Pirka ist eine ehemalige Gemeinde mit 3882 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2023) südwestlich von Graz im Bezirk Graz-Umgebung des Bundeslandes Steiermark.
Seit 1. Jänner 2015 ist sie im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform mit der Gemeinde Seiersberg zusammengeschlossen, die neue Gemeinde trägt den Namen Seiersberg-Pirka.Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 28. November 2013 über die Vereinigung der Gemeinden Pirka und Seiersberg, beide politischer Bezirk Graz-Umgebung. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 12. Dezember 2013. Nr. 160, 36. Stück. . S. 690–691.
Geografie Geografische Lage Pirka liegt in der Weststeiermark, am nördlichen Ende des Kaiserwaldes, circa fünf Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Graz im Grazer Becken. Ein beliebtes Naherholungsgebiet ist der Windorfer Teich nahe der gleichnamigen Ortschaft.
Gemeindegliederung Das ehemalige Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Bischofegg () Neupirka () Neuwindorf () Pirka () Windorf () Die Gemeinde bestand aus der einzigen Katastralgemeinde Pirka-Eggenberg.
Nachbargemeinden bis Ende 2014
Geschichte mini|Das Gebiet von Pirka in der Josephinischen Landesaufnahme, um 1790 Die Ortsteile Pirka und Windorf wurden 1265 zum ersten Mal als „Pircha“ und „Windendorf“ urkundlich erwähnt. 1865 wurde die Gemeinde Pirka gegründet. Zu dieser Zeit gehörten Pirka, Windorf und Bischofegg dem Erzbischof von Salzburg.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einw. 1869 465 1880 530 1890 495 1900 473 1910 492 1923 523 1934 665 1939 654 Jahr Einw. 1951 930 1961 1.306 1971 1.659 1981 1.815 1991 2.255 2001 2.759 2013 3.288
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Die Skulptur „Windorfer Bärenfang“ erinnert an die Partnerschaft mit der bayerischen Gemeinde Windorf.
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Pirka liegt direkt am Knoten Graz-West, an dem sich die Süd Autobahn A 2 und die Pyhrn Autobahn A 9 kreuzen. Die nächstgelegenen Anschlussstellen sind Seiersberg (188) an der Pyhrn Autobahn in etwa zwei Kilometer und Unterpremstätten (188) an der Süd Autobahn in etwa vier Kilometer Entfernung. Durch das Gemeindegebiet verläuft die Packer Straße B 70 von Graz nach Klagenfurt.
Durch Pirka führt die Graz-Köflacher Eisenbahn, jedoch befindet sich in Pirka kein Bahnhof. Nächstgelegene Bahnhöfe an dieser Strecke sind Premstätten-Tobelbad in etwa vier Kilometer Entfernung und Straßgang in circa zwei Kilometer Entfernung. Sie bieten stündliche Regionalzug-Verbindungen nach Graz und Köflach bzw. Deutschlandsberg. Der Hauptbahnhof Graz ist etwa zehn Kilometer entfernt.
Die Entfernung zum Flughafen Graz beträgt circa zehn Kilometer.
Ansässige Unternehmen Die Firma Omya stellt Marmorkörnungen her.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat bestand aus 15 Mitgliedern und setzte sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen: 8 SPÖ – stellte Bürgermeister und den Vizebürgermeister 6 ÖVP 1 BZÖ (nicht besetzt)
Bürgermeister Bürgermeister war von 1991 bis Ende des Jahres 2007 Horst Göttfried (SPÖ). Am 4. Jänner 2008 wurde Heimo Hofgartner (SPÖ) zum Bürgermeister gewählt. Am 11. März 2009 wurde Andreas Grauf (SPÖ) im Gemeinderat zum neuen Bürgermeister von Pirka gewählt, nachdem der amtierende Bürgermeister Heimo Hofgartner überraschend Ende Jänner 2009 sein Amt aus beruflichen Gründen zurücklegte.
Zuletzt bis zur Auflösung der Gemeinde am 31. Dezember 2014 war Thomas Göttfried Bürgermeister (SPÖ).
Wappen Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. März 1977. Blasonierung (Wappenbeschreibung): „Im grünen Schild ein silbernes Ochsenjöchl, darüber aus dem Schildrand wachsend ein schräglinks gestellter goldener Bischofsstab.“Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 28, 1978, S. 31
Persönlichkeiten Ehrenbürger 1997: Franz Prinz († 2020), Bürgermeister von Pirka 1980–1990Kleine Zeitung (8. Januar 2021), S. 46. Söhne und Töchter der Gemeinde Hans Hegenbarth (1921–1987), Philosoph, Historiker, Publizist und Bibliothekar Milena Findeis (* 1957), Fotografin und Lyrikerin
Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten Die Renner-Buben (österreichische Flugpioniere) bewohnten die Villa der heutigen Firma Bohr in Windorf. Gegenüber ihrem ehemaligen Wohngebäude wurde eine Gasse nach ihnen „Rennerweg“ benannt.
Einzelnachweise
Weblinks
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