Weitendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Wildon im Bezirk Leibnitz im österreichischen Bundesland Steiermark.

Weitendorf war bis Ende 2014 auch eine selbständige Gemeinde, wurde aber im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark mit der Marktgemeinde Wildon zusammengeschlossen,Steiermärkische Gemeindestrukturreform. Die neue Gemeinde führt den Namen Wildon weiter. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.§ 3 Abs. 5 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. . S. 3.

Geographie Weitendorf liegt zwischen den Flüssen Kainach und Mur am Südende des Kaiserwaldes in der Südsteiermark.

Gemeindegliederung Am 1. Jänner 1969 wurde die Gemeinde Kainach bei Wildon eingemeindet. Die Gemeinde bestand seither aus zwei Katastralgemeinden (Fläche Stand ): Kainach () Weitendorf ()

Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ): Kainach bei Wildon () Lichendorf () Neudorf ob Wildon () Weitendorf ()

Ehemalige Nachbargemeinden Nachbargemeinden waren (im Uhrzeigersinn): Zwaring-Pöls Wundschuh Werndorf Mellach Stocking Wildon Hengsberg

Geschichte

Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

1970 wurde die Trans Austria Gasleitung verlegt und um 2003/2006 um einen 3. Strang erweitert. Im Ortsteil Kainach liegt die Schieberstation zur Speisung der Süd-Ost-Leitung (SOL) nach Slowenien, in Lichendorf liegt die Kompressorstation, ein Upgrade erfolgte um 2003/2010.Übung Gasanlage (PDF; 4,7 MB) Marktgemeinde Wildon, 1. Dezember 2016, S. 23 – Bericht Feuerwehrübungen.

Seit 2009 bildete die Gemeinde zusammen mit den Gemeinden Hengsberg, Lang, Lebring-St. Margarethen, Stocking und Wildon die Kleinregion Kulturpark Hengist.

Der über 200 Jahre alte Basaltsteinbruch wurde ehemals von der Stadt Graz für Eigenbedarf betrieben. Der Grundwassersee soll – Stand April 2024 – als Fernwärmespeicher für Graz genutzt werden. Die Projektinitiatoren sind der Steinbruchbesitzer Heimo Ecker-Eckhofen und Gilbert Frizberg.„Riesenkochtopf“ für die Grazer Fernwärme orf.at, 13. April 2024, abgerufen am 13. April 2024.

Einwohnerentwicklung 1869: 911 1939: 1411 2009: 1527 2014: 1542

Politik Bürgermeister war bis Ende 2014 Franz Plasser (ÖVP). Der Gemeinderat setzte sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen: 8 ÖVP 6 SPÖ 1 Grüne

Wappen Das am 1. Mai 1994 verliehene Gemeindewappen hat folgende Blasonierung: „In schwarzem Schild ein eisenzeitliches durchbrochenes goldenes Trapez, darin zwischen Laubwerk ein Hirsch schreitend.“ Es leitet sich aus mit Bronzeblättchen beschlagenen Fundgegenständen ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Weitendorf ist Mitglied des Kulturparks Hengist.

Naturdenkmäler Basaltsteinbruch Weitendorf, ein erloschener Vulkan

Ehrenbürger Bgm. a. D. Josef Kaiser

Historische Landkarten

Weblinks

Einzelnachweise

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