Peugeot kehrte nach über zehn Jahren Abstinenz in den Langstreckensport zurück. Mit dem LMS-GT1-Meister 2006 Pedro Lamy, Formel-1-Fahrer und Open-Fortuna-Meister 1998 Marc Gené und dem einzigen geschlossenen Sportwagen der Saison war das Werksteam der Titelaspirant für 2007.

TeamChassisMotorReifenNr.StammfahrerErsatzfahrer Scuderia Lavaggi Lavaggi LS1 Ford-PME 3 Giovanni Lavaggi Cristian Corsini Wolfgang Kaufmann Swiss Spirit Lola B07/18 Audi 5 Marcel Fässler Jean-Denis Delétraz Iradj Alexander Team Peugeot Total Peugeot 908 HDi FAP Peugeot (Diesel) 7 Nicolas Minassian Marc Gené 8 Stéphane Sarrazin Pedro Lamy Creation Autosportif Creation CA07 Judd GV5.5 S2 9 Jamie Campbell-Walter Felipe Ortiz Stuart Hall Haruki Kurosawa Shinji Nakano Arena Motorsports International Zytek 07S Zytek 2ZG408 10 Stefan Johansson Hayanari Shimoda Max Chilton Courage Compétition Courage LC70 AER P32T 12 Alexander Frei Bruno Besson 13 Jean-Marc Gounon Witali Petrow Racing for Holland Dome S101.5 Judd GV5.5 S2 14 David Hart Jan Lammers Jeroen Bleekemolen Charouz Racing System Lola B07/17 Judd GV5.5 S2 15 Stefan Mücke Alex Yoong Pescarolo Sport Pescarolo 01 Judd GV5.5 S2 16 Emmanuel Collard Jean-Christophe Boullion Harold Primat Romain Dumas 17 Harold Primat Christophe Tinseau Rollcentre Racing Pescarolo 01 Judd GV5.5 S2 18 Stuart Hall João Barbosa Martin Short Phil Keen Chamberlain-Synergy Motorsport Lola B06/10 AER P32T 19 Gareth Evans Bob Berridge Peter Owen

LMP2 mini|250px|Radical SR9 beim 1000-km-Rennen von Silverstone In der kleinen Prototypenklasse wechselte der Sieger der LMP2-Konstrukteurswertung 2006 von einem mit Judd-Motor angetriebenen Courage auf einen neuen Zytek 07S/2. Neben Michael Vergers und Teameigner Juan Barazi wurde das Team durch Karim Ojjeh komplettiert, der 2006 für Paul Belmondo Racing fuhr. Ebenfalls von Zytek ausgerüstet startete der LMP2-Neuling Team LNT ab Silverstone in die Saison. Die britische Truppe war aber weiterhin in der GT2-Kategorie präsent. Mit T2M Motorsport war ein weiterer Bekannter aus der GT2-Kategorie nun in dem Sportwagensegment LMP2 aktiv. Das japanische Team mit Sitz in Frankreich tauschte in der Winterpause ihren Porsche 911 GT3 RSR gegen ein Dome-Mader-Gespann ein. Serge Saulnier, dessen Team Saulnier Racing im Vorjahr einen Courage LC70 für Swiss Spirit betreut hatte, verkaufte sein Team an die JN-Investissements-Gruppe. Nun geführt von Jacques Nicolet trat man unter eigenem Namen in der Serie an, kaufte das Courage Chassis von Swiss Spirit und modifizierte es für die LMP2-Klasse. Das einzige deutsche Sportwagenteam schlug hingegen einen anderen Weg ein. Ian Mitchell, Teameigner von Kruse Motorsport, tauschte seinen Courage C65 gegen ein Vorjahreschassis von Pescarolo Sport. Einige Änderungen mussten am ehemaligen LMP1-Fahrzeug vorgenommen werden, um ihr Pescarolo-01-Chassis nach dem Regelwerk der kleinen Prototypenklasse umzurüsten. Mitchell vertraute weiterhin auf ein Judd-XV675-Aggregat, das in den Wagen eingesetzt werden musste, ein Vorgang, den bisher kein anderes Team mit diesem Fahrzeug auf sich genommen hatte. Die beiden letztjährigen Radical-SR9-Chassis wurden auch 2007 in der Le Mans Series eingesetzt. Das Fahrzeug von Rollcentre wurde an Embassy Racing verkauft, das zum Vortest auf dem Circuit Paul Ricard mit einem Pilbeam erschien, aber mit dessen Zuverlässigkeit nicht zufrieden war.2007 Le Mans Series Yearbook. 2007, S. 18. Der andere Radical wurde wie im Vorjahr von Team Bruichladdich eingesetzt.

TeamChassisMotorReifenNr.StammfahrerErsatzfahrer Pierre Bruneau Pilbeam MP93 Judd XV675 20 Pierre Bruneau Marc Rostan Simon Pullan Paulo Bonifácio Team Bruichladdich Radical Radical SR9 AER P07 21 Tim Greaves Stuart Moseley Robin Liddell Jacob Greaves Noël del Bello Racing Courage LC75 AER P07 24 Jean-Marc Gounon Witali Petrow Ray Mallock, Ltd. (RML) MG-Lola EX264 AER P07 25 Mike Newton Thomas Erdos Ranieri Randaccio Lucchini LMP2/04 Nicholson-McLaren LMP2 26 Ranieri Randaccio Gianni Collini Giovanni Lavaggi Horag Racing Lola B05/40 Judd XV675 27 Fredy Lienhard Didier Theys Eric van de Poele T2M Motorsport Dome S101.5 Mader 29 Robin Langechal Kōji Yamanishi Binnie Motorsports Lola B05/42 Zytek ZG348 31 William Binnie Allen Timpany Chris Buncombe Barazi-Epsilon Zytek 07S/2 Zytek ZG348 32 Juan Barazi Michael Vergers Karim Ojjeh Saulnier Racing Courage LC75 AER P07 35 Jacques Nicolet Alain Filhol Bruce Jouanny Quifel ASM Team Lola B05/40 AER P07 40 Miguel Amaral Miguel Ángel de Castro Angel Burgueño Kruse Motorsport Pescarolo 01 Judd XV675 44 Tony Burgess Jean De Pourtales Norbert Siedler Embassy Racing Radical SR9 Judd XV675 45 Warren Hughes Neil Cunningham Darren Manning Mario Haberfeld Team LNT Zytek 07S/2 Zytek ZG348 46

GT1 Die Vorjahressieger in Team Larbre setzten 2007 zwei Aston Martin DBR9 ein. Von den Fahrern des Siegesfahrzeugs blieb allerdings nur der Schweizer Gabriele Gardel im Team. Ebenfalls mit zwei Fahrzeugen erschien Luc Alphand Aventures. Neben der alten Corvette C5 konnte man das Nachfolgemodell Corvette C6.R erwerben, das 2006 den Klassensieg im 24-Stunden-Rennen von Le Mans eingefahren hatte.David Palmeter: . Stand 16. Februar 2008. Mit einem neu aufgebauten Saleen trat Racing Box als Neuling in der Serie an. Das Team konnte aber bereits Erfahrungen aus Einsätzen in der Italienischen GT-Serie vorweisen.Martin Krejci: Saleen chassis numbers Stand 4. Oktober 2007. Die in der FIA-GT fahrende Truppe Jetalliance Racing hatte 2007 einen kurzen Gastbesuch während der 1000 km von Spa, unter anderem mit dem ehemaligen Formel-1-Fahrer und FIA-GT-Meister Karl Wendlinger.

TeamChassisMotorReifenNr.StammfahrerErsatzfahrer Aston Martin Racing Larbre Aston Martin DBR9 Aston Martin 50 Christophe Bouchut Fabrizio Gollin Gabriele Gardel 51 Grégory Franchi Steve Zacchia Gregor Fisken Roland Bervillé Fernando Rees Team ORECA Saleen S7-R Ford 55 Stéphane Ortelli Soheil Ayari Team Modena Aston Martin DBR9 Aston Martin 59 Antonio García Christian Fittipaldi Liz Halliday Darren Turner Racing Box Saleen S7-R Ford 61 Piergiuseppe Perazzini Marco Cioci Salvatore Tavano Kurt Mollekens Jetalliance Racing Aston Martin DBR9 Aston Martin 65 Karl Wendlinger Lukas Lichtner-Hoyer Thomas Gruber Luc Alphand Aventures Chevrolet Corvette C6.R Chevrolet LS7-R 72 Luc Alphand Jérôme Policand Patrice Goueslard Olivier Beretta Oliver Gavin Chevrolet Corvette C5-R 73 Jean-Luc Blanchemain Sébastien Dumez Vincent Vosse Didier André

GT2